(dob) Das Kinderferienprogramm des Oberpfälzer Waldvereins und des Naturparklands Oberpfälzer Wald rückt den sagenumwoben Kalten Baum in Straßenhäuser aber auch andere alte Lindenbäume in den Mittelpunkt. Diplom-Biologin Mathilde Müllner kümmerte sich mit OWV-Vorsitzendem Erwin Scholz und Karl Ochantel um die kleine Schar an Gästen im Schloss Friedrichsburg. Dort ist derzeit die Ausstellung „Lindenzauber“. Zwischen Menschen und Bäumen bestand jahrtausendelang eine besondere gewachsene Verbindung. Diese Verbindung konnten die Kinder zwischen Menschen und Bäumen in Mythen, Märchen und Bräuchen wiederentdecken. Die Teilnehmer lauschten einer der vielen Sagen von Kreisheimatpfleger Peter Staniczek um den Kalten Baum.
Der süßlich betörende Duft der Lindenblüten gehört zum Frühsommer. Aus den Blüten entsteht wohlschmeckender Tee, der bei Erkältungen und Reizhusten hilft, sowie Honig. Anschließend wanderten die Kinder mit den Erwachsenen zur Friedenslinde, gleich unterhalb von Schloss Friedrichsburg und dann weiter in Richtung Wasserreservoire in der Waidhauser Straße mit den stattlichen Lindenbäumen. Mit einem Maßband durften die Kinder die mächtigen Bäume umschreiten: Umfang bis zu 3,57 Metern. Erwin Scholz schätzte den Durchmesser auf bis zu 1,10 Metern und lag nur 4 Zentimeter daneben. Erstaunt waren die Kinder über das Insektenleben an den Bäumen. Marienkäfer hielten sich eng umschlungen und auf manchen Blättern versteckten sich Larven und saugten den süßen Saft der Linde. An den Baumwurzeln krochen auffällige rote Käfer hin und her. "Das sind Feuerwanzen", erklärte Müllner. Zurück in der Friedrichsburg erwies sich die vorbereitete Kohle aus Lindenholz als etwas schmierig. Doch schnell hatten die Kinder den Dreh raus und mit einer Serviette gehalten, konnte so manches Lindenblütenherz die Kinder erfreuen. Wer schon schreiben konnte, durfte noch einen Wunsch auf eine Karte setzen und diese an einer Schnur im Schloss in die Ausstellungsräume anheften. „Vielleicht steht ja in eurer Nähe eine Linde, die ihr zu jeder Jahreszeit immer wieder besuchen könntet“, meinte Müllner abschließend.
















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