23.04.2020 - 09:59 Uhr
VorbachOberpfalz

Ausbau der Schloßstraße wird teurer

Ausgerechnet bei den letzten Beschlüssen des Vorbacher Gemeinderates in der zu Ende gehenden Wahlperiode herrscht "Zähneknirschen". Die Baukosten für die Schloßstraße verärgern das Gremium. Doch die Zeit drängt.

Der Ausbau der Schloßstraße ist das letzte größere Tiefbauprojekt der Gemeinde im Rahmen der einfachen Dorferneuerung Vorbach 3. Allerdings machen die allgemeinen Baukostensteigerungen auch nicht vor der Vorbacher Schloßstraße Halt.
von Robert DotzauerProfil

Der dorfgerechte Ausbau der Vorbacher Schloßstraße ist die letzte Großbaustelle im Rahmen der einfachen Dorferneuerung Vorbach 3. Straßen- und Kanalbau und der Wasserleitungsbau verschlingen noch einmal sechsstellige Euro-Beträge. Im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung an zwölf Firmen gingen beim Planungsbüro Zwick drei Angebote ein. Große Augen gab es beim Eröffnungstermin. Auch der günstigste Bieter lag noch um etwa 36 Prozent über den Kostenschätzungen des Ingenieurbüros.

Das deutlich über der Kostenschätzung liegende Angebot begründete das Büro Zwick mit der guten Auftragslage der Baufirmen und dadurch bedingt mit geringen freien Kapazitäten. Dennoch bewertete das Planungsbüro das Angebot des günstigsten Bieters, der Baufirma Hans Braun aus Weiden-Rothenstadt, „nicht als unangemessen hoch“ und warnte vor einer Neuausschreibung. „Die gute Auftragslage der Firmen wird zu keinem annehmbareren wirtschaftlichen Angebot führen“, mutmaßten die Planer.

Schließlich warnte Bürgermeister Werner Roder vor einer Gefährdung bereits zugesagter Dorferneuerungsmittel. „Die Bewilligung läuft 2020 aus.“ Fördervoraussetzung sei zudem die vollständige Herstellung des Projekts einschließlich Abrechnung im Jahr 2020. Roder empfahl deshalb eine Vergabe an die Firma Braun als sogenannten mindestnehmenden Bieter trotz erheblicher Mehrkosten. So blieb dem Gremium der „saure Apfel“ nicht erspart. Einstimmig vergab der Gemeinderat die Bauleistungen einschließlich dem Wasserleitungsbau, der haushaltsrechtlich in den Zuständigkeit des Wasserzweckverbandes Vorbacher Gruppe fällt, für brutto 174.198 Euro an das Weidener Bauunternehmen. Für den Straßenbau und die Entwässerungsmaßnahmen rechnet der Gemeinderat noch einmal mit hohen Fördermitteln aus der Dorferneuerung.

Erfreulichere Mitteilungen gab es zu den Grünordnungsmaßnahmen im Umfeld des Mietwohngebäudes der Gemeinde. Bürgermeister Roder berichtete von der nachträglichen Förderzusage durch das Amt für Ländliche Entwicklung. Eine Einbeziehung in das Grünordnungskonzert wünscht sich der Bürgermeister auch für die Hangbepflanzung im Bereich der noch abzubrechenden Felsenkeller im Bereich der Menzlaser Straße. Im Wunschpaket befinden sich zudem weitere derzeit eher unansehnliche Flächen. Auch für dieses Projekt hofft Roder auf eine Förderfähigkeit. „Gespräche mit dem Amt für Ländliche Entwicklung laufen“, erklärte der Bürgermeister. Als Gesamtkosten nannte der Gemeindechef zirka 15.500 Euro. Unter der Voraussetzung von Förderzusagen oder zumindest von Bestätigungen über die Förderunschädlichkeit der Maßnahmen billigte das Gremium die Grünordnungsvorschläge einstimmig und ermächtigte den Bürgermeister zur Vergabe.

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