16.03.2020 - 15:28 Uhr
VorbachOberpfalz

Fünf Neue im Gemeinderat

Alles neu macht der Mai. Über diese Redewendung darf ab sofort in Vorbach sinniert werden. Die Wähler schicken mit ihren Stimmzetteln neues Blut in den Gemeinderat. Auffallend ist die Frauenpower der CSU.

Fünf Neue gehören ab Mai dem Vorbacher Gemeinderat an: (von rechts) Martin Kräml (FWG, Oberbibrach), Christian Friedrich (FWG, Vorbach), Anneliese Weber (CSU, Oberbibrach), Alexander Thurn (FWG, Oberbibrach) und Dominik Eckert (FWG, Oberbibrach).
von Robert DotzauerProfil

Klar ist: Es werden im Gemeinderat viele erfahrene Kommunalpolitiker in der neuen Wahlpleriode fehlen. Nach dem Rückzug von Gerd Retzer, Heiner Schatz, Konrad Schweiger und Angelika Thurn stellen sich vor allem die Freien Wähler neu auf.

Wie bisher kommen aus den Reihen der Freien Wähler und der CSU jeweils sechs Ratsmitglieder. Erwartungsgemäß schlug die Waage nach dem Wahlsieg von CSU-Bürgermeisterkandidat Alexander Goller auch bei den Stimmen zum Gemeinderat in Richtung der Christsozialen aus.

Doch die Stimmenverteilung von 8466 (53,7 Prozent) für die CSU zu 7289 (46,3 Prozent) für die FWG reichte für die Schwarzen nicht zu einem weiteren Mandat. Vor 6 Jahren landete die CSU noch bei 48,8 Prozent. So bleibt es auch in der neuen Wahlperiode 2020 bis 2026 beim Patt zwischen den beiden Parteien. Für den künftigen Bürgermeister ist das kein Weltuntergang. „Das Wohl der Gemeinde erfordert Geschlossenheit“, sagte Alexander Goller noch am Wahlabend.

Nach dem Verzicht von gleich vier Mandatsträgern kommt es vor allem bei der FWG im Sitzungssaal des Gemeindezentrums zu einem großen Stühlerücken. Neben den etablierten Ratsherren Manfred Plößner (737 Stimmen) und Oberstudienrat Sebastian Pittner (692) schaffte Mittelschullehrer Dominik Eckert als Schlusslicht auf der FW-Liste mit starken 539 Stimmen den Sprung in den Gemeinderat.

Die Mannschaft der Freien Wähler vervollständigen Oberstudienrat Alexander Thurn (502 Stimmen), Verwaltungswirt Christian Friedrich (406) und Diplom-Ingenieur Martin Kräml (400). Erste Nachrückerin ist mit 391 Stimmen Förderlehrerin Evelyn Schmid.

Vor allem Stimmenkönig Alexander Goller (1028) hat die CSU ihr Abschneiden zu verdanken. Doch für ein weiteres Mandat zu Lasten der Freien Wähler reichte es nicht. Offenbar zufrieden zeigte sich die Wählerschaft mit den Leistungen der CSU-Gemeinderäte. Alle bisherigen Ratsmitglieder wurden wiedergewählt. Den Gemeinderatssitz für den künftigen Bürgermeister besetzt als "Newcomerin" Diplom-Rechtspflegerin Annelies Weber (403 Stimmen).

Viel Zustimmung fanden auf der CSU-Liste Bauunternehmer Stephan Meier (805 Stimmen), Fachangestellte Irmgard Bauer (678), Programmierer Martin Wiesend (661), Bürokauffrau Marga Kreutzer (615) und Sparkassen-Fachwirt Tobias Lautner (444). Erster Nachrücker ist Landwirtschaftsmeister Hermann Nickl (378 Stimmen). Es fällt auf, dass künftig die Hälfte der CSU-Sitze in Frauenhand ist.

Von 822 Stimmberechtigten nutzten in der Gemeinde Vorbach 705 ihr Wahlrecht. Das entspricht einer sensationellen Wahlbeteiligung von 86 Prozent. Deutliche Mandatsverschiebungen gab es zwischen den Ortsteilen. Während Höflas nach circa 100 Jahren wieder einen Bürgermeister stellt, kommen 8 Gemeinderate aus Oberbibrach und 4 aus Vorbach.

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