14.05.2021 - 09:35 Uhr
VorbachOberpfalz

Spatenstich für neues Gerätehaus der Feuerwehr Vorbach

Bürgermeister, die Feuerwehr-Führung, Planer und Bauleute vollziehen offiziell den Spatenstich für das neue Gerätehaus der Feuerwehr Vorbach. Für die Gemeinde ein Millionenprojekt.

Im kleinen Kreis vollzogen Kommandant Stefan Lautner, Feuerwehr-Vorstand Marius Meier, Bürgermeister Alexander Goller, Bauleiter Matthias Stelzl und einige Bauarbeiter der Firma Hösl (von links) den symbolischen Spatenstich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Vorbach
von Robert DotzauerProfil

Es ist ein Meilenstein für die Freiwillige Feuerwehr Vorbach und ein bedeutendes Ereignis fürs Dorf und die Gemeinde. Mit einer geschätzten Bausumme von circa 1,5 Millionen Euro ist es das derzeit größte Projekt der Gemeinde. Der symbolische Spatenstich der beteiligten Akteure kam etwas verspätet. Die Fundamente des Neubaues in exponierter Lage mitten im Dorf und an der Kreissstraße gelegen sind zum Großteil schon betoniert. Ein gutes Omen auch für das Fundament des Brandschutzes und des Ehrenamts, wie Bürgermeister Alexander Goller anmerkte.

Coronabedingt vollzog sich die Zeremonie auf dem Baufeld eher bescheiden in wenigen Minuten und im engsten Kreis. Bürgermeister Goller begrüßte neben Vertretern der Baufirma Hösl aus Friedersreuth und Bauleiter Matthias Stelzl vom Planungsbüro Wolfgang Schultes ganz besonders Feuerwehr-Vorstand Marius Meier und die Kommandanten Stefan und Tobias Lautner. Seine anerkennenden Worte stellte der Bürgermeister hinter den Leitgedanken „was lange währt, wird endlich gut“.

Goller erinnerte dabei an die lange Diskussion über Notwendigkeit, Standort und Größe des Projekts und fasste zusammen: „Wir fanden miteinander zwischen Gemeinderat, Feuerwehr und den Planungsbüros Günther Lenk und Wolfgang Schultes eine gute Lösung“. Goller würdigte zudem die vielen guten Ideen und das starke Engagement der Vorbacher Feuerwehrführung während der Planungsphase. Als weiteren Lichtblick nannte er die aktuelle Baukostenentwicklung. „Wir bleiben im Kostenrahmen. Bei einigen Gewerken unterschreiten wir sogar erfreulicherweise die Kostenberechnung“, gab der Bürgermeister bekannt.

Ein freudiger Tag war es auch für Kommandant Stefan Lautner. Er blickte hinüber zum erst vor kurzem in Dienst gestellten hochmodernen und gut ausgestatteten neuen Löschfahrzeug LF 20 und zog die Zwischenbilanz: „Mit dem Neubau des Gerätehauses machen sich Feuerwehr und Gemeinde fit für die Zukunft“. Das neue Zuhause schaffe die Grundlage für eine angemessene und zeitgemäße Rettungsbereitschaft und gewährleiste darüber hinaus gute Ausbildungsbedingungen für die Aktiven und viel Kameradschaftsgeist.

Der Kommandant sprach auch von einer lange geführten kontroversen Diskussion. Gewonnen habe letztlich die Einsicht zur Notwendigkeit von zwei Fahrzeughallen, einer getrennten Umkleide, einer Werkbank für die Gerätewarte, einer Kleiderkammer im Obergeschoss und eines Florianswinkels. Ein Kommandantenbüro ermögliche es, Feuerwehrunterlagen aus Privaträumen und die Computer-Ausstattung künftig im Feuerwehrhaus unterzubringen.

Als wichtigen Eckpunkt bezeichnete Lautner auch die Schaffung eines Schulungsraumes im Obergeschoss. Der Kommandant würdigte zudem die neuen Räumlichkeiten im Obergeschoss als Optimierungsschritt zur Modularen Truppmannsausbildung. Nutzbar sei die Fläche auch als Katastrophensammelraum. Als Quantensprung bezeichnete er auch die Anschlussmöglichkeit für eine externe Stromversorgung. Mit einem Stromerzeuger biete sich für das neue Löschfahrzeug eine autarke Stromversorgung an.

Es folgte eine umfangreiche Dankadresse mit dem Feuerwehrmotto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ an Bürgermeister und Gemeinderat, an die Planungsbüros, an die Landkreis-Feuerwehrführung, an die Regierung der Oberpfalz und schließlich an die Feuerwehr-Kameraden, an den Gerätehaus-Ausschuss und an die Führungsmannschaft der Vorbacher Wehr. Ein gutes Gelingen wünschte auch Diplom-Ingenieur und Bauleiter Matthias Stelzl. Wenn alles, wie geplant läuft, rechnet der Bauleiter mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr. Dann können es Wehr, Gemeinde und Bürgerschaft verbunden mit der Hoffnung auf ein Ende der Corona-Pandemie bei der Einweihung im kommenden Jahr so richtig krachen lassen.

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