29.06.2021 - 10:33 Uhr
VorbachOberpfalz

Bürgerinitiative gegen Sendemasten in Vorbach

Im Gemeinderat Vorbach wird das Thema bereits seit einiger Zeit diskutiert - Standorte für Sendemasten auf Gemeindegebiet. Eine Bürgerinitiative ist nun der Meinung, dass es das gar nicht braucht.

Ein Mobilfunkmast an der Autobahn
von Externer BeitragProfil

Die Bürgerinitiative gegen Sendemasten wurde aus dem Tiefschlaf gerissen: Im Frühsommer diesen Jahres wurde wie vor fast 20 Jahren zwei neue Mobilfunksendeanlagen angekündigt – dieses Mal in Oberbibrach und Vorbach. Das ruft die Mitglieder von damals auf dem Plan.

Sofort mobilisierte sich die Anfang 2001 gegründete Bürgerinitiative (BI) und bemüht sich seither um konkrete Informationen. Bei Bürgermeister Alexander Goller als auch in zwei Gemeinderatssitzungen konnten jedoch nur unzureichende Informationen eingeholt werden, bemängelt die BI in einer Pressemitteilung.

Durch eigene Recherchen will die BI herausgefunden haben, dass lediglich die T-Mobile-Sendeleistung in Oberbibrach nicht zufriedenstellend sei. Eine ergänzende örtliche Abdeckung mit der öffentlich geförderten BayerWlan-Initiative könnte eine Verbesserung der „grauen Flecken“ bringen, was dem Gemeinderat vorgeschlagen und bereits vielfach in der Umgebung errichtet wurde.

Laut der BI sollen auch Bürger in umliegenden Orten mit 5G versorgt werden. Einen zusätzliche Mobilfunksender für 5G, der in Oberbibrach geplant ist, lehnen die BI-Mitglieder daher ab. Die aus Teilen des Gemeinderates als notwendig erachtete Mobilfunk-Ergänzung für Rettungsdienste und Feuerwehr sei nicht erforderlich, heißt es in der Mitteilung der Initiative. Weiter verweisen sie auf das Beteiligungsrecht bzw. -pflicht der Kommunen, womit gegen eine weitere Sendeanlage vorgegangen werden könne.

Nach Vorlage angeforderter Unterlagen werden die Mitglieder der BI weitere Maßnahmen besprechen, "nicht notwendige Strahlenbelastung von der Bevölkerung aus Gesundheitsvorsorge-Gründen fernzuhalten." Aus Sicht der BI-Mitglieder sind sowohl die Bürger in Oberbibrach als auch in Vorbach mit schnellem Internet durch den Glasfaserausbau gut versorgt. Die bereits jetzt schon vorhandene digitale Breitband-Infrastruktur biete demnach eine zuverlässige Homeoffice- und Homeschooling-Grundlage.

Mehr Klarheit soll der in Aussicht gestellte öffentliche Informationsabend mit möglichst allen Beteiligten und einem Strahlenmessbüro im Juli in die Angelegenheit bringen. Zumindest erwartet dies die BI, bevor die bis 40 Meter hohe Hochfrequenz-Sendeanlage evtl. in einer Nacht- und Nebelaktion errichtet wird. Es stehen insgesamt bis zu vier Standorte zur Diskussion. Zum Teil sehr nah an der Bebauung, meint die BI. Bei den Standorten in Vorbach hätten sich laut der Bürgerinitiative bereits drei Grundstücksbesitzer dagegen ausgesprochen. Zu dem weiteren Standort im Staatsforst gebe es noch keine Angaben.

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