Der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt, das Bayerische Kreuz und die Johanniter-Unfallhilfe hatten sich als Betreiter eines Kindergartens mit Krippe in Wackersdorf beworben und Konzepte vorgelegt. "Wir haben uns für die Johanniter entschieden", erklärte Bürgermeister Thomas Falter, weil der Verband Erfahrung habe im Betrieb von Kinderbetreuungseinrichtungen.
Die Kommune wird im Herbst mit dem Bau des neuen Kindergartens mit Krippe am Irlacher Weg beginnen und 1,9 Millionen Euro investieren. Nach Abzug der Förderung bleibt für die Gemeinde ein Eigenanteil von einer Million Euro. Nach Fertigstellung der vorschulischen Bildungseinrichtung im Herbst 2020 könne Wackersdorf insgesamt 175 Kindergarten- und 60 Krippenplätze vorhalten, betonte Bürgermeister Thomas Falter. Für eine Gemeinde mit gut 5000 Einwohnern sei dies ein guter Wert. Damit trage die Gemeinde dem steigenden Bedarf Rechnung und könne bei jungen, ansiedlungswilligen Familien punkten, so der Bürgermeister.
Die Gemeinde stellt dem Betreiber das Haus unentgeltlich zur Verfügung und kümmert sich auch um den Unterhalt. "Das wollten wir so haben", betont der Bürgermeister. Dadurch könne die Gemeinde über die Trägerschaft frei entscheiden. Der Vertrag mit den Johannitern gehe zunächst über fünf Jahre. Das Personal stelle der Träger, so Falter. Die Mitarbeiterinnen in der aktuellen Übergangsgruppe, die in der Einrichtung in Heselbach untergebracht ist und in den Neubau wechseln wird, können selbst entscheiden, ob sie von den Johannitern übernommen werden möchten. "Die Elternbeiträge für die Krippenkinder werden in allen drei Einrichtungen gleich sein", verspricht der Bürgermeister.
Der Regionalvorstand der Johanniter-Unfallhilfe, Martin Steinkirchner, wies bei der Unterzeichnung auf die lange Erfahrung seines Verbandes in der Kinderbetreuung hin: "Wir unterhalten aktuell 116 Einrichtungen in der Oberpfalz." Die Johanniter seien mit einer Katastrophenschutzeinheit und einer Rettungsdienststation in Wackersdorf und Schwandorf vertreten. Die Gemeinde erhält seit 1. April für Kinder ab drei Jahren einen staatlichen Zuschuss von 100 Euro und erhebt von den Eltern keine weiteren Gebühren. Anders bei der Krippe, in der die unter Dreijährigen betreut werden. Hier liegen die Elternbeiträge zwischen 36 und 180 Euro, je nach Buchungsdauer.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.