11.09.2020 - 08:11 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Bombe in Grafenwöhr entschärft

Bei Baggerarbeiten am späten Donnerstagnachmittag tauchte in Grafenwöhr in der Nähe des Lagerbahnhofs eine Bombe auf. Umliegende Gebäude wurden evakuiert. Dann entschärfte ein Sprengmeister die Bombe.

Zahlreiche deutsche und amerikanische Einsatzkräfte sicherten die Fundstelle der Bombe in Grafenwöhr ab.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Großeinsatz an der B 299 zwischen dem Ortsteil Geismannskeller und Grafenwöhr am Donnerstag, 10. September. Bauarbeiter entdeckten in unmittelbarer Nähe des US-Lagers eine Bombe. Gegen 18 Uhr stand fest, dass es sich um eine 75-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Das Gebiet wurde im Sicherheitsradius von 200 bis 250 Metern abgesperrt. Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes aus Weidenberg, ein Sprengmeister und Experten der US-Armee beratschlagten am Abend das weitere Vorgehen.

Dann wurden umliegende Häuser und Betriebsgebäude evakuiert. Dies betraf zum Teil ein Wohngebiet, in dem geschätzt 200 Deutsche und Amerikaner leben, teilte Werner Stopfer, Leiter der Polizeiinspektion Eschenbach, auf Anfrage gegen 18.30 Uhr mit. Zudem wurde die Bundesstraße in diesem Bereich gesperrt. Danach machten sich Experten an die Entschärfung des Sprengkörpers - erfolgreich.

Auch ein Teil des US-Lagers im südlichen Bereich der Fundstelle wurde zunächst evakuiert. Dort arbeiten am Abend aber nur wenige Amerikaner. Sie wurden mit einem Bus zum "Gymnasium", einer Turnhalle gebracht, bis der Bereich wieder sicher war. Um die zwischenzeitliche Unterbringung der deutschen Grafenwöhrer kümmerte sich unter anderem Bürgermeister Edgar Knobloch, der ebenfalls vor Ort war. Sie sollten vorübergehend im örtlichen Sportheim unterkommen.

Es ist nicht die erste Bombe, die im Bereich des Lagerbahnhofs gefunden wurde. "Für mich ist es schon die dritte", sagte Stopfer. Gegen 21 Uhr konnten laut Polizei alle Anwohner wieder zurück in ihre Häuser.

Ein früherer Bombenfund in Grafenwöhr

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