21.01.2020 - 16:09 Uhr
VorbachOberpfalz

Spielgemeinschaften sind im Kommen

Trotz teils dünner Spielerdecke erreichen die Nachwuchsfußballer des FC Vorbach durchaus ansehnliche Erfolge. Die Spielgemeinschaften mit dem SC Eschenbach sollen ausgedehnt werden.

von WMIProfil

„Obwohl wir eng mit Kindergarten und Grundschule zusammenarbeiten und jedes Jahr im Sommer ein Schnuppertraining halten, können immer weniger Nachwuchskicker hinzugewonnen werden“, zeigte Jugendleiter Stephan Meier in der Jahreshauptversammlung die Probleme im Jugendbereich auf.

In seinem Bericht gab er einen kurzen Abriss über den aktuellen Stand bei den einzelnen Mannschaften. „Wurden unsere F-Schüler im Frühjahr noch Meister, so konnten wir für diese Saison wegen Spielermangels kein Team zum Punktebetrieb anmelden“, bedauerte der Jugendleiter. Das Training finde für die sieben Nachwuchskicker aber statt, und auch Freundschaftsspiele gegen F2-Mannschaften mit Unterstützung von G-Spielern werden veranstaltet. Die zurzeit acht jungen Fußballer der G-Mannschaft ließen hoffen, dass in der nächsten Saison wieder ein F-Team für den Spielbetrieb angemeldet werden könne, sagte Meier.

Die E-Jugend wurde im Frühjahr ebenfalls Meister. Sie konnte das altersbedingte Ausscheiden des älteren Jahrgangs auch bedingt durch den starken Zuwachs aus den F-Schülern gut kompensieren und spielte in der Herbstrunde stark auf. Hier war die Mannschaftsstärke mit 13 Spielern komfortabel.

„Unsere C-Mannschaft war vor Saisonstart in diesem Jahr unser größtes Sorgenkind“, informierte der Jugendleiter. Nachdem mehrere Spieler unerwartet aufgehört hatten, blieben nur noch sieben Kicker übrig. Deswegen habe man kurz vor Meldeschluss im Juli noch einen Partner für eine Spielgemeinschaft gesucht, teilte Meier mit. Da die einzige noch mögliche Option darin bestanden habe, der Spielgemeinschaft von Creußen, Engelmannsreuth, Lindenhardt und Schnabelwaid beizutreten, sei man lieber eigenständig geblieben.

"Der ältere Jahrgang der D-Jugend wurde hochgezogen und drei B-Juniorinnen in die Mannschaft integriert." Hier sei die neue Möglichkeit genutzt worden, auf Antrag beim Bayerischen Fußballverband hin Mädchen ein Jahr länger bei den Buben in der C-Jugend spielen lassen zu können, merkte der Redner an. „Und die Jungs und die Mädels sind zu einer Mannschaft zusammengewachsen und haben sich drei Siege erkämpft." Die Verantwortlichen fühlten sich dadurch in ihrer Entscheidung bestätigt: "Es wäre wirklich ein Fehler gewesen, es anders zu machen.“

Durch den fehlenden älteren Jahrgang, der fast vollständig in der C-Jugend spielte, blieben in der D-Jugend nicht viele Spieler übrig. Deshalb wurde eine Mannschaft auf Kleinfeld gemeldet mit Sechs gegen Sechs. Diese bestand im Wesentlichen aus dem starken Jahrgang, der aus den E-Schülern gekommen und gut eingespielt war sowie einem erfahrenen Torwart. Das Team holte sich gleich die Herbstmeisterschaft in seiner Gruppe und verpasste nur wegen einem Tor den Sieg bei der Hallenkreismeisterschaft.

Aufgrund vieler verletzter Spieler drohte bei der enorm verjüngten A-Jugend sogar der Rückzug aus dem Spielbetrieb. „Weil weitere Vereine die Eigenständigkeit ihrer A-Jugend aufgegeben hatten und es deshalb nur noch eine Qualigruppe im gesamten Kreis Amberg/Weiden gab, waren unsere Gegner noch stärker geworden“, berichtete Stephan Meier. Ausbleibende Erfolge nagten zudem an der Moral der Mannschaft. Doch die Spieler hätten letztendlich zusammengehalten, seien zu allen Spielen (meist Neun gegen Neun) angetreten und hätten wieder positive Ergebnisse erzielt.

„Für diese Saison wurde erstmals eine Spielgemeinschaft mit Eschenbach in der Frauen-Freizeitliga gemeldet, in der man ab 14 Jahren spielen darf“, teilte der Jugendleiter mit. Darin spielten sieben Mädchen des FC Vorbach im Alter von 15 bis 17 Jahren auf Großfeld zusammen mit 14 Spielerinnen des SC Eschenbach, von denen einige auch schon für Vorbach kickten. Trainiert wird abwechselnd in Vorbach und Eschenbach.

Die Vorbereitung sei recht erfolgreich verlaufen, freute sich Meier: In der Punkterunde gab es zwei Siege und zwei Niederlagen. Die Integration der Mädchen in eine schon länger zusammenspielende Eschenbacher Damenmannschaft klappe so gut, dass man die Spielgemeinschaft auch in der nächsten Saison weiterführen wolle und ein Team in der Kreisliga anmelden werde, kündigte er an.

Für drei Spielerinnen der E- beziehungsweise D-Jugend habe der Verein für die laufende Saison erstmals Zusatzspielrechte beantragt, um sie zusätzlich auch in Eschenbach bei den C-Juniorinnen mitspielen lassen zu können. Für die Saison 2020/2021 sei auch geplant, bei den B-Juniorinnen eine Spielgemeinschaft mit Eschenbach zu bilden. Damit würde Mädchen jeden Alters die Möglichkeit gegeben werden, weiterhin beim FC Vorbach Fußball zu spielen, betonte der Jugendleiter.

Die Zusammenarbeit mit Eschenbach im Jugendbereich soll aber nicht auf die Mädchen beschränkt bleiben. Auch bei den „Jungs“ der C- und der A-Jugend seien für die neue Saison Spielgemeinschaften geplant, erläuterte Meier. Er bedankte sich abschließend für „eine hervorragende Nachwuchsarbeit durch eine Vielzahl an hochmotivierten Trainern und Betreuern, die Verantwortung übernehmen, ihre Freizeit investieren, mit vollem Einsatz ein Ehrenamt ausführen und damit die Zukunft unseres Vereins sichern“.

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