25.01.2019 - 16:33 Uhr
VorbachOberpfalz

Drei Aufträge, ein Löschfahrzeug

Das Votum fällt einstimmig: Der Gemeinderat gibt "grünes Licht" für den Kauf eines Löschgruppenfahrzeugs vom Typ LF 20 für die Vorbacher Wehr. Der Beschluss beinhaltet Vergabe und Auftragserteilung - und das gleich mehrfach.

von Redaktion ONETZProfil

Zur Beratung dieses Tagesordnungspunkts mit abschließender Entscheidung gab Bürgermeister Werner Roder am Donnerstagabend in der Sitzung des Gemeinderats einen chronologischen Rückblick. Nach dem Grundsatzbeschluss für die Ersatzbeschaffung für das bisherige LF 8/6 im April 2018 wurde über das Landratsamt bei der Regierung der Oberpfalz der Förderantrag eingereicht. In der Folge wurden das Ingenieurbüro Diem und die Beratungsagentur für Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen in Lappersdorf mit Beratungsleistungen im Zuge des EU-weiten Vergabeverfahrens beauftragt, erinnerte Roder.

Die Regierung der Oberpfalz habe die Förderunschädlichkeit des vorzeitigen Maßnahmebeginns bestätigt, jedoch darauf verwiesen, dass eine ordnungsgemäße Unterbringung entsprechend den Unfallverhütungsvorschriften im Gerätehaus gewährleistet werden müsse, betonte der Bürgermeister. Dies bezog sich im wesentlichen auf Maßnahmen zur Absaugung von Dieselemissionen. Mittelfristig bedeute dies nach den Worten Roders den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses mit geschätzten Kosten in Höhe von etwa 400 000 Euro.

Das EU-weite Vergabeverfahren wurde in drei Lose unterteilt: Fahrgestell, feuerwehrtechnischer Aufbau und feuerwehrtechnische Beladung. Dann informierte der Rathauschef über Details der Angebotseröffnung sowie die -wertung. Für das Los "Fahrgestell" entfiel der Vergabevorschlag auf die Firma MAN Truck & Bus Deutschland GmbH in Nürnberg mit einem Angebotspreis von 75 500 Euro netto.

Zuschuss von 105 000 Euro

Beim Los "feuerwehrtechnischer Aufbau" mit einem Angebotspreis von 187 590 Euro netto wurde die Auftragsvergabe an die Firma Magirus GmbH in Ulm vorgeschlagen. Beim dritten Los "feuerwehrtechnische Beladung" lag die Firma Ludwig Feuerschutz GmbH in Bindlach mit einem Angebotspreis von etwa 67 000 Euro vorne.

Demnach belaufen sich die Gesamtkosten der Ersatzbeschaffungsmaßnahme auf knapp 400 000 Euro. Darin enthalten ist ein Beraterhonorar für das Ingenieurbüro Diem in Höhe von knapp 7000 Euro. Gewährt wird ein Förderfestbetrag von 105 000 Euro. Der finanzielle Aufwand der Kommune beträgt demnach 290 000 Euro. Dabei ist berücksichtigt, dass sich die Vorbacher Feuerwehr mit 5000 Euro an den Kosten beteiligt.

Frist abwarten

In diesem Zusammenhang erinnerte Gemeinderat Sebastian Pittner (Freie Wähler) in seiner Eigenschaft als Kassier der Wehr daran, dass die Vorbacher Brandschützer in den vergangenen fünf Jahren rund 25 000 Euro zu Beschaffungen beigesteuert haben. Er kündigte an, dass der Verein sich auch bei einem eventuellen Neubau des Feuerwehrgerätehauses finanziell beteiligen werde.

Die Gemeinderäte hatten gegen die Vergabevorschläge keine Einwände. Wie Bürgermeister Werner Roder noch erläuterte, habe ein nichtberücksichtigter Bieter - der Name wurde aus Vertraulichkeitsgründen nicht genannt - die Möglichkeit, innerhalb von 15 Tagen eine Vergabebeschwerde einzulegen. Nach Ablauf dieser Frist könne eine Auftragserteilung erfolgen. "Was lange währt, ist endlich gut", wertete Gemeinderat Konrad Schweiger die Entscheidung des Gremiums und betonte die positive Wirkung nach außen.

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