12.11.2020 - 14:05 Uhr
WaidhausOberpfalz

21 Migranten eingeschleust

Zunächst sind es nur zehn Personen, die mit ihrem Gepäck recht hilflos in Waidhaus herumstehen. Doch dann nimmt die Bundespolizei die Ermittlungen auf. Und kommt auf die Spur einer Großschleusung.

In der beheizten großen Garage der Bundespolizei erholen sich die 21 Migranten von der anstrengenden 1000 Kilometer langen LKW-Reise von Rumänien nach Deutschland.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Am Mittwochabend gegen 19 Uhr fand im Bereich Waidhaus (Landkreis Neustadt/WN) eine Großschleusung statt. Bundes- und Landespolizei griffen in und um Waidhaus 21 Migranten auf.

Ein aufmerksamer Bürger meldete über die Notrufnummer, dass sich im Bereich des Feuerwehrhauses in Waidhaus eine größere Personengruppe aufhalten würde. Die Personen würden südländisch aussehen und seien mit Gepäck unterwegs. Mehrere Streifen der Bundespolizei eilten zu dem besagten Bereich und stellten zunächst zehn Personen ohne aufenthaltslegitimierende Dokumente fest.

Eine Nahbereichsfahndung mit den Kollegen der Grenzpolizei führte zum Aufgriff von acht weiteren mutmaßlichen Migranten. Schließlich stellte die Landespolizei drei Stunden später in Lohma (Stadt Pleystein) drei weitere Männer fest, die ebenfalls zu der Gruppe gehörten und "ihr Glück" auf eigene Faust versuchten. Sie waren immerhin neun Kilometer bei Dunkelheit Richtung Landesinnere unterwegs.

Die Weidener Polizei greift drei Personen auf, die mit Alkohol und Drogen unterwegs sind

Oberpfalz

Die Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion laufen, vermutlich hat die Männergruppe - zehn Afghanen, acht Bangladescher und drei Pakistaner im Alter von 15 bis 30 Jahren - ein LKW abgeladen. Die sechs Jugendlichen (5 Afghanen und 1 Pakistaner) werden dem Jugendamt Neustadt/WN übergeben. Da 10 Erwachsene (5 Afghanen, 2 Pakistaner, 3 Bangladescher) bereits in Rumänien oder auch Bulgarien ein Asylverfahren betreiben, werden sie voraussichtlich in Haft genommen und auch wieder dorthin zurückgeschoben. Vier junge Bangladescher werden nach Tschechien zurückgeschoben und einen jungen Bangladescher leiteten die Bundespolizisten zur Erstaufnahmeeinrichtung nach Regensburg weiter.

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