10.08.2020 - 10:44 Uhr
VorbachOberpfalz

Kostenlose Windelsäcke für Vorbacher Familien

Ab sofort gibt es in der Gemeinde Vorbach gebührenfreie Windelsäcke. Die Entscheidung des Gemeinderates bedeutet für Familien mit neugeborenen Kindern eine kleine finanzielle Entlastung.

Eine weggeworfene volle Babywindel liegt auf einem Parkplatz.
von Robert DotzauerProfil

Es geht um eine familienfreundliche Gemeinde Vorbach. Dazu gehört nach Darstellung von Bürgermeister Alexander Goller besonders die Kinderförderung. Schon jetzt zahlt die Kommune bei einer Neugeburt an die Eltern 100 Euro Begrüßungsgeld. Ergänzend sollen die jungen Familien nun mit der Kostenübernahme für Windelsäcke wenigstens ein bisschen entlastet werden.

Dort, wo viele Windeln anfallen und die Restmülltonne schnell überquillt, stößt der Vorschlag auf offene Ohren, wusste der Bürgermeister aus Gesprächen mit jungen Eltern. Einen Babyboom wird diese Maßnahme nicht auslösen, darin sind sich die Gemeinderäte einig. Doch ein Signal der Familienfreundlichkeit ist es allemal, betonte der Bürgermeister. Sebastian Pinzer erinnerte an eine gleichlautende Empfehlung schon vor drei Jahren.

Der Vorbacher Gemeinderat sprach auch über den Hochwasserschutz in Oberbibrach:

Vorbach

Als gute Idee sahen auch Manfred Plößner und Christian Friedrich die Überlegung an. Bei Kosten von 4,25 Euro je Müllsack sei die Belastung der Gemeinde überschaubar, hieß es außerdem. Mit der Windelfrage konfrontiert sind im Durchschnitt circa zehn Familien, merkte Dominik Eckert an. Einstimmig einigte sich das Gremium daher auf maximal zwölf Abfallsäcke je Kleinkind bis zum vollendeten ersten Lebensjahr. Einverständnis herrschte auch mit einigen Bauanträgen. Das Gremium erteilte für einen Wohnhausneubau in Oberbibrach das gemeindliche Einvernehmen und befürwortete zudem den Antrag der Firma Novem für den Umbau einer Lagerhalle in eine Produktionsstätte mit Bühne und Reinraum. Manfred Plößner regte an, dass die Firma künftig Details von Umnutzungen erläutern sollte.

Im Informationsteil unterrichtete der Bürgermeister das Gremium über die Vertragsunterzeichnung für Ferienfreizeiten mit Learning Campus. Ab sofort gewährt die Gemeinde einen Zuschuss von 65 Euro pro Kind und Woche für Projekte dieser Art. Voraussetzung sei die Einreichung einer Teilnahmebestätigung bei der Verwaltungsgemeinschaft. Der Bürgermeister verwies ferner auf die Wiederöffnung der Schulsportanlage. Zur Frage der Öffnungszeiten plädierten einige Ratsmitglieder für eine vollständige Freigabe auch zur Nachtzeit. Um die Gefahr von Sachbeschädigungen zu minimieren, empfahl Martin Kräml Bewegungsmelder.

Einverstanden war das Gremium mit dem Vorschlag des Gemeindechefs, als Termin von Gemeinderatssitzungen jeden zweiten Dienstag im Monat festzulegen. Diese Terminierung eröffne die Möglichkeit, Themen aus der Sitzung zeitnah im Mitteilungsblatt der Gemeinde zu verkünden. Gute Nachrichten gibt es für Kinder der Grundschule Oberbibrach und deren Eltern. Als Schulverbandsvorsitzender informierte Alexander Goller über einen Beschluss des Gremiums, Schulbücher doppelt zu bestellen. Der Kauf ermögliche die Fachbüchernutzung in der Schule und Zuhause und vermeide schwere Schulranzen- und Taschen.

Unter dem Motto „Nieder mit der Langeweile“ gibt es im „Corona-Sommer“ erstmals ein Verwaltungsgemeinschafts-übergreifendes Ferienprogramm, das deutlich mehr Aktionen bietet, wie in vergangenen Zeiten. Jugendbeauftragter Dominik Eckert verwies auf ein spannendes und lustiges Programm und dankte besonders für die große Unterstützung der Vereine. Als Höhepunkt nannte Eckert das dreitägige Event „Dahamsam“ für Kinder und Familien ab Donnerstag, 13. August, bis Samstag, 15. August.

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