25.06.2021 - 10:02 Uhr
VorbachOberpfalz

Schützengesellschaft Oberbibrach dankt für Solidarität in großer Not

Ein Jahr nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe in Oberbibrach zieht die Schützengesellschaft St. Sebastian als einer der Hauptgeschädigten Bilanz. Vorsitzender Martin Schmid berichtet dem Gemeinderat Vorbach.

Schon unmittelbar nach den Überflutungen versuchte die Schützengesellschaft, den Saalboden des Vereinsheimes mit aufwändigen und teuren Trocknungsmaßnahmen zu retten
von Robert DotzauerProfil

In den Mittelpunkt eines Berichts an Bürgermeister und Gemeinderat stellte Vorsitzender Martin Schmid nach den Hochwasserschäden am Schützenhaus die große Anteilnahme der Bevölkerung und die Unterstützung bei der Sanierung des Schützenhaus-Saales durch Vereinsmitglieder und Einwohnerschaft, durch die Vereinswelt und viele Institutionen. Ein Jahr nach der Flutwelle war für Martin Schmid ein riesiges Dankeschön an die zahlreichen Unterstützer fällig. Gleichzeitig würdigte er den Einsatz vieler Vereinsmitglieder: „Ich bin stolz darauf, mit dem gesamten Schützenteam diese Herausforderung gemeistert zu haben“, erklärte der Vereinschef im Rückblick. Spontane finanzielle Erstunterstützung leisteten schon eine Woche nach der Flutkatastrophe Landrat Andreas Meier, die Freiwillige Feuerwehr Oberbibrach und der Motorradclub.

Dankbar zeigte sich Schmid über den bereits im Vorjahr gefassten Grundsatzbeschluss des Gemeinderates, für die Gesamtkosten der Saalsanierung einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent zu gewähren. Schmid wünschte sich eine zeitnahe Auszahlung. Der Vorsitzende gliederte den Gesamtaufwand in die Trocknungskosten des Saalbodens, die Rückbau- und Entsorgungskosten des durchnässten und nicht mehr gebrauchsfähigen Fußbodens und schließlich in die Einbaukosten eines neuen Fußbodenbelages. Mitverursacht durch die Wasserschäden verwies Schmid auch auf die Sanierung der Saalwände. In Eigenleistung sei in den Schützenhaus-Saal auch ein umlaufendes LED-Band installiert worden. „Nun erstrahlt der Saal im neuen Glanz“, teilte der Vorsitzende dem Gemeinderat mit, um sich gleichzeitig für die wohlwollenden Entscheidungen zu bedanken. Schmid nannte Gesamtausgaben in Höhe von 53.390 Euro.

In seinem Schreiben kündigte Schmid zudem weitere bauliche Investitionen an. So baut der Schützen-Vorstand auf die weitere finanzielle Förderung der Gemeinde für eine zukunftsfähige und nachhaltige Wärmeversorgung des Gebäudes. Er verwies auf Planungen zum Anschluss an das Oberbracher Nahwärmenetz mit geschätzten Kosten von bis zu 20.000 Euro. Verursacht durch den Wassereinbruch musste auch das Mobiliar der Saal-Bar entsorgt werden. Trotz vieler Eigenleistungen rechnet der Vereinschef für das neue Inventar mit erheblichen Kosten. Als weiteren Ausgabenfaktor bezeichnete er die Notwendigkeit eines neuen Fluchtwegekonzeptes. Ein Aufwand, der nicht nur dem Schießsport diene. „Wir stellen mit dem Schützenhaus einen unverzichtbaren Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Oberbibrach zur Verfügung“, stellte der Vorsitzende fest.

Ein Jahr nach dem Hochwasser: Was hat sich in Oberbibrach getan?

Oberbibrach bei Vorbach

 

 

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