12.11.2020 - 16:50 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Kommentar zum möglichen Atommüll-Endlager in Wackersdorf

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Der Geologe Harald Dill rüttelt die Bevölkerung in der Oberpfalz auf: Er sieht Wackersdorf als möglichen Standort für ein Atommüll-Endlager. WAAhnsinn in einer völlig neuen Dimension, kommentiert Frank Werner.

Gegen die WAA bei Wackersdorf demonstrierten viele Bürger.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Das ist ja wohl eine echte Dill-Spitze: Geologie-Professor Harald Dill hält das einstige WAA-Gelände in Wackersdorf geeignet für ein atomares Endlager. Vielen wird bei diesem Treppenwitz der Geschichte das Lachen im Halse stecken bleiben. Statt Wiederaufarbeitung also Atommüll für die Ewigkeit. Das klingt nach WAAhsinn in einer völlig neuen Dimension.

Oberpfalz als Atompfalz? Völlig offen, ob es wirklich soweit kommt. Doch eines ist auch klar: Keine Region sollte sicher fühlen, dass der Endlager-Kelch an ihr vorübergeht. Als Markus Söder nach dem Zwischenbericht ganz Bayern als ungeeignet erklärt hat, war wohl der Wunsch der Vater des Gedanken. Immerhin hat seine CSU die Kernenergie vor nicht allzu langer Zeit hofiert. Auch bei den Plänen zum Bau der WAA war der Widerstand der Christsozialen überschaubar. Natürlich wünscht sich keiner ein Endlager vor der Haustüre. Für einen Wachrüttler hat Dill allemal gesorgt.

Zum Interview mit dem Geologen Harald Dill

Wackersdorf

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