Der Riesenverkaufserfolg am Stand des Missionskreises im Erdgeschoß des „Advent im Schloss“ zeigte umgehend Wirkung. Damit Organisatorin Hildegard Busch das eingenommene Geld nicht lange auf dem Missionskreiskonto bei der Bank einzahlen brauchte, nutzte sie am Sonntagabend die Gunst der Stunde und reichte einen Teil des Erlöses gleich wieder an verschiedene Missionseinrichtungen weiter. Nachdem Richard Reger aus Böhmischbruck gleich in unmittelbarer Nähe ebenfalls einen Stand mit Drechselarbeiten betrieb, übergab Busch an den großen Unterstützer von Pater Ferdinand Bodensteiner aus Tröbes, der im Kongo wirkt, eine Spende in Höhe von 500 Euro. Weitere 500 Euro gibt Busch an die Missionskreishelferin Ingeborg Bock weiter. Sie wird die Spende an die Missionarinnen Christi weiterleiten. Schwester Barbara Kiener stammt aus Glaubendorf und braucht ebenfalls dringend Unterstützung aus der Heimat.
Sie ist Regionalleiterin der Region Brasilien und überaus dankbar, wenn sie von Ingeborg Bock Post mit dieser Nachricht der Spende bekommt. Die Schwestern tragen keinen Habit, sondern Zivilkleidung. 1971, ein Vierteljahrhundert nach der Gründung durch den Herz-Jesu-Missionar Pater Christian Moser (1899 bis 1961), entschied sich die Gemeinschaft gegen die Ordenstracht. Und damit für jene Alltagskleidung, die auch die Menschen um sie herum tragen. Kein äußeres Zeichen, weder Professkreuz noch Ring, verbindet die Schwestern untereinander. Sie sind eigenständige Persönlichkeiten, in verantwortlicher Selbstständigkeit. Sie besitzen keine Klöster, Krankenhäuser oder Schulen.
Wo immer sie gerufen werden, setzen sie sich für ihre Mitmenschen ein, weiß Ingeborg Bock. Barbara Kiener kann das Geld notwendig für ihre Projekte brauchen, denn die Armut ist in ihrem Wirkungskreis unbeschreiblich groß, weiß Ingeborg Bock, die kurz vor Weihnachten wieder einen Lichtblick in Form der finanziellen Hilfe an Barbara Kiener sendet.
Tagelang haben die Missionskreisfrauen wieder gebacken gestrickt. Hunderte Paar Socken stapelten sich auf dem Verkaufstisch, die gerne gekauft werden. Viele der Käufer decken sich für das ganze Jahr mit den Stricksachen ein und andererseits kann sich Hildegard Busch über eine pralle Kasse freuen und die Missonskreisfrauen somit wieder ihrer Spendentätigkeit nachkommen.













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