29.12.2019 - 10:38 Uhr
VorbachOberpfalz

„Gut angelegtes Geld“

50 Cent pro Einwohner und Jahr: Der Antrag der Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand" auf Weiterführung der kommunalen Förderung bis 2022 findet im Gemeinderat Zustimmung.

von Redaktion ONETZProfil

Der Förderbetrag für weitere drei Jahre summiert sich für die Kommune auf insgesamt rund 1500 Euro.

Zum Antrag der Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand" (GeHiH) gab Gerhard Retzer (FW) in der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderats in seiner Eigenschaft als kommunaler Seniorenbeauftragter einen kurzen Bericht über die Arbeit der Einrichtung. Nach seinen Worten werde diese auch in der Gemeinde Vorbach in Anspruch genommen, und es sei eine „sehr gute Einrichtung“, unterstrich er.

Auf die finanzielle Situation eingehend gab Retzer zu verstehen, dass die vom Bayerischen Sozialministerium bewilligten Fördermittel noch nicht vollständig abgerufen worden seien. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Zahl von derzeit etwa 400 Mitgliedern weiter steigen werde und die Gemeinschaft sich aus eigener Kraft finanzieren könne. Für Bürgermeister Werner Roder ist GeHiH „eine segensreiche Einrichtung in unserer Region“ und die kommunale Förderung „gut angelegtes Geld“.

Aus finanzieller Sicht hatte das Gemeindeoberhaupt nach der Auflösung des Sankt-Michaels-Vereins in Schlammersdorf Ende 2017 Positives zu berichten. Zwischenzeitlich sei die Liquidation der Vereins, einst Träger der Kindertagesstätte in Schlammersdorf, im Wesentlichen abgeschlossen, teilte Roder mit.

Laut Vereinssatzung und einer Vereinbarung mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Niederbayern-Oberpfalz als Nachfolgeträger fließt das verbleibende Vereinsvermögen zu gleichen Teilen an die Gemeinden Vorbach und Schlammersdorf. Das Vermögen des Vereins betrug etwa 146 000 Euro, so dass der hälftige Anteil von Vorbach bei etwa 73 000 Euro liegt.

Eine Formsache war der Beschluss des Gremiums zur Bestellung des Gemeindewahlleiters. Als solcher fungiert Ehrenbürger Adolf Maier, als sein Stellvertreter Willibald Hofmann, Träger der Bürgermedaille. Bei im Vorfeld geführten Gesprächen erklärten sich beide bereit, diese Aufgabe bei der Kommunalwahl am Sonntag, 15. März 2020, wahrzunehmen.

Die Jahresabschlusssitzung nahm Bürgermeister Werner Roder zum Anlass für eine kurze Zusammenfassung über den Stand der Dorferneuerungsmaßnahmen in Höflas. Demnach stehen die Asphaltierungsarbeiten vor dem Abschluss. Daran anschließend gelte es, die Grundstückseinfahrten anzugleichen, damit alle Anwesen wieder mit Fahrzeugen vernünftig angefahren werden können, sagte das Gemeindeoberhaupt. Der Entwässerungsgraben müsse noch nachprofiliert werden. Die Restarbeiten, auch die Gestaltung des Platzes neben der Kapelle und des behindertengerechten Zugangs zum Kapellenstüberl, werden im nächsten Jahr erfolgen.

Roder dankte den Dorfbewohnern dafür, dass sie Verständnis hinsichtlich Schmutz, Lärm und manch anderem Ärger aufgebracht haben. Das Ergebnis - neue Wasserleitung, neuer Regenwasserkanal, Erdverkabelung der Stromleitungen, DSL-Leerrohre zu jedem Anwesen und eine komplett neue Ortsstraße - sollte eine Entschädigung für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit sei, meinte er. Dies alles gebe es ohne finanzielle Belastung der Bürger, da die Kommune die gute Fördermöglichkeit in Anspruch genommen habe. Nach Überzeugung des Bürgermeisters sind in den nächsten 35 Jahren in Höflas größere Infrastrukturmaßnahmen und somit Belästigungen wohl nicht zu erwarten.

Mit dem Dank an das Gemeinderatsgremium für die Zusammenarbeit und das stets gute Einvernehmen im zu Ende gehenden Jahr schloss Werner Roder den öffentlichen Teil der Sitzung. Ergänzend hob er hervor, "einiges wurde fertig gestellt, manches vorangebracht und einige Projekte auch für die Zukunft angestoßen". Für ihn "war und ist 2019 ein gutes Jahr für die Kommune".

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