12.08.2019 - 10:30 Uhr
WaidhausOberpfalz

Bayerische Jugendtheater-Tage in Waidhaus

Übers Wochenende steht die Grundschule ganz im Zeichen des Theaters. Zum ersten Mal holt der Theaterverein „Dorfbühne“ die bayerischen Jugendtheater-Tage in den Grenzmarkt.

Katharina Therese Glas (Mitte) vom Coburger Kinder- und Jugendtheater vermittelt den Teilnehmern von ihrem reichhaltigen Wissen.
von Josef ForsterProfil

Bereits in der Jahresversammlung im Frühjahr informierte Regisseur Josef Kleber die Mitglieder in seiner Funktion als Landesmedienreferent des Verbands Bayrischer Amateurtheater. Der zunächst vorgesehene Ausrichter hatte abgesagt. Die Waidhauser entschieden sich einstimmig, der bayrischen Theaterjugend Herberge zu geben und als Ersatz einzuspringen. „Für die dreitägige Veranstaltung verliefen die Gespräche mit der Gemeinde wie gewohnt sehr gut, so das die Schule wieder genutzt werden durfte“, berichtete Kleber.

So lernten Gäste aus Bayern Waidhaus näher kennen. Die Teilnehmer kamen nicht nur vom Cell-Theater Straubing, dem ThamI-Theater am Inn (beide Niederbayern) und dem Dramatischen Verein Niederwerrn aus Franken, sondern vor allem aus Oberbayern: Heimatbühne Kiefersfelden, Heubodenbühne , Langenbrucker Theaterbühne, Spielergemeinschaft Oberammergau, Theaterverein Langenpreising und TSV Firnhaberau (Schwaben).

Ein Lehrgang befasst sich mit dem Thema „Die Rolle auf der Bühne tanzen“. Als Referentin führte Katharina Therese Glas die Teilnehmer in diese Materie ein. Grundkenntnisse für ein Maskenbild passend zur Rolle vermittelte das zweite Angebot. Dieser Kurs richtete sich an alle, die Grundkenntnisse erwerben und von Anfang an einen sicheren Umgang mit ihrem Material erlernen wollten. Am ersten Tag erfuhren die Interessierten von der Wirkung unterschiedlicher Physiognomien, wie verschiedene Hauttöne, Gesichtsformen und Proportionen. Wie man mittels Licht und Schatten ein Gesicht älter aussehen lassen kann, stand am Sonntag im Fokus, wobei alle Themen an Modellen demonstriert und danach in der Gruppe gegenseitig geübt wurden. Beim dritten Angebot drehte sich alles um das „Schwarzlicht-Theater“ als eine besondere Form des schwarzen Theaters. In einem verdunkelten Raum agierten schwarzgekleidete Personen, für die Zuschauer nicht sichtbar, und ließen Gegenstände erscheinen und verschwinden. Mit Improvisation und dem Ausprobieren verschiedener Techniken entdeckten die Teilnehmer hier die vielfältigsten Möglichkeiten durch Referentin Maria Krum, die seit 25 Jahren Leiterin des Coburger Kinder- und Jugendtheaters ist.

Neben den Lehrgangsräumen mussten die rund 50 Jugendlichen kulinarisch versorgt werden. Ein Zeltlager diente zum Übernachten, wozu der Bolzplatz an der Schule zum Zeltplatz umfunktioniert war, um kurze Wege zu ermöglichen. 25 Helfer teilten sich von Freitagnachmittag bis Sonntagabend die Schichten bei den Arbeitseinsätzen.

Landesjugendleiter Georg Bergmeier aus Kiefersfelden und Schriftführer Benedikt Dierl aus Augsburg waren beim Besuch begeistert vom Planungsstand und Location. Ein Team um Josef Zitzmann und Mariele Balk sorgte für die Früh- und Mittags-Verpflegung. Brigitte Krämer kümmert um den Grillabend am Samstagabend. Die Auswahl wurden mit vielen Kuchen und Salatspenden der Dorfbühne-Mitglieder aufgewertet.

Neben den drei Lehrgängen ergänzte die Sitzung der Landesjugendleiter die Theatertage. Bürgermeisterin Margit Kirzinger übernahm am Freitag das Grußwort für die Gemeinde und zeigte sich erfreut über die Buchung in Waidhaus. Von der Gemeinde wurden für alle Teilnehmer Begrüßungstaschen bereit gestellt, mit Infos zu Waidhaus und einem „Schragerl“, dem Maskottchen des Grenzorts. Regisseur Kleber richtete zusammen mit Vorsitzender Silvia Kleber ein „großes Dankeschön“ an die Gemeinde und die Schule für die Nutzungsmöglichkeit.

Alle Themen werden an Modellen demonstriert und danach in der Gruppe gegenseitig geübt.
Angelika Gollwitzer, Daniela Bösl und Alexander Werner (von rechts) übernahmen aus Reihen der "Dorfbühne" die Verteilung der Zeltplätze.
Beim dritten Angebot dreht sich alles um das „Schwarzlicht - Theater“ als eine besondere Form des schwarzen Theaters.
Gegenseitig üben die Teilnehmer die Verwandlung der Gesichter passend zur jeweiligen Theaterrolle.

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