Vohenstrauß
24.10.2018 - 11:02 Uhr

Radler, Raser und Wildparker

In der Bürgerversammlung ist die Verkehrsproblematik ein Thema. Der eine Zuhörer hat Probleme, mit dem Rad sicher durch die Stadt zu kommen, der andere mit unvernünftig parkenden oder zu schnell fahrenden Verkehrsteilnehmern.

In der Oberlinder Straße wird zu oft mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren, findet zumindest Reiner Hartwig als unmittelbarer Anwohner. Pflanztröge könnten seiner Meinung nach die Raser ausbremsen. Bild: dob
In der Oberlinder Straße wird zu oft mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren, findet zumindest Reiner Hartwig als unmittelbarer Anwohner. Pflanztröge könnten seiner Meinung nach die Raser ausbremsen.

Erich Völkl meldete sich in der Bürgerversammlung im großen Rathaussaal zu Wort und lobte das wunderbare Wanderwegenetz, das gut ausgeschildert ist und auch gut gepflegt wird. Allerdings fehle es anderseits an einem Radwegenetz. Er entdecke bei seinen Touren immer wieder Endstellen wie in Richtung Waidhauser Straße beim Autohaus Grieb. Da müssten Seiten gewechselt werden. Die gleiche Situation zeige sich, wenn er in Richtung Böhmischbruck fahren will, nach dem Autohaus Mitlmeier, „da geht‘s dann auch nicht mehr weiter.“ Beim Autohaus Dobner hingegen stünden häufig Autos auf dem Radweg.

Überdies müssten die Fahrradwege gekennzeichnet werden, forderte Völkl weiter. Damit sollte sich doch einmal der Verkehrsausschuss befassen. „Gott sei Dank“ fahren viele Radler auf dem Bocklweg nach Vohenstrauß. „Wenn sie aber in die Stadt fahren wollen, kommen einem viele Biker, oft auch noch mit hoher Geschwindigkeit, auf dem Gehweg entgegen.“ Deswegen müssten die vorhandenen Radwege besser ausgestaltet werden. „In Richtung Altenstadt geht es einigermaßen.“ Völkl richtete die dringende Bitte an die Verantwortlichen der Stadt: „Vielleicht kann sich der Verkehrsausschuss im Winter über mit diesem Thema befassen, dass man auch mit dem Rad gefahrlos durch die Stadt kommt.“

Bei der Tankstelle Dobner werde eine Blockmarkierung angebracht, das sei bereits beschlossen, informierte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Die entsprechende Beschilderung ist bereits angebracht. Schwieriger werde es sicherlich auf der Kreisstraße NEW 50 beim Autohaus Grieb oder im Bereich der Kreisstraße NEW 37 beim Autohaus Mitlmeier. „Ob da eine Markierung überhaupt erlaubt ist, muss beim Landkreis erfragt werden.“ Beim Ausbau der Bahnhofstraße sei bereits der Radweg vom Bocklweg her bis zum Gasthof „Zur Post“ verlängert worden und entsprechend ausgeschildert. Im Sommer werde dieser auch sehr gut genutzt. In unmittelbarer Nähe zum Radlrastplatz am Bahnhof ist zudem eine E-Bike-Station, zählte der Rathauschef die positiven Maßnahmen in diesem Zusammenhang auf.

Die Parksituation im Bereich der katholischen Stadtpfarrkirche und der Wittschauer Straße ist für Reiner Hartwig nicht befriedigend. Bis das neue Parkquartier beim „Binnerlenz“ umgesetzt ist, werde es ja auch noch dauern, meinte er. Hartwig forderte im Zuge der gleichen Wettbewerbsbedingungen in diesem Bereich eine Parkscheibenzone, wie in allen anderen Straßen mit Geschäften. Die Parkscheibenregelung aber auch schon im Hinblick auf die geplanten Parkplätze in unmittelbarer Nähe. „Jeder weiß wie bequem der Mensch ist, wenn er zehn Meter näher am Geschäft oder seinem Haus parken kann, dann tut er das auch.“ Hartwig forderte die Zone bis zur Ecke Pfarrgasse einzurichten. „Leider Gottes muss ich auch das seit zehn Jahren immer wieder leidige Thema Oberlinder Straße ansprechen“, brachte Hartwig ein weiteres Anliegen vor.

