30.09.2020 - 10:17 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Netto-Markt in Vohenstrauß auf Fels gebaut

Bauherren erleben oft so manche Überraschung, wenn sie für das Fundament des geplanten Bauwerks in die Tiefe graben. So ergeht es auch beim Bau der Discounter-Filiale.

Riesige Felsen kommen beim Bau der neuen Netto-Markt-Filiale an der Lagerhausstraße zum Vorschein.
von Elisabeth DobmayerProfil

Buchstäblich auf Fels gebaut wird die neue Netto-Marken-Discountfiliale an der Lagerhausstraße 1. Seit Baubeginn kämpfen die Bauarbeiter mit dem schweren Untergrund auf diesem Areal. Bauleiter Ronny Schubert von der Dänkritzer Hoch- und Tiefbau GmbH aus Crimmitschau gab Oberpfalz-Medien auf Nachfrage zur Auskunft, dass man beim Bau der Fundamente auf das gesamte Spektrum von Unwägbarkeiten gestoßen sei.

Bauverzögerung von mehreren Wochen

Von Riesengesteinsbrocken über nicht tragfähige Bodenbeschaffenheit fanden die Arbeiter sämtliche Konstellationen vor. Dies führte zu einer Bauverzögerung von mehreren Wochen oder gar Monaten. Die Prognose der Eröffnung im vierten Quartal dürfte so vom Tisch sein, ohne mit zu viel Pessimismus in die Zukunft zu blicken. Felsen wurden Anfang August mit leichtem Sprengstoff aufgespalten, um die Erschütterungen für die Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten. Die großen Felsbrocken wurden mit schwerem Gerät geborgen und zur Seite geschafft. Sie zeugen noch nebenan von den gewaltigen Felsformationen im Untergrund. Derzeit laufe es aber wieder richtig rund, so Schubert. In der nächsten Woche werden die Leimbinder mit einem großen Baukran auf das Rohbaugebäude gelegt.

Vollsperrung beim Bau des Netto-Markts

Vohenstrauß

Dazu muss die Lagerhausstraße von Montag, 5. Oktober, bis voraussichtlich Freitag, 9. Oktober, für den Verkehr gesperrt werden. Anschließend sind noch tageweise Vollsperrungen oder halbseitige Sperrungen nötig. Außerdem werden derzeit die Parkplätze angelegt. Das Oberflächenwasser wird dazu künftig in eine Versickermulde gleich nebenan geleitet. Das Parkplatzareal reicht zukünftig bis zum Bocklweg, der gleich nebenan vorbeiführt. Für diese Parkplatzerweiterung wurde ein Teilbereich des ehemaligen Bahngeländes erworben. Der frühere Trampelpfad vom Netto-Markt zum Raiffeisenplatz wurde der Versickermulde geopfert.

Abkürzung weiterhin nutzen

Allerdings wurden schon von etlichen Bürgern Stimmen laut, ob es denn nicht möglich sei über die Versickermulde eine Brücke anzulegen, um diese Abkürzung auch zukünftig nutzen zu können. Stadtrat Bernd Koller habe dazu schon eine Anfrage an den Grundstückseigner CIG Concept Immobilien GmbH aus Weiden, Armin Meßner, gestellt, der sich durchaus offen für diese Version aussprach. Allerdings müsste das vom Grundstückseigentümer planerisch, bau- und haftungsrechtlich geklärt werden.

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer hat dazu ebenfalls keine Einwände, wenn diese Idee vom Bauherrn entsprechend und vollumfänglich getragen werde. Allerdings lehne er ab, dass die Stadt diese Überquerung einrichte, denn dies habe auf fremden Grund nicht abschätzbare Konsequenzen für die Stadt. Autofahrer, die gegenüber der Raiffeisenbank parken, da dieser Straßenzug nicht so stark frequentiert ist, könnten fußläufig über die Altenstadter Straße unmittelbar auf das Netto-Gelände gelangen, meint der Rathauschef. Daher sieht Wutzlhofer auch keine Notwendigkeit für dieses Vorhaben. Die Verkaufsfläche der Netto-Markt-Discountfiliale beträgt rund 1100 Quadratmeter.

Riesige Felsen kommen beim Bau der neuen Netto-Markt-Filiale an der Lagerhausstraße zum Vorschein.
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