12.06.2019 - 09:53 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Licht bleibt aus

Erneut lehnt der Stadtrat ohne Gegenstimme eine durchgehende Beleuchtung des Trauschendorfer Wegs in Kaimling ab. Zugrunde lag ein schriftlicher Antrag der Anwohner.

Der Trauschendorfer Weg in Kaimling hat seinen Namen vom gleichnamigen Stadtteil (rechts oben), der jedoch zur Stadt Weiden gehört. Die Anlieger richteten einen Antrag auf eine Versorgung mit Straßenleuchten an den Stadtrat.
von Josef ForsterProfil

Bauamtsleiter Hans Balk übernahm die Informationen zur Anzahl der betroffenen Personen und noch mehr zum Kostenaufwand. Demnach wären für eine Teilstrecke drei neue Leuchten erforderlich. Das Angebot des Stromversorgers laute dafür auf über 14 000 Euro. Für eine Verlängerung der Straßenbeleuchtung ganz hinauf bis zum letzten bewohnten Anwesen seien weitere sechs Leuchten erforderlich. Hierfür würden fast 24 000 Euro fällig. Das gesamte Angebot belaufe sich auf knapp über 38 000 Euro. Alle betroffenen Anwesen befänden sich zudem „mit einem deutlichen Abstand zur geschlossenen Ortslage im Außenbereich“. Einzig Ortssprecher Heimo Bauer bat zu bedenken, dass einer der dortigen Anlieger Unternehmer sei und abends Kundschaft empfange. Wutzlhofer fügte hinzu, dass auch der Ortssprecher zu den Anwohnern gehöre und damit Betroffener sei. Eine geschlossene Innerortslage beginne aber nicht dort, wo das Ortsschild steht. Die Stadträte Martin Gleixner (UWG) und Johann Gösl (FDP/Unabhängige Wähler) sahen bei einer Verwirklichung die Gefahr eines Präzedenzfalls mit Nachahmerwirkung. Für die Zusage einer Unterstützung durch die Stadt bei einer eventuellen Selbsterrichtung durch Anwohner plädierte Alfons Raab (CSU). Bevor sich alle gegen den Antrag, aber für eine Aufnahme dieses Vorschlags aussprachen, wollte Martha Bauer (CSU) noch wissen, wie sich die rechtliche Situation diesbezüglich bei einem Anwesen in der Fichtenstraße darstelle. Wutzlhofer erklärte, hierzu erst im nichtöffentlichen Teil Stellung nehmen zu können, da ein planungsrechtlicher Grund vorliege, warum es für dieses Anwesen in Außerortslage überhaupt eine Genehmigung gegeben habe.

Als einzige Mitteilung informierte der Bürgermeister über den Eingang der Entwürfe für die Bebauungspläne des beabsichtigten Solarparks am Rande von Altenstadt.

„Wahre Konfliktsituationen“ zwischen Fußgängern und Radfahrern rund um die Eisdiele vermeldete Rewitzer bei den Anfragen: „Die pfeifen da runter und haben auch keine Einsicht.“ Dabei dürften im gesamten Umfeld keine Radfahrer fahren, weshalb er das Gremium bat: „Wir sollten uns da zu möglichen Lösungen schon Gedanken machen.“ Weiter interessierte den Stadtrat die Auswirkung der Trockenheit im vergangenen Jahr auf den Nitratgehalt der Trinkwasserbrunnen, weshalb er um eine Feststellung der aktuellen Werte bat. Eine sofortige Antwort erhielt Rewitzer auf die Feststellung, dass es in Vohenstrauß Geschäfts gäbe, in denen für Papiertüten ein höherer Preis als für Plastiktüten verlangt werde. Denn Wutzlhofer sagte dazu: „Es steht uns nicht zu, eine Verordnung zu erlassen, die so etwas regeln würde.“

Weil viele Geschäfte nicht verkaufte Lebensmittel „einfach wegwerfen“ wollte Rewitzer darüber hinaus in Erfahrung bringen: „Wie ist es mit der Tafel vor Ort.“ Antwort erhielt er wieder vom Bürgermeister: „Zwischenzeitlich haben die Verantwortlichen zu allen Vohenstraußer Vollsortimentern gute Kontakte und holen dort auch regelmäßig die übriggebliebenen und nicht mehr verkaufbaren Lebensmittel ab.“ Ob dies jedoch vollständig sei, wisse er nicht. Arbeit mache das für die Ehrenamtlichen allemal sehr viel.

Als letzte Wortmeldung im öffentlichen Teil bat Josef Meier (CSU) um Auskunft zu einem Auto mit tschechischem Kennzeichen, das seit vielen Wochen unweit der Stadthalle stehe. Dabei handle es sich um ein so bezeichnetes „herrenloses Fahrzeug“ sagte Wutzlhofer. Weil es sogar noch eine Zulassung hatte, sei der Eigentümer auch ausfindig gemacht worden. Der habe jedoch kein Interesse mehr an seinem Fahrzeug. Zwischenzeitlich sei jener Punkt auf dem Auto angebracht worden, der bedeute, dass das Auto nach einer gewissen Zeit zur Entsorgung gehe. Doch all dies sei „Sache des Landratsamtes“. Thomas Eiber (CSU) hakte nach: „Wenn man weiß, wer das ist, wieso lässt man das durchgehen?“, worauf Wutzlhofer antwortete: „Da wird das Landratsamt schon handeln.“

Ein einziges Fahrrad vor der Eisdiele würde Stadtrat Heiner Rewitzer weniger stören. In letzter Zeit sei es aber zu unliebsamen Begegnungen zwischen Radfahrern und Fußgängern gekommen, was auch andere Gremiumsmitglieder bestätigten. Nach einer Lösung soll gesucht werden.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.