02.09.2019 - 14:15 Uhr
VorbachOberpfalz

Vorbacher Gemeinderat entscheidet sich für Angebot zur Dorfplatzgestaltung

Nach ein paar Hürden hat sich der Vorbacher Gemeinderat für eine Firma entschieden, die den Höflaser Dorfplatz aufwerten soll. Dabei gibt es nun aber trotzdem einen Wermutstropfen.

Die Firma Scharnagl Hoch- und Tiefbau Weiden erhielt den Auftrag zur Neugestaltung des Höflaser Dorfplatzes mit der Errichtung eines behindertengerechten Zugangs zum „Kapellenstüberl“.
von Redaktion ONETZProfil

Mitte Februar wurden bei einer Informationsveranstaltung die Maßnahmen im Zuge der Einfachen Dorferneuerung in Höflas präsentiert. In der vergangenen Sitzung entschied sich der Gemeinderat nun für die entsprechenden Auftragsvergaben mit einem Investitionsvolumen von knapp 117.000 Euro.

Eingehend beleuchtete Bürgermeister Werner Roder die fünf eingegangenen Angebote für die Neugestaltung des Dorfplatzes und die Errichtung eines behindertengerechten Zugangs zum „Kapellenstüberl“. Nach der Überprüfung durch das Ingenieurbüro Zwick in Weiden, ob das Leistungsverzeichnis und alle geforderten Formblätter vollständig ausgefüllt sind, habe ein Angebot von der Wertung ausgeschlossen werden müssen. Bei den verbleibenden vier Bietern hat das Bauunternehmen Scharnagl aus Weiden mit knapp 83.000 Euro das günstigste Angebot unterbreitet und erhielt somit auf Vorschlag des Ingenieurbüros Zwick und durch einstimmigen Beschluss des Gemeinderats den Auftrag. Der Rathauschef bezeichnete die Angebotseinholung allerdings als alles andere als erfreulich. Obwohl die Firma Scharnagl günstigster Anbieter gewesen sei, liege deren Angebot um mehr als 50 Prozent über den ursprünglich im Vorfeld geschätzten Kosten. So stand als Alternative im Raum, ein erneutes Vergabeverfahren abzuhalten, um signifikant niedrigere Preise zu erreichen. Doch, wie es hieß, könnte dabei auch "der Schuss nach hinten“ losgehen - und zwar, weil aufgrund der guten Baukonjuktur bei einem erneuten Vergabeverfahren vielleicht sogar noch höhere Preise hingenommen werden müssten. Vor diesem Hintergrund wurde von einem erneuten Vergabeverfahren abgesehen; auch deshalb, weil dem Gemeindeoberhaupt auf Nachfrage beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz in Tirschenreuth (ALE) mitgeteilt worden sei, dass durch ein erneutes Vergabeverfahren wohl kaum deutlich niedrigere Preise erzielt würden.

Auch wenn das Angebot etwa 30.000 Euro über den geschätzten Kosten liegt, geht der Bürgermeister davon aus, dass diese vom ALE als förderfähig anerkannt werden und diese Maßnahme mit 75 Prozent bezuschusst wird. Daraus resultiere, dass sich - unter Berücksichtigung der in Aussicht gestellten Förderung - der Eigenanteil der Kommune an den Mehrkosten auf etwa 7500 Euro belaufe.

„Ich sehe keine Gründe, was gegen die Erteilung des Einvernehmens der Gemeinde sprechen würde“, sagte Bürgermeister Werner Roder zum Antrag der Firma Novem in Vorbach auf Abweichung von der erteilten Baugenehmigung für den Neubau Halle 14a. Nach seinen Worten bestehe dieses Gebäude mit Showroom und Bürobereich bereits und sei schon in Betrieb. Zudem sei es für ihn ein imposantes Gebäude auf dem Betriebsgelände. Damit habe das Unternehmen weiter in Vorbach investiert sowie den Standort gestärkt.

Nach der Entwurfsplanung durch das Architekturbüro Hans Kneidl beherbergt die bereits errichtete Halle eine Galerie auf einer Fläche von 455 Quadratmeter. Den Worten des Bürgermeisters zufolge wurde jedoch keine Brandwand eingebaut - entgegen der Bauvorschriften. So wurden jetzt ausschließlich bauordnungsrechtliche Abweichungen beantragt, deren Zulässigkeit von der Bauaufsichtsbehörde zu beurteilen sind. Für die Kommune gebe es keine Gründe, sich gegen die Erteilung ihres Einvernehmens auszusprechen und befürwortete einstimmig die beantragten Abweichungen.

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