Kreisvorsitzender Richard Berger ergriff in der Frühjahrsversammlung im Gasthaus Bock das Wort. Er kritisierte die vom Landesverband für 9000 Euro eingeführte Software "David 21" für die Mitgliederverwaltung. Er hielt auch den neuen Facebook- und Internetauftritt des BSB für unübersichtlich. Der Kreisvorsitzende vermisste die Unterstützung des Landesverbands bei der Einführung von "David 21". Nach preisgünstigeren und praxisnahen Lösungen werde nicht gesucht. Der Verband müsse sich mehr bewegen, was die Mitgliederwerbung angeht. Nur auf Beitragserhöhung zu setzen, um den Mitgliederschwund und den Haushalt auszugleichen, hielt er nicht für das richtige Rezept.
Bezirksvorsitzender Embacher brach eine Lanze für den Landesverband. Das Programm "David 21" sei der Wunsch der Sportschützen gewesen. Außerdem habe das Bundesverwaltungsamt diese Software gefordert. Kritik am Traditionserlass wies er zurück. Das war nicht Sache des Landesverbands, sondern des Bundesverteidigungsministeriums. Auch die umstrittene Definition "Veteran" komme nicht vom Landesverband, sondern vom Ministerium. Die Schießordnung, die die Nutzung der Bundeswehrschießstätten regle, wurde von der Bundeswehr festgelegt. Auch das war nicht Sache des BSB.
Schriftführer Thomas Krieger berichtete über die vergangene Kreisversammlung. Kassier Max Kick legte geordnete Finanzen vor. Nichts einzuwenden hatten die Teilnehmer gegen eine Beitragsanpassung in den kommenden zwei Jahren. Laut Berger hat der Kreisverband derzeit 1007 Mitglieder. Der Werbung von Neuzugängen komme große Bedeutung zu.
Der Kreisvorsitzende freute sich, dass sechs Vorsitzende von Ortsvereinen im Auftrag des Landesverbands mit Verdienstkreuzen geehrt wurden. Mit Bezirksvorsitzendem Embacher, Bürgermeister Hermann Ach und stellvertretendem Landrat Albert Nickl heftete er dem Vorsitzenden aus Großenschwand, Hubert Schönberger, das Verdienstkreuz am Bande an die Brust. Das Große Verdienstkreuz in Gold erhielten Karl Liebl (Moosbach), Hans Höcker (Burgtreswitz), Georg Ebnet (Tännesberg), Michael Bartmann (Kleinschwand) und Josef Schafbauer (Tröbes).
Im Rückblick berichtete Berger über das Kreiskriegertreffen in Döllnitz, den Neujahrsempfang beim Panzergrenadierbataillon 122 in Oberviechtach und die Bezirksversammlung. Er sprach sich dafür aus, die Verbindungen zu den Soldaten in Oberviechtach zu halten und zu intensivieren. Der Kreisvorsitzende bedauerte, dass dem Sozialwerk wegen der anhaltenden Null-Zinspolitik bald das Geld ausgehe. Er bat um eine "Spontan-Sammlung" am Ende der Tagung für das Sozialwerk. Viele Anwesende spendeten. Bekannt wurde, dass für Fahnenträger, Fahnenbegleiter und Fahnenmütter neue Ehrenzeichen eingeführt wurden, für 5-, 10- und 25-jährige Tätigkeit.
Bürgermeister Ach bat die Kriegervereine, die Verbindung zur aktiven Truppe in Oberviechtach aufrechtzuerhalten und am Soldaten-Gelöbnis am Donnerstag, 7. November, in Moosbach teilzunehmen. Der Rathauschef bedauerte, dass die Teilnahme der Bevölkerung am Volkstrauertag immer mehr zurückgehe.













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