18.02.2020 - 15:04 Uhr
VorbachOberpfalz

Neues Fahrzeug, neues Gerätehaus

Sicherung des Schulstandorts, zeitgemäße Medienausstattung, Loblied auf die "Hängematte": Das Bildungswesen in der Gemeinde ist den Bürgern heilig. Das Thema steht deshalb auch im Wahlprogramm der Freien Wähler ganz oben.

Von einer Vorbildgemeinde spricht beim Bürgertreff der Freien Wähler im Dorfwirt Bürgermeisterkandidat Manfred Plößner (links). "Gestalten statt Verwalten", heißt auch die Devise beim Zukunftsprogramm.
von Robert DotzauerProfil

Nach einem Rückblick des amtierenden „Regierungschefs“ Werner Roder zeigte sich Manfred Plößner beim gut besuchten Bürgertreff der Freien Wähler (FW) im Dorfwirt vorsichtig optimistisch, gemeinsam mit einer kompetenten Mannschaft und mit Unterstützung der Wähler dessen überragende Gemeindepolitik fortsetzen zu können. Der Bürgermeisterkandidat und Fraktionssprecher konzentrierte sich in Anwesenheit von Ehrenbürger Adolf Meier auf die Entwicklungsphasen der Freien Wählergemeinschaft, um danach einige Schwerpunkte künftiger kommunaler Projekte aufzugreifen.

Plößner ging dabei unter anderem auf das Dorferneuerungsverfahren mit einhergehendem Hochwasserschutz in Oberbibrach ein, erläuterte die Gründung einer Teilnehmergemeinschaft zur Wahrung der Bürgerinteressen, plädierte für ein weiteres kommunales Mietwohnhaus in Oberbibrach und hob die Notwendigkeit der Bekämpfung von Leerstand in den Ortskernen hervor: „Nur Baugebiete erschließen und gleichzeitig indirekt Leerstände in der Ortschaften zu fördern, macht keinen Sinn.“

Eine sinnvolle Entscheidung nannte Plößner den Kauf eines neuen Feuerwehr-Löschfahrzeuges vom Typ LF 20 für die Vorbacher Wehr. Schlussfolgerung sei der Neubau eines Gerätehauses. Ein Zeitdruck für die Planung sollte deshalb allerdings nicht aufgebaut werden. Die Oberbibracher Wehr wird es freuen, dass sich der Bürgermeisterkandidat auch für sie für die Neubeschaffung eines Löschfahrzeuges aussprach.

Genugtuung herrschte mit Blick auf die gute Jugendarbeit der beiden Wehren: „Der Feuerwehrnachwuchs ist gesichert. Da kann man nur gratulieren“, erklärte Plößner. Beim Stichwort „umwelt- und bienenfreundliche Gemeinde“ sprach er sich für geeignete Anpflanzungen auf gemeindeeigenen Flächen aus, plädierte für den nachhaltigen Umbau des Gemeindewaldes und versicherte den Jagdgenossenschaften eine gute Zusammenarbeit.

Wasser ist das wichtigste Lebensmittel. Unter diesem Gesichtspunkt nahm der FW-Kandidat zum Nitrat-Monitoring für den Tiefbrunnen II der Gemeinde Stellung. Er berichtete von komplizierten Sanierungsarbeiten und stellte zusammenfassend als wichtigstes Ergebnis des Hauptpumpversuches im August 2019 fest: „Die Nitratwerte von bis zu 20 Milligramm je Liter liegen nun deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert der Trinkwasserverordnung.“ Äußerst positiv sei auch eine ausreichende Wasserschüttung der Tiefbrunnen: „Die Wasserversorgung der Gemeinde ist deshalb gesichert.“

Das ländliche Kernwegenetz ist Plößner ebenfalls ein besonderes Anliegen. Er verwies dabei auf die Vorreiterrolle der Gemeinde. Die Vorschläge von Bürgermeister Werner Roder seien von allen Seiten positiv aufgenommen und im ILEK-Programm der zehn Gemeinden im westlichen Landkreis verankert worden. Ziel sei es, für eine zeitgemäße Landwirtschaft ein bedarfsgerechtes Hauptwirtschaftswegenetz mit gemeindeübergreifenden Verbindungen zu schaffen. Wichtig sei, dass sich die Breite der Wege an den Größen land- und forstwirtschaftlicher Landmaschinen orientiere, merkte der Freie Wähler an.

