Neue Namen und Gesichter stehen auf der Liste der CSU in Vorbach. Drei CSU-Gemeinderäte treten aus persönlichen Gründen nicht mehr bei der Kommunalwahl an. "Die 12 Kandidaten – 3 Frauen und 9 Männer – sind im Durchschnitt 40 Jahre alt. Zudem gibt es drei Ersatzkandidaten", sagt Ortsvorsitzende und Zweite Bürgermeisterin Irmi Bauer (Listenplatz 2). "Gottseidank ist das Interesse an der Kommunalpolitik im Ort nach wie vor groß", betont Bauer.
Entsprechend umfangreich sind die Themen, die sich die Vorbacher CSU vorgenommen hat. "Ein Schwerpunkt ist der Anbau der Schule. Die Wasserversorgung soll in Gemeindehand bleiben und auch die erneuerbaren Energien sind uns wichtig", fasst Irmi Bauer zusammen. Inspiriert von Oberbibrach plane die CSU auch für die Gemeinde Vorbach ein Wärmenetz, das von einem Hackschnitzelheizwerk betrieben werden soll.
Alexander Goller kandidiert erneut
Auf Platz 1 der CSU-Liste steht Vorbachs Bürgermeister Alexander Goller, der nach sechs Jahren im Amt erneut kandidiert. Er möchte "begonnene Projekte weiterführen und größere Maßnahmen abrunden", teilt er Oberpfalz-Medien mit. Dazu zählt Goller den Bau eines Radwegs zwischen Oberbibrach und Schlammersdorf, den Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Oberbibrach und den Anbau des Schulhauses in Oberbibrach. Wichtig sei ihm zudem, den Dorfladen zu erhalten.
Auf Gollers Agenda steht unter anderem auch die Schaffung von Bauland. Neue Baugebiete sind laut Goller in der Neustädter Straße, im Weinberg und in den Dornäckern in Vorbach geplant. "Durch eine Hitzeanpassungsstrategie und ein Katastrophenschutzkonzept wird die Gemeinde auch in schwierigen Zeiten in der Lage sein, insbesondere unseren älteren Bürgerinnen und Bürgern Schutz und Lebensqualität zu bieten", so der Bürgermeister. Die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen sollen in enger Kooperation mit dem Landkreis umgesetzt werden. „Mit der gezielten Förderung junger Familien und dem Zuzug von Neubürgern tragen diese Maßnahmen maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität in unserer Gemeinde bei“, betont Goller.
Florian Plößner geht für FWG ins Rennen
Sein Gegenkandidat ist Florian Plößner, der für die Freie-Wähler-Gemeinschaft Vorbach-Oberbibrach-Höflas "hauptsächlich aus dem tiefen Wunsch heraus, den Menschen in der Gemeinde helfen zu wollen" bei der Kommunalwahl antritt. Er wolle Verbesserungen für die Bürger in Vorbach, Oberbibrach und Höflas bewirken. "Es geht darum, gewisse Themen stringenter anzugehen und durchzuziehen", betont er. Neben dem großen Thema Hochwasserschutz am Biberbach möchte er sich vor allem dem bestehenden Dorfladen widmen. "Das Thema muss anders laufen. Im Haushalt 2025 steht bei diesem Posten ein sechsstelliges Minus", sagt Florian Plößner. Seiner Meinung nach fehlt das "gemeinschaftliche Konzept" für den Laden, dessen Betrieb "fehlerhaft geplant" sei. Als Wirtschaftsfachwirt bringe er das notwendige Fachwissen mit, um gegensteuern zu können.
Der 29-jährige Plößner steht auf Platz 1 der FWG-Liste mit insgesamt 12 Kandidaten. Diese ist aus Sicht des FWG-Vorsitzenden Sebastian Pittner ausgewogen. Zudem gibt es zwei Ersatzkandidaten. Vertreten seien alle Altersgruppen und verschiedene Berufszweige. Sie kommen in gleicher Anzahl aus Vorbach und Oberbibrach. "Zudem haben fünf von ihnen nicht ihre Kindheit in der Gemeinde Vorbach verbracht und bringen dadurch zusätzliche Perspektiven und Erfahrungen für kommunale Fragestellungen ein", betont Pittner.
Bei allen Projekten und Themen der kommenden Wahlperiode sei den Freien Wählern eine "transparente, finanzierbare Politik mit Weitblick" wichtig, teilt Vorsitzender Pittner mit. Die FWG setze sich dafür ein, bezahlbaren Wohnraum in der Gemeinde zu schaffen – "etwa durch ein kommunales Mietwohngebäude in Oberbibrach, wie es in Vorbach bereits erfolgreich umgesetzt wurde" – und für die Ausweisung neuer Baugebiete. Darüber hinaus will die FWG die Vereine als Herzstück der Dorfgemeinschaft weiterhin tatkräftig unterstützen. Damit jüngere und ältere Menschen auch ohne eigenes Auto mobil sein können, möchte sich die Wählergemeinschaft für die Optimierung der Baxi-Routen und einen Anschluss an einen der umliegenden Bahnhöfe einsetzen.
Den Freien Wählern ist außerdem besonders wichtig, den Grundschulstandort in Oberbibrach langfristig zu sichern. Dazu soll ein zusätzliches Gebäude für die OGTS und die „Hängematte“, eine Einrichtung zur Ganztagsbetreuung von Schulkindern, angebaut werden. Ebenso habe die Sicherung des Kindergartenbetriebs Priorität, um jungen Familien in der Gemeinde eine stabile und attraktive Betreuungssituation zu bieten.




























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