Verbindet man mit dem Begriff „Altbürgermeister“ viele Lebensringe, sind es bei Werner Roder die Jahre einer langen Ära. 24 Jahre rackerte er sich für seine Heimatgemeinde Vorbach als ehrenamtlicher Gemeindechef ab. Bei der Kommunalwahl 1996 war der heute 58-Jährige jüngster Bürgermeister der Oberpfalz. Ein Vierteljahrhundert später zieht er bei der Ernennung zum Altbürgermeister Bilanz. „Es waren arbeitsreiche Jahre mit vielen Herausforderungen, die Freude gemacht haben, sie zu bewältigen.“
Im Jahr 2020 ging schließlich ein Kapitän von Bord, der das Gemeindeschiff gekonnt und sicher durch alle Stürme der Zeit gesteuert habe, hieß es in der Laudatio. Nun widmet sich Werner Roder wieder voll und ganz der verantwortungsvollen Arbeit als Geschäftsleiter des Bezirks Oberfranken.
„Werner Roder war ein prägendes Element des Fortschritts“, urteilte heutiger Bürgermeister Alexander Goller und nannte Beispiele. Die Erneuerung des Gemeindezentrums mit Ergänzung durch einen Dorfwirt-Wintergarten, die energetische Schulsanierung, der kommunale Dorfladen oder vor zwei Jahren die mutige Entscheidung zum Bau des zwei Millionen Euro teuren kommunalen Mietwohngebäudes mit einer bayernweiten Höchstförderung: Er habe mutig und vorausschauend die Zeichen der Zeit erkannt und manchmal auch gegen anfängliche Widerstände gehandelt.
„Für die Mandatsträger wird auch künftig keine Langeweile aufkommen“, mutmaßte Werner Roder als neuer Altbürgermeister. Mit dieser Prophezeiung leitete er auf einen kurzen Rück- und Ausblick über. „Ich wurde nicht allein gelassen“, dankte er für das menschliche Miteinander mit allerdings oft stressigen Erfahrungen und Entwicklungsphasen. Die Schlussworte glichen einer Liebeserklärung an die Familie. „Jetzt ist die Zeit gekommen, familiäre Versäumnisse nachzuholen.“





















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