10.06.2019 - 08:22 Uhr
VorbachOberpfalz

Dorferneuerung ein Segen für Vorbach

Auch das gibt es in Zeiten des Baubooms. Bei der Auftragsvergabe für die Oberbauverstärkung des "Höflaser Wegs" liegt die Angebotssumme des günstigsten Bieters 44 Prozent unter der Kostenberechnung des Planers.

Auf der Baustelle für das Wohnungsbau-Projekt der Gemeinde geht es planmäßig voran. Davon überzeugen sich Bürgermeister Werner Roder und die Gemeinderäte bei einem Ortstermin im Gemeindezentrum.
von Robert DotzauerProfil

Als sogenanntes Unterangebot wollten Bürgermeister und Gemeinderäte die Angebotssumme von 261.000 Euro brutto der Firma STL-Bau Weidenberg dennoch nicht betrachten. „Es fand ein Wettbewerb mit fünf Bietern statt“, teilte Bürgermeister Werner Roder mit. Zweitniedrigster Bieter sei die Firma Markgraf mit zirka 275.000 Euro gewesen, so der Bürgermeister, der deshalb dem Gremium empfahl, den Zuschlag an die Firma STL in Weidenberg für genau 260.822 Euro zu erteilen.

Die Sanierung des Höflaser Wegs gehört zum gemeindeübergreifenden Konzept des Radwegelückenschlusses zwischen der Oberpfalz und Oberfranken. Auch außerhalb eines formellen Flurneuordnungsverfahrens kann Vorbach mit einer Förderung aus Dorferneuerungsmitteln rechnen. Der Vergabebeschluss fiel einstimmig.

Dorferneuerungsmittel, wenn auch im Rahmen eines offiziellen Dorferneuerungsprogrammes, fließen in weitere Gemeindeprojekte. Im Rahmen der Ortsstraßen-Sanierung Höflas wird das Dorf auch heller leuchten. Der Gemeinderat akzeptierte ein Angebot des Bayernwerks, in der Ortschaft eine DIN-gerechte Straßenbeleuchtung mit insgesamt 12 LED-Leuchten zu installieren. Dabei handelt es sich um Leuchten des Typs Siteco mit 6 und 8 Metern Mast-Länge. Den Angebotspreis in Höhe von 33.168 Euro nannte Experte Konrad Schweiger ein Schnäppchen.

Weit fortgeschritten sind auch Überlegungen, im Straßengrund vorsorglich zusätzliche Leerrohre für spätere Glasfaserleitungen mit zu verlegen. Das Gremium möchte mit diesen vorausschauenden Maßnahmen künftige Kabelarbeiten für die Breitbandversorgung im Straßengrund vermeiden. Die Breitband-Rohre sollen bis in die Grundstücke verlegt werden. Für die Nachtragsverhandlungen mit der Baufirma bekam der Bürgermeister vom Gremium grünes Licht.

Immer im Blick hat die Gemeinde die Fördermöglichkeiten aus dem Dorferneuerungsprogramm. Auch für eine Nachrüstung für den Dorfladen kann Vorbach auf staatliche Fördermittel hoffen. Notwendig ist nach Darstellung des Bürgermeisters eine Verbesserung des Raumklimas. Die zusätzliche Aufrüstung der Klimatechnik bezifferte Werner Roder auf 10.800 Euro. Im Rahmen der sogenannten Verhandlungsvergabe erteilte der Gemeindechef mit einer „dringlichen Anordnung“ den Auftrag an die Firma Hans Zettner in Bayreuth. Der Freistaat unterstützt das Investment mit 75 Prozent.

Aufbruchsstimmung herrschte danach im doppelten Sinn. Bürgermeister und Rat besichtigten die Baustelle für das kommunale Wohnungsbauprojekt und zeigten sich zufrieden mit dem guten Start der Bauarbeiten. Derzeit arbeitet die Firma Greger aus Pullenreuth an der Herstellung des Kellergeschosses.

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