Die Straßenführung an der Kreuzung zum Amselweg verleite geradezu zum Schnellfahren. Es komme immer wieder zu Beinahe-Unfällen. „Dort werden Geschwindigkeiten gefahren, die nicht angepasst sind.“ In der letzten Stellungnahme der Stadt hieß es, dass der Straßenzug sehr übersichtlich ist. Die Sträucher seines Nachbarn sind aber mittlerweile auch wieder gewachsen und erschweren die Einsicht. Stadtauswärts und stadteinwärts wünscht Hartwig deshalb Pflanztröge, um die Auto- oder Zweiradfahrer zum langsameren Fahren anzuhalten. „In diesem Bereich sind im Sommer sehr viele Kinder zu Fuß und mit Fahrrädern unterwegs, um ins Sportzentrum oder zum Skaterplatz zu gelangen“, führte er weiter aus. „Ich wundere mich sowieso, dass da noch nix passiert ist.“ Erst kürzlich habe er eine ähnlich prekäre Situation in einem anderen Ort gesehen, die mit Pflanztrögen und rot-weiß straffierten Hinweistafeln die Geschwindigkeit entschärften. Wutzlhofer bat, in solchen Fällen Handyfotos zu schießen und bei der Stadt als Idee vorzulegen.

Bei der Einfahrt in die Prager Gasse beobachtet Roswitha Wild beständig unvernünftige Autofahrer die ihr Fahrzeug entlang der Sparkasse – oftmals sogar mit einem Reifen auf dem Gehweg – abstellen, um „nur kurz Geld am Automaten abzuheben.“ Für andere Verkehrsteilnehmer stelle das Ein- oder Ausfahren dadurch in diesem Bereich eine erhebliche Behinderung dar. „Da muss mir jeder Anwesende doch recht geben.“ Noch dazu wären ja genügend Parkplätze in unmittelbarer Nähe bei der Sparkasse im Hof und nebenan auf dem Parkareal der Stadt hin zur Langen Gasse vorhanden. „Aber die zwei Meter fahren sie nicht mehr und bleiben akkurat nur aus Bequemlichkeit vor dem Gebäude stehen.“ Das sei eine große Gefahrenstelle.

Wutzlhofer beobachtete diese Feststellung schon genauso. „Vielleicht kann man hier mit einer Zickzack-Sperrlinie arbeiten“, meinte der Bürgermeister. Ähnlich wolle er in der Asylstraße den gesetzlichen Fünf-Meter-Bereich mit einer Zickzack-Linie verlängern, um dort das behindernde Parken entlang des ehemaligen Arzthauses zu unterbinden. „Fünf Meter ab dem Kreuzungsbereich ist sowieso Haltverbot. Da könnte auch die Polizei das eine oder andere Mal wenn sie zufällig vorbeikommt eine Verwarnung aussprechen“, so das Stadtoberhaupt. Um eine endgültige Lösung soll der Verkehrsausschuss ringen.

In der Oberlinder Straße wird zu oft mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren, findet zumindest Reiner Hartwig als unmittelbarer Anwohner. Pflanztröge könnten seiner Meinung nach die Raser ausbremsen. Bild: dob
In der Oberlinder Straße wird zu oft mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren, findet zumindest Reiner Hartwig als unmittelbarer Anwohner. Pflanztröge könnten seiner Meinung nach die Raser ausbremsen.
In der Oberlinder Straße wird zu oft mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren, findet zumindest Reiner Hartwig als unmittelbarer Anwohner. Pflanztröge könnten seiner Meinung nach die Raser ausbremsen. Bild: dob
In der Oberlinder Straße wird zu oft mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren, findet zumindest Reiner Hartwig als unmittelbarer Anwohner. Pflanztröge könnten seiner Meinung nach die Raser ausbremsen.
In der Oberlinder Straße wird zu oft mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren, findet zumindest Reiner Hartwig als unmittelbarer Anwohner. Pflanztröge könnten seiner Meinung nach die Raser ausbremsen. Bild: dob
In der Oberlinder Straße wird zu oft mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren, findet zumindest Reiner Hartwig als unmittelbarer Anwohner. Pflanztröge könnten seiner Meinung nach die Raser ausbremsen.
 
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