Am Muttertag selbst wollte der Vorstand den Ehrentag nicht ins Zentrum rücken. Aber an die Leistungen der Mütter noch einmal ausdrücklich erinnern wollte Vorsitzende Christl Kaas schon noch. In der Pizzeria "Fünferl" blieb kein Platz frei, so ernst nahmen die Mitglieder die Zusammenkunft.
Für die Teilnahme von Ehrenvorsitzender Gertrud Meckl und Bezirksvorsitzender Martha Bauer dankte Kaas gleich vorneweg. Leicht fiel ihr die Überleitung zum eigenen Anliegen, den Stellenwert der Frauen als Mütter hervorzuheben: "Ein Tag im Jahr, an dem wir uns ganz bewusst Gedanken machen und gemacht haben. Über unsere eigene Mutter, aber auch über unser "Muttersein". All die schönen Momente, all die Gefühle und auch Probleme dürfen hierbei ihren Platz haben." Wie wichtig dem Führungskreis das Thema war, unterstrichen viele Tischkärtchen mit Sprüchen über Mütter. Als "bekannteste Frau und Mutter der Welt" leitete sie über auf "Maria, die junge Frau aus Nazareth".
Mit einem Gebet galt das Gedenken den verstorbenen Müttern des Frauenbunds, woran Pfarrer Georg Hartl eigene Gedanken hinzufügte. Das gemeinsam gesungene Frauenbundlied überbrückte zur Ansprache von Bezirksvorsitzender Bauer aus Altenstadt bei Vohenstrauß. Die Unterschriftenaktion zur Mütterrente war nur ein Thema aus deren reichhaltigen Informationen.
Zusammen mit der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands setze sich der Bundesverband für eine bessere Anerkennung der Lebensleistung von Frauen in der Rente ein. Die Bundesregierung solle mit dieser Aktion aufgefordert werden, die Zeiten der Kindererziehung für alle Kinder bei der Rentenversicherung künftig mit dem gleichen Stellenwert anzurechnen.
Auch auf die Bedeutung des katholischen Frauenbunds mit einer Mitgliederzahl von rund 200 000 Frauen wies Bauer hin und sagte: "Wir bewegen etwas, weil wir uns gerne einmischen." Weitere Unterstützungen für pflegende Angehörige zählten ebenso zu den Forderungen, wie ein Augenmerk auf das Zukunftsprogramm Geburtshilfe im ländlichen Raum. "Man muss oder soll die Feste feiern, wie sie fallen", meinte Kaas zum Beginn des Ehrenreigens. Feste seien nun einmal eine willkommene Abwechslung im Alltag, und wer diese übergehe, verschenke ein Stück Lebensfreude und betrüge sich selbst. Drei Bundesschwestern konnte sie für langjährige Mitgliedszeiten mit ihren gleichberechtigten Vorsitzenden, Jutta Reinisch und Marianne Dobner, sowie der Bezirksvorsitzenden mit der Ehrennadel in Silber auszeichnen: Christa Hösl für 20 Jahre, Annemarie Zintl (25) und Margareta Grötsch (30). Die Ehrung für Erika Hagner (30) werde bei Gelegenheit nachgeholt.
Waidhaus
26.05.2018 - 19:39 Uhr
Frauen pochen auf ihr Recht
von Josef Forster
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