27.01.2019 - 16:47 Uhr
VorbachOberpfalz

123 Quadratmeter Wohnfläche mehr

Es ist bei einem Ortstermin mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz als sinnvoll betrachtet worden und war später ohnehin vorgesehen: Im Mietshaus, das die Gemeinde in der Hauptstraße plant, entsteht zusätzlicher Wohnraum.

Im geplanten Mietwohnhaus mit sechs Wohneinheiten an der Hauptstraße (der Plan zeigt die Ansicht aus Nordosten) sollen durch den Ausbau des Dachgeschosses weitere drei Wohnungen entstehen.
von Redaktion ONETZProfil

Dies beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend. Zu den sechs Wohneinheiten im Erdgeschoss und ersten Stock kommen durch den Ausbau des Dachgeschosses drei weitere kleine Mietwohnungen mit insgesamt 123 Quadratmeter Wohnfläche hinzu. Die geschätzten Mehrkosten belaufen sich auf etwa 277 000 Euro.

Rückblickend erinnerte Bürgermeister Werner Roder daran, dass in der Dezember-Sitzung aufgrund förderrechtlicher Anforderungen einer ersten Tektur für das Gebäude zugestimmt wurde. Dabei ging es, um eine dorfgerechte Gestaltung zu gewährleisten, um ein höheres Dach sowie Giebel- und Dachflächenfenster. Gleichzeitig wurde der Ausbau des Dachgeschosses für Wohnzwecke zu einem späteren Zeitpunkt ins Auge gefasst. Die Baugenehmigung wurde bereits im Dezember erteilt und zudem ein Zuschuss im Zuge der Förderinitiative "Innen statt Außen" des Freistaats Bayern von 90 Prozent bewilligt.

Größe noch variabel

Für das Gemeindeoberhaupt ist der Bedarf an Mietwohnungen mit zeitgemäßer Ausstattung in Vorbach erkennbar vorhanden. Roder hielt es daher für folgerichtig, das höhere Dachgeschoss gleich für Wohnzwecke auszubauen. Dieser Ansicht schlossen sich bei einem Lokaltermin Baudirektor Georg Braunreuther sowie Stadtplaner und Architekt Markus Götz vom ALE Oberpfalz zusammen mit Architektin Martina Lenk an. In der Folge habe das Eschenbacher Architekturbüro flexibel und engagiert gearbeitet, erklärte der Rathauschef. Ergebnis sei, dass bei dem Dachgeschossausbau zwei Wohnungen mit 56 und 46 Quadratmeter Größe sowie ein etwa 21 Quadratmeter großes Appartement geschaffen und zugleich Synergien genutzt werden.

Architektin Martina Lenk erläuterte in der Sitzung Details der Planung. Nach ihren Worten bestehe noch die Möglichkeit, bei der Größe der Räumlichkeiten zu variieren. Zudem hob sie hervor, dass die Problematik des zweiten Rettungsweges gut gelöst werden konnte und in Abstimmung mit dem Kreisbrandrat die Genehmigungsfähigkeit gegeben sei.

"Gelegenheit nutzen"

Nach Schätzung des Architekturbüros belaufen sich die Kosten für den Dachgeschossausbau auf etwa 277 000 Euro. Bürgermeister Werner Roder geht grob geschätzt von 300 000 Euro aus. Offen ist noch, ob für die zusätzliche Maßnahme eine Förderung durch die einfache Dorferneuerung "Vorbach III" und/oder die Förderinitiative "Innen statt Außen" bewilligt wird. Bei einer erwarteten Förderung von 240 000 Euro, verbleibe für die Gemeinde ein Eigenanteil von 60 000 Euro, rechnete der Rathauschef vor: "Für mich ist klar: Wir sollten diese Gelegenheit nutzen." Die Gemeinderäte pflichteten ihm bei und stimmten dem Ausbau des Dachgeschosses uneingeschränkt zu.

Architektin Martina Lenk vom gleichnamigen Architekturbüro in Eschenbach erläutert dem Gemeinderat im Detail die Planungen zum Ausbau des Dachgeschosses im künftigen Mietwohngebäude der Gemeinde.
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