Vohenstrauß
15.10.2018 - 10:13 Uhr

Mehr Raum für Gewerbe

Das Gewerbe- und Industriegebiet, unmittelbar neben der Autobahn A 6, soll erweitert werden. Mit den Fachstellen wird ein tragfähiger Kompromiss erarbeitet.

Der neu ausgebaute Hütbrunnenweg führt direkt am Gewerbegebiet vorbei. Nun soll dieses für die Ansiedlung von weiteren Betriebe ausgeweitet werden. Bild: dob
Der neu ausgebaute Hütbrunnenweg führt direkt am Gewerbegebiet vorbei. Nun soll dieses für die Ansiedlung von weiteren Betriebe ausgeweitet werden.

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer verbreitete bei der geplanten Erweiterung des Gewerbe- und Industriegebiets-Ost Zuversicht. "Noch vor einem Jahr hatte ich erhebliche Bedenken hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit", sagte das Stadtoberhaupt bei der Bürgerversammlung. "Derzeit sehe ich gute Chancen, das Industriegebiet entsprechend zu erweitern." In vielen Gesprächen mit den Fachbehörden wie der Unteren Naturschutzbehörde oder den Bayerischen Staatsforsten konnte ein tragfähiger Kompromiss erarbeitet werden. Die Erweiterungsfläche beträgt insgesamt 75 000 Quadratmeter.

Standortsicherung

"Aktuell zählt die Stadt 2300 sozialversicherte Arbeitnehmer, daher war es notwendig, diese Maßnahmen zu ergreifen, die der Standortsicherung ortsansässiger Betriebe dienen. Die Firmen brauchen Raum für Erweiterung, und natürlich muss die Stadt Flächen für Neuansiedlungen vorhalten", führte das Stadtoberhaupt aus. "Dem wollen wir mit den Erweiterungen in unserem Gewerbegebiet- und Industriegebiet gerecht werden." Seit Jahren investiert die Stadt in die Bildungseinrichtungen. "Wir wollen damit Sorge tragen, dass Mobiliar und technische Ausstattung stets den Anforderungen an eine moderne Schule beziehungsweise eines modernen Kindergartens gerecht wird. Für die Verantwortlichen habe diese Aufgabe einen hohen Stellenwert. Allein in bewegliches Vermögen wurde heuer für Grund- und Mittelschule rund 70 000 Euro investiert, wobei das Thema Digitalisierung ein Schwerpunkt ist.

"Schüler sollen die Medien beherrschen und nicht umgekehrt. Es ist das Ziel, unsere Kinder an die digitale Welt heranzuführen und Kompetenzen und Fertigkeiten zu vermitteln." Mit neuen PCs, Smart-Touch-Boards, Dokumentenkameras, Beamer und Laptops soll der Bereich digitales Klassenzimmer unterstützt werden. Das lässt sich auch der Freistaat Bayern viel kosten und unterstützt die Schulsachaufwandsträger, um die Rahmenbedingungen an den Schulen zu optimieren, informierte der Redner. Einen Zuschussantrag stellte die Stadt bereits im September. Wie hoch die Zuschusssumme ist, könne noch nicht gesagt werden. Allerdings sei es notwendig, dass die Schulen eine entsprechende Wlan-Anbindung erhalten und entsprechend schnelles Breitband bekommen. Aus diesem Grund nahm die Stadt den Ball des Landkreises auf und hängte sich an eine vom Landkreis durchgeführte Ausschreibung. Die zu erwartenden Kosten für die Umsetzung werden auf 90 000 Euro geschätzt. Wutzlhofer rechnet mit einer 80-prozentigen Förderung, wenn nicht noch mehr.

Mehr Besucher im Bad

Die Umbauarbeiten im Naturfreibad mit der für 21 000 Euro erfolgten Erneuerung und Ausstattung des Kiosk haben höhere Besucherzahlen nach sich gezogen. Eine neue Kioskbetreiberin und Bademeister wertete Wutzlhofer als Glücksfall. Die Besucherzahlen konnten gegenüber 2017 mit 3120 Personen auf 5723 Badegäste und 43 Jahreskarten deutlich angehoben werden. Eine weitere Investition stand mit der Neuerrichtung der Wasserwachtunterkunft an. Die Kosten belaufen sich auf 35 000 Euro.

Selbstredend ist, dass eine Stadt und Großgemeinde auch für ein kulturelles Angebot sorgen muss. Aus dieser Verpflichtung heraus unterstützt die Stadt das Landestheater Oberpfalz in Schloss Friedrichsburg und den Initiator der Rathauskonzerte. Fester Bestandteil sind Sommerserenaden, Kunstsommer Schloss Friedrichsburg, Bauernmarkt mit Schlossfest und autofreier Spielstadt oder Advent im Schloss. Für die Sportförderung gibt die Stadt alljährlich 15 300 Euro aus. Die Ausgabestelle der Tafel erhielt 2000 Euro für den Kauf eines Lieferwagens und 1250 Euro für den neuen Bodenbelag, Miete und Heizkosten. Der Sportverein Waldau kam in den Genuss von 15 000 Euro Zuschuss für den Einbau einer Bewässerungsanlage auf dem Sportplatz. Für die Nachwuchsförderung der Feuerwehren sind jährlich 5000 Euro angesetzt. Auch die Jugendgruppen werden mit einem jährlichen Beitrag von 3000 Euro unterstützt. Trotz dieser Investitionen ist der Bürgermeister stolz auf die geringe Pro-Kopf-Verschuldung von nur 82 Euro. Allein die Rücklagen der Kommune bezifferte Wutzlhofer mit rund 5,15 Millionen Euro.

Kindergarten vor Renovierung:

Gesamtkosten von 1,5 Millionen Euro

Nach 28-jähriger Betriebsdauer ist es auch an der Zeit, den katholischen Don-Bosco-Kindergarten zu renovieren. Nach ersten Kostenschätzungen des Architekturbüros Josef Schönberger aus Tännesberg belaufen sich die Gesamtkosten auf 1,5 Millionen Euro. Der Anteil der Stadt beträgt rund eine Million Euro, wobei mit einem Staatszuschuss von 50 Prozent zu rechnen ist. Zu diesen Ausführungen stellte Wutzlhofer mit 3,48 Millionen eine gewaltige Summe in den Raum, die in den vergangenen vier Jahren zur Betreuung von Kindergartenkindern in der Großgemeinde geleistet wurden.

Die Karte zeigt die geplante Ausweitung des bestehenden Gewerbegebiets im Stadtosten in Richtung Braunetsrieth. Bild: dob
Die Karte zeigt die geplante Ausweitung des bestehenden Gewerbegebiets im Stadtosten in Richtung Braunetsrieth.
Schüler sollen heute mit Medienkompetenzen ausgestattet werden, damit sie die Medien und nicht umgekehrt beherrschen. Die Stadt steckt viel Geld in die Bildungslandschaft. Bild: dob
Schüler sollen heute mit Medienkompetenzen ausgestattet werden, damit sie die Medien und nicht umgekehrt beherrschen. Die Stadt steckt viel Geld in die Bildungslandschaft.
Hochmoderne White-Boards zieren heute die Klassenzimmer. Die Zeit der Kreiden ist vorbei. Digitalisierung in den Klassenzimmern ist ein Schwerpunktthema bei der Stadt. Bild: dob
Hochmoderne White-Boards zieren heute die Klassenzimmer. Die Zeit der Kreiden ist vorbei. Digitalisierung in den Klassenzimmern ist ein Schwerpunktthema bei der Stadt.
 
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