12.01.2020 - 12:23 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Märchen neu vertanzt

Es ist alles ein bisschen anders bei diesem Inthronisationsball. Nicht nur ein Prinzenpaar, das von Anfang an im Mittelpunkt steht und die lange Ballnacht des Faschingsvereins (VFV) auf seine Art rockt.

von Josef ForsterProfil

Unter dem Motto „Es war einmal“ leuchtete der ausverkaufte Saal der Stadthalle in einer märchenhaften Kulisse im hellen Licht zum Gardetanz. Die Macher hatten so manches Märchen in ihren ausgefeilten Choreographien versteckt. Katharina Meyer sorgte in der Rolle der guten Fee für Farbtupfer. Fetzige Musik krönte das Geschehen. Prinzessin Jessica I. und Prinz Philipp I. verbreiteten vom ersten Takt an Stimmung und gute Laune. Noch ein bisschen atemlos von ihrem Einsatz, dafür umso schlagfertiger, freuten sich die beiden über das begeistert applaudierende Publikum. „In einen Dornröschen-Schlaf wird bei uns niemand verfallen“, meinte der Prinz.

Präsident Tom Meyer hatte mit Tobias Plödt und Julia Lakas die Moderation übernommen. Den Einzug der Garden dominierte die Titelmelodie zum Filmklassiker „1492“. Die Premiere der Prinzengarde spiegelte auch den Zulauf junger und hoch motivierter Nachwuchstalente zum VFV beeindruckend wider. Der erste Orden gebührte Stadtoberhaupt Andreas Wutzlhofer, der angesichts des Spektakels sofort in Jubel ausbrach: „Ich bin begeistert und schon nach der ersten halben Stunde hin und weg. Wenn das so weitergeht, werden wir unsere helle Freude an diesem Fasching haben.“ Dazu erntete der VFV ein „riesendickes Lob“, weil den Machern auch nach fast 47 Jahren die Ideen nicht ausgingen. Aufmerksam verfolgten Besucher und Aktive das Märchen um Stadthalle und VFV, in das der Bürgermeister die Geschehnisse um das Vereinsdomizil bis hin zum aktuellen Happy-End literarisch verpackte. „Wir wünschen uns alle, das dieses Märchen niemals enden wird.“ Die King-Size-Combo spielte ununterbrochen auf.

Bei der Freigabe des Tanzparketts mischte sich auch Vorsitzender Gerald Grosser unter die Paare. Vor allem junges Publikum im Alter zwischen 17 und 24 Jahren war zu dem glanzvollen Ball gekommen. Zwischen den Tanzrunden gab es knackig kurz gehaltene Ordensrunden für Sponsoren, Gönner, verdiente Mitglieder und Stadträte. Mit dem Anbruch des Sonntags war die Zeit reif für den Höhepunkt: die Erstaufführung der Mitternachtsshow rund um Märchen, Sagen, Ritter und Fantasie.

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