Mit Grunderwerb und der Erschließung des zweiten Bauabschnitts des Baugebietes „Eisweiher“ und den Tiefbaumaßnahmen zur besseren Breitbandversorgung nannte Roder in der Bürgerversammlung im Saal des Gemeindezentrums zwei wesentliche Maßnahmen. „2018 war ein arbeitsreiches Jahr, manches konnte abgeschlossen, einiges angeschoben oder vorangebracht werden“, so sein positives Fazit.
In seinem umfangreichen Rückblick auf das kommunale Geschehen informierte Roder über eine stattliche Zahl von kleinen und großen Maßnahmen. Erwähnt wurde dabei, dass der Bebauungsplan „Dorfäcker 2“ mit zehn Bauplätzen (alle im Eigentum der Kommune) nunmehr rechtskräftig ist. Ferner der Grunderwerb für ein Mietgebäud mit acht Wohnungen in Vorbach mit Abbruch der alten Bausubstanz und Sicherung des Nachbargebäudes, einhergehend mit der Vergabe der Planungsleistungen. Dieses Vorhaben soll im kommenden Jahr realisiert werden, wobei nicht aus dem Wohnraumförderprogramm sondern über das Dorferneuerungsprogramm „Vorbach 3“ gefördert werden soll.
Im Berichtszeitraum galt es zudem, ein gemeindeübergreifendes Radwegekonzept mit Schlammersdorf zu erarbeiten. In diesen Zusammenhang verwies das Gemeindeoberhaupt auf die Verhandlungen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz (ALE) hinsichtlich einer Förderung. Für dieses Vorhaben, aber auch zur Erweiterung des einfachen Dorferneuerungsverfahrens „Vorbach 3“, ein einfaches Dorferneuerungsverfahren für Höflas mit dem Vollausbau der Ortsstraße und des Dorfplatzes sowie die Einleitung und Beginn eines „großen“ Dorferneuerungsverfahrens für Oberbibrach wurde ein Förderverfahren in Aussicht gestellt.
Das Kommunalparlament beschloss auch, sich an der Förderinitiative „Innen statt Außen“ zu beteiligen, ebenso die Beteiligung am Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) mit zehn weiteren Kommunen im Vier-Städtedreieck. Zur Errichtung eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Vorbach wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und auch ein Förderverfahren für die Anschaffung eines Löschfahrzeuges (LF 20) in die Wege geleitet. Im Zuge einer Ersatzbeschaffung gab es heuer für die Florianjünger in Oberbibrach 20 neue Helme.
Nicht unterwähnt ließ das Gemeindeoberhaupt, dass der Fortbestand der Kindertagesstätte und der Krippe in Schlammersdorf mit dem Trägerwechsel und der Besitzstandswahrung des Personals gewährleistet wurde. Hier wurde auch eine Förderung der Kosten für die Betreuung und für das Mittagessen erreicht.
Neben den Erwerb des Grundstücks für das geplante Mietshaus in der Hauptstraße, erwarb die Kommune auch das Grundstück zwischen dem Autohaus Ritter und dem Friedhof. Bei den getätigten Investitionen erwähnte Bürgermeister Roder die Erneuerung der Thekenanlage im Gemeindezentrum sowie die Beschaffung eines Kommunaltraktors.
Eingehend erläuterte der Bürgermeister die finanzielle Situation der Kommune im laufenden Jahr. So hat der Gesamtetat ein Volumen in Höhe von rund 5,6 Millionen Euro. Die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt in Höhe von knapp 3,7 Millionen Euro sind die Gewerbesteuereinnahmen mit 2 Millionen Euro, gegenüber 902 000 Euro im Vorjahr. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und Ersatzleistungen schlägt mit 680 000 Euro zu Buche. Ging die Gemeinde bei dem Schlüsselzuweisungen im Vorjahr noch leer aus, so kann heuer ein Betrag von 126 000 Euro verbucht werden.
Zu den wichtigsten Ausgaben gehörten die Gewerbesteuerumlage (440 650 Euro), die Umlagen an die Zweckverbände und an die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kirchenthumbach (404 100 Euro) sowie die Kreisumlage (386 254 Euro). Die Zuführung zum investiven Vermögenshaushalt ist mit rund 1,6 Millionen Euro ausgewiesen. Zwar sieht der Vermögensetat für Hochbaumaßnahmen rund eine Million Euro, jedoch zeichnet sich ab, dass sich die Gesamtinvestitionen auf etwa 700 000 Euro belaufen werden. Daraus ergeben sich etwa 690 Euro je Einwohner bei den Investitionen.
Aus der vom Bürgermeister Werner Roder in der Bürgersammlung vorgetragene Statistik ging hervor, dass die Zahl der Einwohner mit 1019 unverändert geblieben ist. Das Kommunalparlament tagte zwölf Mal. Lobend erwähnte der Rathauschef die kollegiale Zusammenarbeit im Gemeinderat, die von einem angenehmen Klima und einem guten Miteinander geprägt war. Es seien 95 Prozent aller Gemeinderatsbeschlüsse einstimmig gefasst worden, unterstrich er. Gleichzeitig hob er hervor, „diese positive Atmosphäre" trage dazu bei, Probleme zu lösen. (br)
In seinen Blick auf die kommunale Finanzsituation verwies Bürgermeister Roder darauf, dass trotz hoher Investitionen die Schulden um weitere 7300 Euro abgebaut werden und sich der voraussichtliche Schuldenstand zum Jahresende auf etwa 2800 Euro verringern wird. Dazu verdeutliche er, dass sich seit 1996 die Verschuldung um rund 850 000 Euro oder um 99 Prozent vermindert habe. „Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, ist die Gemeinde Vorbach Ende 2019 schuldenfrei“, so der Rathauschef. Auf die ursprünglich geplante Rücklagenentnahme von 116 950 Euro kann verzichtet werden. Daraus resultiert, dass der Rücklagenstand zum Ende dieses Jahres auf etwa zwei Millionen Euro steigen wird. „Wir brauchen diese Rücklagen für die Zukunft, insbesondere für künftige Investitionen“ unterstrich das Gemeindeoberhaupt abschließend. (br)













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.