Ein Grußwort sprach Karl Lorenz aus Eschenbach. Der FW-Kreisrat gratulierte einem starken Bürgermeister Werner Roder und einer Vorbildgemeinde auf Landkreisebene und empfahl die Wahl von Manfred Plößner zum Bürgermeister. Der Kandidat habe schon als Fraktionsführer der Freien Wähler im Kreistag Führungsqualität und Durchsetzungsvermögen bewiesen. Die Werbetrommel rührte Lorenz zudem für die FW-Kreistagskandidaten.

Im Blickpunkt:

Kleiner, aber feiner Schulstandort

Stolz ist Bürgermeisterkandidat Manfred Plößner auf eine „prima Liste“, die motiviere. Eine Auswahl von FW-Gemeinderatskandidaten stellte sich anschließend dem Wahlvolk vor. Zwar sah sich Stefan Kynast als „Zugereister“. Doch nach zehn Jahren "Vorbacher Luft" fand er sich vor allem im Bereich des Sports als "Integrierter" wieder. Der Betriebswirt lobte die Lebensqualität und Wohlfühlgemeinschaft im Dorf und versprach, wie schon bisher die Vereine mit seinem ehrenamtlichen Engagement zu fördern.

Auch Sandra Pittner sah ihre Heimat als einen Ruhepol. „Das Landleben ist einfach schöner“, merkte die Marketing-Managerin an. Als Mutter zweier Kinder ist ihr besonders der kleine, aber feine Schulstandort Oberbibrach wichtig. Viel Anerkennung erhielt auch die „Hängematte“: Der Verein nehme berufstätigen Eltern viel Last ab, erklärte Pittner. Spielplätze attraktiver gestalten, die Gesundheitssparte des FC Vorbach und das wertvolle Angebot des Kulturvereins fördern, eine naturfreundliche Gemeinde und einen tollen Bürgermeisterkandidaten Manfred Plößner unterstützen, gehörten zu den weiteren Wünschen und Zielen von der FW-Kandidatin.

Alexander Thurn liegt besonders ausreichender Wohnraum in der Gemeinde am Herzen. Der Berufsschullehrer begrüßte deshalb den Bau des kommunalen Wohngebäudes und warb für weitere Mietwohnungen auch in Oberbibrach. Bei der Unterstützung der Vereinswelt als Fundamente des Heimatbewusstseins sah er ebenso weiteren Spielraum wie beim neuen Verein „Selwa gmacht“. Hier könnten auch mit Mitteln der Dorferneuerung Akzente gesetzt werden. Zudem empfahl Thurn: „Immer sachlich bleiben und auf humaner Ebene kommunizieren“.

Der Verwaltungsfachmann Christian Friedrich legt ebenfalls großen Wert auf eine zukunftsfähige Grundschule und auf die Förderung der Kinderbetreuung durch die „Hängematte“. Die Kinder auch in der Freizeit begleiten, gehörte zu den weiteren Vorschlägen.

In den Kurzvorstellungen weiterer Gemeinderatskandidaten war mit Blick auf den Schulstandort Oberbibrach immer wieder vom Grundsatz „Kleine Füße, kurze Wege“ die Rede. Für ein Kinderferienprogramm ohne professionelle Hilfe sprach sich abschließend Bürgermeisterkandidat Manfred Plößner aus. Mit den Vereinen als Programmgestalter könne sich schon frühzeitig ein Beziehungsgeflecht zwischen den Mädchen und Buben sowie den Vereinen anbahnen.

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