22.07.2019 - 10:39 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Tosender Applaus für Walter Schmalzl

Nach 32 Jahren endet für Studienrat (RS) Walter Schmalzl seine Lehrertätigkeit und aktive Dienstzeit mit der Versetzung in den Ruhestand. Kollegium und Schüler lassen den überaus beliebten Pädagogen nur ungern ziehen.

Studienrat Walter Schmalzl (Mitte) verabschiedet sich mit dem Ablauf des Schuljahres in den wohlverdienten Ruhestand. Jetzt kann er seinen Hobbys nachgehen. Realschuldirektor Andreas Meier (links) und Konrektor Kilian Graber (rechts) lassen ihn nur ungern ziehen.
von Elisabeth DobmayerProfil

Nach 32 Jahren an der Realschule verabschiedet sich mit dem letzten Schultag Studienrat (RS) Walter Schmalzl in den Ruhestand. Im September 1987 erhielt er an der hiesigen Realschule seine erste Anstellung als Lehrkraft im Staatsdienst. Er hätte damals selbst nicht gedacht, dass er seine gesamte Dienstzeit an dieser Bildungseinrichtung ableisten wird, führte Realschuldirektor Andreas Meier aus. „Es muss wohl von Anfang an eine besondere Verbundenheit mit Schülern, Kollegen, Eltern und Lehrer gewesen sein.“

Im Mittelpunkt seiner 32-jährigen pädagogischen Arbeit standen immer der einzelne Schüler und dessen Entwicklung. Neben seiner unterrichtlichen Tätigkeit in den Fächern Betriebswirtschaftsrechnen, Wirtschaft und Recht sowie Geographie war es sein großes Anliegen, die Schüler zur Lebenstüchtigkeit zu erziehen und auf das Leben nach der Schule vorzubereiten. Schmalzl begleitete sie daher in vielfältiger Weise in deren Berufsfindungsphase – einem für ihn zentralen Aspekt seiner Lehrertätigkeit. Wie keine andere Lehrkraft an der Schule erlebte er während seiner Dienstzeit einen großen gesellschaftlichen und unterrichtlichen Wandel im Laufe von über drei Jahrzehnten mit. Am Anfang seiner Dienstzeit an der damals noch vierstufigen Realschule begann gerade der Einzug der ersten Computer an den Schulen. Der Pädagoge erkannte bereits sehr früh, welchen Stellenwert diese Maschinen für die wirtschaftliche Entwicklung, das persönliche Leben und den Unterricht an Schulen erhalten würden. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass er neben seinen Fächern zusätzlich das neu eingeführte Fach Informatik unterrichtete.

Eine seiner unterrichtlichen Maximen war, dass Schüler am besten etwas lernen und behalten, wenn sie es selber machen. Theorie und Praxis eng zu verzahnen, war ihm stets ein wichtiges Element seiner täglichen Arbeit, führte Meier aus. Deswegen gelte es heute „Danke“ zu sagen für die geleistete Arbeit, für die kollegiale Zusammenarbeit, für sein Wirken zum Wohle der Schüler an der Bildungsstätte. „Fehlen wirst Du lieber Walter auch im Kollegium und mir als Schulleiter“, sagte Meier wehmütig. Für seine nun bevorstehende Pensionszeit wünschte ihm die gesamte Schulfamilie alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen und vor allem viel Zeit und Muße, seinen zahlreichen Hobbys nachzugehen. Mit Standing Ovations und tosendem Applaus sowie einem Geschenk verabschiedeten sich Eltern und Schüler vom beliebten Pädagogen, dem es selbst sichtlich schwer fiel, für immer Adieu zu sagen.

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