23.03.2020 - 08:32 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Raiffeisenbank Vohenstrauß: Unvernunft mancher Kunden zwingt zur Schließung

Die Raiffeisenbank reagiert auf die fortschreitende Coronapandemie. Auch die Unvernunft mancher Kunden beeinflusst die Entscheidung der Verantwortlichen der Raiffeisenbank Neustadt-Vohenstrauß.

Seit Montag bleiben die Türen der Geschäftsstellen der Raiffeisenbank geschlossen. Schutz des eigenen Personals aber auch der Kunden hat Vorrang.
von Elisabeth DobmayerProfil

Die Raiffeisenbankvorstände reagieren und schließen ab Montag, 23. März, die Geschäftsstellen für den direkten Kundenverkehr. Nach Darstellung der Vorstände Karl Völkl, Werner Bäumler und Robert Stahl möchten sie mit dieser Entscheidung ihre Mitarbeiter aber auch die Kunden schützen.

Viele Kunden reagieren korrekt und vermeiden den persönlichen Kontakt zu den Mitarbeitern. Deshalb sei die Kundenfrequenz in den Geschäftsstellen auch massiv zurückgegangen. "Leider müssen wir aber auch bei uns immer wieder mit der Unvernunft mancher Kunden umgehen", so Völkl gegenüber Oberpfalz-Medien. So würden einzelne Kunden keinerlei Rücksicht auf die Warnhinweise an den Eingängen der Geschäftsstellen nehmen, keinerlei Abstand zu den Mitarbeitern halten und dabei auch noch erzählen, dass sie wegen der Gefahr einer Ansteckung derzeit von der Arbeit freigestellt wären. Im schlimmsten Fall wurde gar noch von einem Positivfall bei der Arbeitsstelle des Kunden berichtet, weswegen eine Freistellung erfolgt sei.

„Das ist den Kolleginnen und Kollegen nicht zumutbar“, so Bäumler. Stahl unterstreicht, dass in allen Geschäftsstellen ein Mitarbeiter anwesend sei, der die Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker in Betrieb halte und telefonisch erreichbar sei. Beratungen können hier terminiert werden. Die Bargeldversorgung ist über die Automaten gesichert. „Natürlich stehen insbesondere unsere Firmenkundenberater für Fragen zur Hilfe bei Liquiditätsengpässen unserer Gewerbekunden unter den bekannten Rufnummern zur Verfügung“, betont Bäumler.

In den drei Warenmärkten wurde seit Samstag angesichts der neuen Lage auf einen Notbetrieb umgestellt. In Eslarn wurde geschlossen. In Albersrieth und Moosbach wurden abseits von den Haupteingängen auf Hygiene und Abstand ausgerichtete Notschalter für Kunden mit Agrar- oder Lebensmittelbedarf eingerichtet. Zunächst soll die Schließung für den Zeitraum der Schulschließung im Freistaat Bayern gelten. Das heißt bis zum 17. April.

"Jedoch fahren auch wir auf Sicht und reagieren flexibel auf veränderte Gegebenheiten.“ So könnten die Schließung sowohl verlängert aber auch schnell wieder zurückgenommen werden, erklärt Völkl.

Trotz der Hinweise am Eingang sind manche Kunden rücksichtslos gegenüber der Mitmenschen. Jetzt reagieren die Vorstände der Raiffeisenbank mit der Schließung der Geschäftsstellen.
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