17.02.2021 - 10:39 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Vohenstrauß hat neue Jugend- und Seniorenbeauftragte

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Die Stadt Vohenstrauß geht mit neuen Jugend- und Seniorenbeauftragten die Aufgaben der Zukunft an. Demnächst kümmern sich jeweils zwei Personen um diese Altersgruppen. Das Quartett steht bereits in den Startlöchern.

In der Stadt Vohenstrauß gibt es künftig jeweils zwei Jugend- und Seniorenbeauftragte.
von Christine Walbert Kontakt Profil

Mit 29 Jahren sind die beiden neuen Jugendbeauftragten der Stadt Vohenstrauß, Anna Wutzlhofer und Hannes Gilch, nicht mehr ganz jugendlich. Sie können sich aber noch gut daran erinnern, welche Faktoren und Voraussetzungen es braucht, um sich als junger Mensch in einer Gemeinde wohlzufühlen.

Als Tochter des Bürgermeisters und Stadträtin ist Anna seit Jahren fest in der Kommunalpolitik verankert. Die Volljuristin arbeitet am Landratsamt Neustadt/WN und gibt als Interessen an: "Zeit mit der Familie und unserem Hund Sam verbringen". "Als jüngste Stadträtin sehe ich es als meine Aufgabe, auch die Interessen der Kinder und Jugendlichen in diesem Gremium zu vertreten. Eine gut entwickelte soziale Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien ist ein wichtiger Standortfaktor für Kommunen mit Zukunft", meint die 29-Jährige.

Freie Entfaltung wichtig

Als gleichberechtigter Partner wird sich Hannes Gilch um die Belange der jungen Vohenstraußer kümmern. Der Kommunikationsmanager ist ebenfalls am Landratsamt beschäftigt. In seiner Freizeit widmet er sich gern den Bereichen Musik, Kultur, Sport, Reisen, Natur und Outdoor. Seine Motivation umschreibt Gilch folgendermaßen: "Als ich Kind und Jugendlicher war, hatte ich in Vohenstrauß hervorragende Rahmenbedingungen und konnte mich frei entfalten. Heute möchte ich Verantwortung übernehmen und dabei mithelfen, möglichst allen diese Möglichkeiten zu verschaffen. Als Jugendbeauftragte sehe ich uns vor allem als niederschwellige und unbürokratische Ansprechpartner für die Jugendszenen in Vohenstrauß und seinen Ortsteilen und als Bindeglied zu Politik und Verwaltung."

Das Tandem tritt in große Fußstapfen. "Uli Münchmeier hat die Jugendarbeit in Vohenstrauß sehr erfolgreich weiterentwickelt und weit vorangebracht. Es ist uns wichtig, alles, was in den letzten Jahren aufgebaut wurde, möglichst nahtlos weiterzuführen. Dazu gehören beispielsweise das Kinderferienprogramm oder das Jugendforum", erklärt der 29-Jährige. Zu Beginn ihrer Amtszeit streben Wutzlhofer und Gilch zunächst eine intensive Übergabe gemeinsam mit Münchmeier und der Stadtverwaltung an, um dann ein Konzept für die künftige Jugendarbeit zu kreieren, in dem auch neue Ideen Platz finden sollen. Gilch: "Es ist ein Novum in Vohenstrauß, dass es zwei Jugendbeauftragte gibt. Mit dieser Entscheidung hat der Stadtrat ein Zeichen für Flexibilität gesetzt und angedeutet, die Jugendarbeit vor Ort weiter ausbauen zu wollen. Wir freuen uns auf die gemeinsamen Aufgaben."

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Ausflüge und Vorträge

Lydia Mittelmeier wird zusammen mit Martha Bauer die Aufgabe der Seniorenbeauftragten übernehmen. Die 58-Jährige lebt seit 1987 in Vohenstrauß und ist Mutter von vier erwachsenen Kindern. "Meine Freizeit verbringe ich viel in der Natur, schwimme und fahre gerne Rad", beschreibt sie ihre Hobbys. "Ich freue mich auf die neue Herausforderung und hoffe, den lieben Senioren der Großgemeinde Vohenstrauß ein schönes, interessantes Programm mit vielen Ausflügen, aktuellen Vorträgen und regelmäßigen Treffen nach der Coronapandemie bieten zu können. Wir hoffen, die Arbeit unserer Vorgängerin Lotte Hofmann erfolgreich fortzuführen."

Die 54-jährige Martha Bauer wohnt im Ortsteil Altenstadt, hat eine erwachsene Tochter und ist neben ihrem Beruf als Industriekauffrau im Stadtrat und im Katholischen Frauenbund engagiert. Sie singt gerne in verschiedenen Chören, geht ins Theater und besucht Konzerte. Zur guten Weiterentwicklung der Großgemeinde sei die Pflege des sozialen Umfelds ein wichtiger Faktor: "Es sollte den Mitmenschen etwas angeboten und für sie etwas getan werden, damit unsere Stadt ein attraktiver Lebensmittelpunkt bleibt. Dazu ist das ehrenamtliche Engagement unerlässlich. Zudem stelle ich mir auch die Frage, wie möchte ich denn im Alter leben, was wünsche ich mir? Dann fällt mir eben ein, dass ich schon gerne hätte, dass es Freizeit- und Hilfsangebote für Senioren gibt, dass ich Gruppen und Gleichgesinnte vorfinde, mit denen ich mich austauschen und anschließen kann. Ich kann aber nicht etwas von anderen erwarten oder einfordern, zu dem ich selbst nicht bereit wäre."

Eigene Stärken einbringen

Zuerst möchten die beiden Frauen ausloten, welche Erwartungen die Senioren an sie haben. Martha Bauer: "Ich sehe uns als Team und nicht als Einzelkämpferinnen. Sicherlich hat jede von uns eigene Stärken und Schwerpunkte, die wir dann hoffentlich so einsetzen können, dass unsere Arbeit davon profitiert." Die bisherige Seniorenbeauftragte Lotte Hofmann habe sehr erfolgreich gearbeitet und viele Veranstaltungen dem Kalenderjahr angepasst, wie Fasching, Muttertag, Vatertag oder Weihnachtsfeiern. "Das möchten wir auch gerne beibehalten. Auch Kurse und Infoveranstaltungen sollen durchaus auf dem Programm stehen. Unser Wunsch für die kommende Zeit ist, dass die Senioren uns ihr Vertrauen schenken, die Angebote annehmen und mit uns Nachsicht üben, wenn nicht gleich alles im optimalen Bereich liegt", meint die 54-Jährige.

Anna Wutzlhofer
Hannes Gilch
Lydia Mittelmeier
Martha Bauer
Hintergrund:

Stadtratsbeschluss: Jugend- und Seniorenbeauftragte

  • Der Stadtrat bestellt bis zu zwei ehrenamtliche Jugendbeauftragte sowie bis zu zwei ehrenamtliche Seniorenbeauftragte.
  • Jugendbeauftragte vertreten, unterstützen und fördern die Anliegen der Kinder und Jugendlichen wie auch der Kinder- und Jugendarbeit im Gebiet der Großgemeinde Vohenstrauß.
  • Seniorenbeauftragte übernehmen die vorgenannten Aufgaben für die Senioren und Menschen mit Behinderungen.
  • Die Beauftragten erhalten jeweils eine Entschädigung von 30 Euro monatlich.
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