29.11.2019 - 10:14 Uhr
VorbachOberpfalz

Sauberes Trinkwasser geht ins Geld

Knapp 1,2 Millionen Euro beträgt das Haushaltsvolumen. Das ist viel Geld für einen kleinen Wasserzweckverband. Es wird aber auch im Verbandsgebiet Vorbach/Schlammersdorf viel investiert, wie sich aus dem Haushaltsplan 2019 ergibt.

Kein leichtes Amt haben derzeit die Bürgermeister Gerd Löckler (links) und Werner Roder. In ihrer Funktion als Vorsitzende des Wasserzweckverbandes der Vorbacher Gruppe müssen sie sauberes Trinkwasser garantieren. Die dazu notwendigen Großinvestitionen belasten den Verbandshaushalt.
von Robert DotzauerProfil

Verbandsvorsitzender Werner Roder gab zu: „Es ist reichlich spät für die Verabschiedung des Haushaltswerkes 2019.“ Als Grund nannte er Personalengpässe in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kirchenthumbach. Umso realistischer waren die Zahlen, die VG-Kämmerer Michael Eisner der Versammlung vorlegte. Den Haushalt bestimmen vor allem die Erneuerung der Wasserleitung in Höflas mit 336.000 Euro, die Sanierungskosten für den Tiefbrunnen II mit einem Teilbetrag von 250.000 Euro, die Schlusszahlung von 22.000 Euro aus Anlass der Erschließung des Baugebietes Eisweiher in Oberbibrach, der Wasserleitungsbau im Baugebiet Dornäcker II in Vorbach (92.000 Euro) und die Erneuerung der Wasserleitung in der Schlossstraße in Vorbach (30.000 Euro).

Als kritisch bewerteten Kämmerer und Verbandsvorsitzender die Finanzierung der Projekte. Refinanziert sich die Baulanderschließung wenigstens zum Großteil durch Herstellungsbeiträge in Höhe von 450.000 Euro, fließt der Kostenaufwand für den Wasserleitungsbau in Höflas und in der Vorbacher Schlossstraße in die nächste Gebührenkalkulation ein. Diesem eher langfristigen Mittelrücklauf steht der Bedarf an liquiden Mitteln zur Finanzierung der Projekte gegenüber.

Eine Darlehensaufnahme in Höhe von 180.000 Euro und vorübergehende Kassenkredite in Höhe von 500.000 Euro dienen bis zum Eingang von Verbesserungsbeiträgen der Vorfinanzierung. Großzügig zeigte sich dabei die Gemeinde Vorbach. Die derzeit gut betuchte Kommune streckt, wie es hieß, zu „Freundschaftskonditionen“ aus dem Kommunalsäckel der Gemeinde einen Kassenkredit vor. „Wir gehören zusammen“, kommentierte Bürgermeister Werner Roder das Kreditgeschäft. "Schmalhans" hielt bei den Rücklagen Einzug. Das Rücklagenpolster von 118.000 Euro Anfang 2018 reduziert sich bis Ende 2019 auf 22.374 Euro.

Auf eine Erläuterung der Einzelpläne wurde verzichtet. Der Verwaltungshaushalt 2019 schließt mit 416.600 Euro (Vorjahr 355.400). Darin spiegeln sich ganz überwiegend die Wassergebühren, die Personalkosten, der Energiebedarf, die Umsatzsteuerbeträge und die kalkulatorische Abschreibung wider. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt 57.000 Euro. Im Vermögenshaushalt mit einer Gesamtsumme von 750.000 Euro sind es die genannten Investitionen, die zu einer Erhöhung des Gesamthaushaltes von 882.000 Euro im Vorjahr auf fast 1,2 Millionen Euro im Jahr 2019 führen. Haushaltssatzung und Haushaltsplan, Finanzplanung und das Investitionsprogramm billigte die Versammlung einstimmig.

Für die gute Zusammenarbeit dankte Verbandsvorsitzender Werner Roder seinem Stellvertreter Gerhard Löckler und den Mitgliedern der Zweckverbandsversammlung. Roder würdigte zudem das gute Verhältnis zu den Stadtwerken Grafenwöhr, die dem Zweckverband als Kooperationspartner verbunden sind. Dank zollte er auch der VG Kirchenthumbach und den Wasserwarten Fabian Utner und Sigi Feigt. „Die machen einen guten Job.“ Als „dringliche Anordnung“ gab Roder einen Bodenaustausch bei der Tiefbaumaßnahme in Höflas bekannt. Auf die Mehrkosten von 79.000 Euro entfallen anteilmäßig auch höhere Kosten von zirka 9.000 Euro auf den Wasserzweckverband. Vollzug meldete der Versammlungsleiter für die Verlängerung der öffentlichen Wasserleitung südlich des Kindergartens in Schlammersdorf. Roder nannte Gesamtkosten von circa 13.000 Euro einschließlich der Verlegung von zwei Hausanschlüssen.

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