01.09.2019 - 12:24 Uhr
WaidhausOberpfalz

"Heute gibt es nur Gewinner"

Acht Jugendfeuerwehren bestechen beim Leistungswettbewerb zum 20-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Waidhaus mit beeindruckenden Leistungen. Manche Übungen müssen mit verbundenen Augen bewältigt werden.

"Die Übungen haben es in sich." Das stellen unter anderem zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl und Bürgermeisterin Margit Kirzinger (von links) fest.
von Josef PilfusekProfil

„Wer die Jugend hat, hat die Zukunft.“ Der Spruch mag zwar abgedroschen sein, trifft jedoch bei der Waidhauser Feuerwehr den Nagel auf den Kopf. Schließlich kann sie seit 20 Jahren auf ihren Nachwuchs bauen. Und so sprachen Bürgermeisterin und Schirmherrin Margit Kirzinger sowie alle Festredner bei der Feier des Gründungsjubiläums am Samstag und Sonntag von einer intakten und starken Truppe. Den Grundstein hatten vor zwei Jahrzehnten Hans Hanauer und Karl Sattler in Zusammenarbeit mit dem damaligen Kreisjugendwart Josef Winklmann gelegt.

„Das sieht einfacher aus, als es ist“, stellte Kirzinger beim Leistungswettbewerb zum Auftakt des Jubiläums am Samstag fest, als sie zusammen mit ihrem Stellvertreter Markus Bauriedl etwa das Saugschlauch-Kuppeln oder das Kuppeln einer C-Leitung aufmerksam verfolgte. Das galt auch für den Leinenbeutel-Zielwurf. Ihr Wissen mussten die Nachwuchsfeuerwehrleute bei einer Gerätekunde unter Beweis stellen und ihre Geschicklichkeit beim Anlegen eines Brustbundes – und das mit verbundenen Augen – unter Beweis stellen. An einer „Überraschungsstation“ zeigten sie, dass sie mit einem Spreizer schon recht gut umgehen können.

Ein großes Lob gab es deshalb für alle vom Waidhauser Jugendwart Dominik Zintl, als er sagte: „Ihr habt die Aufgaben motiviert und diszipliniert gemeistert.“

„Es hat Riesenspaß gemacht, euch zuzuschauen“, war das Resümee von Mirjam Schuller. Dabei wusste die Kreisjugendwartin, „dass vieles gar nicht so einfach war“. Groß war der Jubel dann vor allem bei der Feuerwehr Pfrentsch/Leuchtenberg, denen Schuller den Siegerpokal übergab. Auf den zweiten Platz kam die Jugendfeuerwehr Waldthurn 1. Dritter wurde Kaimling. Die weiteren Platzierungen: 4. Tröbes, 5. Eslarn, 6. Oberlind, 7. Waldthurn 2 und 8. Waidhaus.

Über die Bühne gegangen war der Wettkampf unter der Leitung des stellvertretenden Kommandanten Hans-Peter Müller. Als Schiedsrichter hatten neben Schuller Kreisbrandinspektor Martin Weig, die Kreisbrandmeister Andreas Götz, Alexander Kleber und Matthias Schmidt sowie der stellvertretende Kreisjugendwart Dominik Zintl, Alexander Klettner, Lukas Przetak, Sven Riedel, Nicole Scharff, Fabian Schreffl, Markus Schwarz und Ehrenkreisjugendwart Josef Winklmann fungiert.

Laut Martin Weig „habt ihr tapfer und mutig gekämpft“. Das Lob des Kreisbrandinspektors galt aber auch den Ausbildern. Und so fand er: „Hier sind hervorragende Gruppen, heute gibt es nur Gewinner.“ Nur marginale Unterschiede hatte auch Margit Kirzinger gesehen. Daher sprach die Bürgermeisterin wie alle von beeindruckenden Leistungen und freute sich, dass immer wieder Jugendliche in den aktiven Dienst übernommen werden, und fasste zusammen: „Wir sind stolz auf euch.“ Eingeschlossen in den Dank waren auch Kommandant Markus Schwarz und Jugendwart Dominik Zintl sowie die Gründungsväter Hans Hanauer und Karl Sattler.

„Es ist schön, dass wir immer auf eine aktive Jugend zurückgreifen können“, sagte Kommandant Markus Schwarz, stellte allen Organisatoren und Helfern um Vorsitzenden Sandro Hochwart ein Bestzeugnis aus und gab die Devise aus: „Heute können alle feiern.“ Erinnerungsgeschenke übergab der Vorsitzende noch an Kirzinger, Hanauer und Sattler. Laut Hanauer „ist es heute keine Selbstverständlichkeit mehr, wenn sich junge Leute ehrenamtlich engagieren“. Deshalb freute er sich über die Begeisterung für den Feuerwehrdienst und wünschte „viel Spaß bei der Ausbildung“.

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