22.09.2019 - 09:58 Uhr
WaidhausOberpfalz

Attraktivität dank Premiere

2021 jährt sich das Zusammentreffen der protestantischen Truppen unter Ernst Graf von Mansfeld und der katholischen Liga unter Johann T‘Serclaes von Tilly bei Waidhaus und Roßhaupt zum 400. Mal. Das Programm nimmt Formen an.

Historische Musikgruppen wie beim Heimatfest 2013 sollen auch beim Friedensfest 2021 wieder eine bedeutende Rolle spielen.
von Josef ForsterProfil

Nach mehrmonatiger gegenseitiger Belagerung und Gefechten wurde im September 1621 der „Waidhauser Frieden“ ausgerufen und die Truppen unter Mansfeld zogen aus der Oberen Pfalz ab. Die Glocken wurden geläutet, da man froh war über das Ende der Kampfhandlungen. An dieses Ereignis wollen die Waidhauser erinnern und das „Friedensfest 1621“ zusammen mit vielen Gästen und historischen Gruppen aus nah und fern feiern. Als Termin einigte sich der Festausschuss in Absprache mit dem Marktrat auf das Wochenende 16. bis 18. Juli 2021.

Leider war der Frieden damals jedoch nur vorübergehend und der Konflikt dauerte noch weitere 27 Jahre in dem später so genannten Dreißigjährigen Krieg. Der Ausruf des Friedens steht im Mittelpunkt der Feierlichkeiten, was der Festausschuss in seiner ersten Zusammenkunft nach der Gründungsversammlung heraus hob. In Planung ist eine Zeitreise, bei der die Gäste mit Speis, Trank, Musik, Gaukelei, Vorführungen, Schaukämpfen und vielen historischen Gruppen in diese Zeit eintauchen können. Alle Fäden der Vorbereitungen laufen bei den beiden Festleitern, Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl und Ortsheimatpfleger Andreas Ringholz, zusammen.

Der Festausschuss beschäftigte sich vergangene Woche mit Planungen für das große Markttreiben und für ein großes Heerlager mit Waffenschau und Vorführungen. Weit gediehen ist das Logo, welches die Marktfarben Rot, Silber und Grün enthalten soll. Ringholz präsentierte darüber hinaus die ersten Flyer, welche vor allem grundlegende Informationen zum Fest enthalten. Besprochen wurden Visitenkarten für die Festleiter und die Beschaffung von Poloshirts mit Aufdruck des Festtermins. Eine Infoseite im Internet sei unter dem Angebot des Heimatkundlichen Arbeitskreises aufgenommen.

Eine Resümee des Festleiters beschäftigte sich mit den Besuchen verschiedener Feste und der Suche von Händlern und Gruppen, welche infrage kommen könnten. Rückschau hielt Ringholz zudem zu den Auftritten beim Barthlmarkt im Nachbarort Eslarn.

Mit dem Reifen des Festprogramms stellte Ringholz den Mitgliedern verschiedene Kalkulationsvarianten vor. Einen wesentlichen Posten bildete dabei die Musikgruppe „D‘Artagnan“, woran sich eine heftige Diskussion entzündete. Dritter Bürgermeister Johannes Zeug bezweifelte den Bekanntheitsgrad der Gruppe, um genügend Interessierte in der Region anzusprechen. Festleiterin Wilka-Dierl sah die Attraktivität des Festes aufgrund der Premiere auch ohne besondere Band gegeben. „Auch ich habe Bedenken, dass da genügend Leute kommen“, redete Bürgermeisterin Margit Kirzinger dem Ortsheimatpfleger ins Gewissen. Letztlich ließ sich Ringholz umstimmen, so dass sich der Festausschuss gemeinsam für einen Verzicht auf diese Band aussprach.

Breiten Raum nahm später die Verteilung der Aufgaben für die örtlichen Vereine ein. Konkret legte der Festausschuss fest, welche Speisen und Arbeiten die Vereine übernehmen können.

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