Vohenstrauß
11.09.2020 - 10:57 Uhr

Überraschung im Kofferraum

Das Auto mit italienischem Kennzeichen ist auf der A 6 unterwegs, als die Schleierfahnder den Wagen stoppen. Im Kofferraum finden die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Weiden eine Überraschung.

Die Verkehrspolizei Weiden kontrolliert ein italienisches Fahrzeug. Bild: Stephan Jansen dpa/lby
Die Verkehrspolizei Weiden kontrolliert ein italienisches Fahrzeug.

Beamte der Fahndungskontrollgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Weiden kontrollierten am Donnerstag gegen 14.15 Uhr einen Pkw mit italienischem Kennzeichen, der auf der A 6 Richtung Tschechien fuhr.

Im Fahrzeug saß drei Italiener im Alter von 27 Jahren, die angeblich Urlaub in der Tschechischen Republik machen wollten. Bei der Überprüfung der Personen und des Fahrzeugs im Rahmen der Schleierfahndung machten die Insassen einen nervösen Eindruck, als die Beamten sie fragten, ob sie verbotene Gegenstände mit sich führten.

Der Grund für diese Reaktion wurde den Schleierfahndern schnell klar. Im Kofferraum kam unter einer Decke ein großer Waffenkoffer zum Vorschein, in dem sich vier Lang- und drei Kurzwaffen befanden. Bei den Waffen handelte es sich um sogenannte Softair-Waffen, die den Originalen täuschend ähnlich sahen.

Grafenwöhr11.09.2020

Auch der restliche Kofferraum war voll mit militärischer Ausrüstung. Keine der Waffen wies ein erforderliches Prüfzeichen auf. Des Weiteren waren die Langwaffen so präpariert, dass sie eine Dauerfeuerfunktion aufwiesen, was nach dem Waffengesetz verboten ist, da die Geschoßenergie einen Wert von deutlich mehr als 0,5 Joule aufwies. Der Rest der militärischen Ausrüstung der drei „Hobbysoldaten“ war strafrechtlich nicht zu beanstanden.

Nach der Sicherstellung der verbotenen Waffen und einer Anzeigenerstattung nach dem Waffengesetz, traten die Männer wieder die Heimreise nach Italien an.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.