15.03.2020 - 20:43 Uhr
VorbachOberpfalz

Überraschend klar an die Gemeindespitze

So sehen Sieger aus: Begeisterte Anhänger bejubeltn Alexander Goller im Vorbacher Gemeindezentrum. Als Gemeindewahlleiter Adolf Meier das vorläufige Endergebnis verkündet, explodiert bei den CSU-Anhängern das Stimmungsbarometer.

Trotz Coronavirus: Ein Händeschütteln muss sein. Überraschend klar siegt der CSU-Mann Alexander Goller (links) bei der Bürgermeisterwahl gegen den FW-Kandidaten Manfred Plößner. Gemeindewahlleiter und Ehrenbürger Adolf Meier (rechts) gehört ebenfalls zu den ersten Gratulanten.
von Robert DotzauerProfil

389 Stimmen oder 57 Prozent für Alexander Goller (CSU) und 295 Stimmen oder 43 Prozent für Manfred Plößner (Freie Wählergemeinschaft): ein überraschend klares Ergebnis. Das hatten viele Bürger so nicht erwartet. Auch nicht Bürgermeister Werner Roder. „Es wird eng werden“, hatte er im Vorfeld gemutmaßt. Doch es sollte anders kommen.

„Der König ist tot, es lebe der König“, hieß es im Gemeindezentrum. Mit dem Verzicht auf eine weitere Amtszeit endet für Werner Roder ein überaus erfolgreiches Wirken. Nun liegt es an Alexander Goller, diese Erfolge zu konservieren und weitere hinzuzufügen.

Ein wenig gekennzeichnet vom Wahlkampfstress der vergangenen Wochen und Monate fieberten beide Kandidaten der Bekanntgabe des Wahlergebnisses entgegen – mit dem besseren Ende für Alexander Goller. Mit der ihm eigenen Contenance dankte der Höflaser der Wählerschaft. „Ich möchte alle Bürger im Gemeindeboot mitnehmen“, wünschte sich der neue Bürgermeister. Dabei sei ihm die Einbindung aller Ortsteile wichtig.

Über 90 Prozent Wahlbeteiligung sprechen Bände. Vorbachs Wählerschaft elektrisierte das Rennen um die Nachfolge von Werner Roder. Beide Anwärter hatten einen Wahlkampf mit vielen Hausbesuchen hingelegt. Gleichklang war auch in den Wahlversammlungen der beiden Parteien immer wieder herauszuhören mit Blick auf den Zusammenhalt zwischen den Ortschaften, die Geschlossenheit und ein faires Miteinander.

Dieses versicherte Manfred Plößner als erster Gratulant. „Der Wähler hat entscheiden. Nun liegt es am neuen Bürgermeister, die Erwartungshaltung der Bürgerschaft zu erfüllen“, merkte der FW-Spitzenmann an.

Spannende Minuten vergingen, bis zunächst die Wahlergebnisse aus den Stimmbezirken in Oberbibrach, dem Heimatort Plößners, und aus Vorbach im Sitzungssaal des Gemeindezentrums eingingen. Goller holte in Vorbach 81, Plößner 58 Stimmen. In Oberbibrach lag Plößner mit 106 zu 99 Stimmen knapp vorne. Nun fieberten die Besucher dem Ergebnis der Briefwahl entgegen.

Gegen 19.10 Uhr war dann die Überraschung perfekt, als der Gemeindewahlleiter das Briefwahlergebnis bekanntgab. 131 Wähler votierten für Plößner, über 209 Stimmen freute sich Alexander Goller. Die im Wahlkampf versprochene gute Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg zeigte sich bereits anschließend: Beide Gruppierungen feierten im Oberbibracher Schützenhaus, die "Schwarzen" verständlicherweise ausgiebiger.

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