18.06.2020 - 10:58 Uhr
WaidhausOberpfalz

Hochtemperatur-Fackel für Waidhauser Megal-Station

Die Gas-Verdichterstation unweit des alten Grenzübergangs ist von internationaler Bedeutung. Ein weiterer Bauantrag gewährt Einblick in das aktuelle Geschehen.

Die Hochtemperatur-Fackel (im Vordergrund) an der Straße nach Reichenau soll durch einen Neubau an das modernisierte Entspannungskonzept der Gas-Verdichterstation angepasst werden.
von Josef ForsterProfil

Die Betreiber des Energiezentrums planen eine neue Hochtemperatur-Fackel als Teil des modernisierten Konzepts. Seit 2015 laufen die umfangreichen Erneuerungs- und Erweiterungssarbeiten in der Waidhauser Kompressor-Station in einem Umfang von mindestens 120 Millionen Euro durch die Mitteleuropäische Gasleitungsgesellschaft (Megal). Das bisherige Entspannungssystem entspräche nicht mehr den neuesten Anforderungen, zitierte Bürgermeister Markus Bauriedl aus den Antragsunterlagen. Im öffentlichen Teil der Marktratssitzung ging es um eine Erweiterung der Anlage durch diverse neue Einheiten.

Wie bisher solle das Entspannungsgas weiterhin in der Anlage genutzt werden. Nur in Ausnahmefällen und der Sicherheit wegen müsse auch ein Abfackeln gewährleistet sein. Der Ersatzbau für die bisherige Hochtemperaturfackel werde in einer Gesamthöhe von 10 Metern und einem Durchmesser von 3,20 Meter genannt. Insgesamt solle das neue System für eine drastische Verringerung des Entspannungsvolumens sorgen. Für das Umfeld der Station seien keine Emissionen zu erwarten. Das neue System sei auf eine Leistung von 10 Megawatt ausgelegt. Weiter informierte der Rathauschef über den Status des Areals innerhalb eines Sondergebiets für Versorgungsanlagen. Andere Bauten im Umwirkungskreis der Fläche wären derzeit nicht vorgesehen, was der Marktrat in seinem einstimmigen Beschluss letztlich mit verankerte.

Bei der Suche nach neuen Seniorenbeauftragten galt Bauriedls expliziter Dank der bisherigen Amtsinhaberin Irmgard Bótha „für die vielen Jahre, in denen sie sich der Marktgemeinde zur Verfügung stellte“. Nachdem die Fraktionssprecher bereits um Vorschläge gebeten wurden, gab der Bürgermeister mit Annelie Spitzner aus dem Ortsteil Reichenau und Rosalinde Hera-Mack (Frankenreuth) zwei neue Ehrenamtliche. Das Gremium stimmte geschlossen für eine Berufung der beiden Frauen von 2020 bis 2026.

Bei der Neubesetzung der Jugendbeauftragten galt Bauriedls „recht herzlicher Dank“ Ramona Stefinger, die das Amt mehrere Jahre ausgeübt hatte. Nachfolgerinnen sind Elisabeth Träger-Greß (Berghaus) und Magdalena Mensch (Waidhaus). Zweiter Bürgermeister Josef Schmucker bat nach der geschlossenen Zustimmung des Gremiums noch darum, sich in einer der nächsten Sitzungen damit zu beschäftigen, „wie eine finanzielle Unterstützung aussehen sollte und könnte: Da müssen wir vom Marktrat schon ein bisschen einen Anstoß geben. Damit die Jugendbeauftragten auch einen Handlungsspielraum haben.“ Da Bauriedl konkrete Aktionen in diesem Jahr stark in Frage stellte, sah er eine Beratung für den Haushalt 2021 als ausreichend: „Wer weiß, was da noch möglich ist und ob überhaupt Lockerungen kommen.“

Außerdem befürwortete das Gremium den Antrag eines Unternehmers aus Hagendorf zur Verwendung des Waidhauser Wappens in Zaunteilen am Firmensitz. Die Nutzung ziele auf die Errichtung eines Sichtschutzes beim Mitarbeiter-Freisitz aus Gabionen und Stahlelementen. Gespannt harren die Ratsherren der Fertigstellung, da die Wappen von Pleystein und Waidhaus künstlerisch verwendet würden. Zur Wahrung der rechtlichen Voraussetzungen erhielt der Beschluss entscheidende Aussagen: Die geplante Verwendung schade weder dem Ansehen der Marktgemeinde, noch komme es zu Wettbewerbsverzerrungen. Gebühren für die erlaubte Nutzung werden nicht erhoben.

Als Nachbarkommune musste Georgenberg dem Marktrat eine Satzungsänderung vorlegen. In Neukirchen zu Sankt Christoph und Neudorf sei die Einbeziehung einer Außenbereichsfläche vorgesehen. „Damit die dortigen Flächen künftig leichter zu bebauen sind“, kommentierte Bauriedl. Zugleich empfahl er dem Gremium in Absprache mit der eigenen Verwaltung den Verzicht auf eine Stellungnahme. Belange der Marktgemeinde Waidhaus seien nicht berührt. Einstimmig schlossen sich die Mitglieder diesem Vorschlag an.

Weitere Themen aus der Waidhauser Marktratssitzung

Waidhaus
Baxi und Bocklweg:

Über erste Nachbesserungen zum neu eingeführten Personentransportsystem Baxi informierte Bürgermeister Markus Bauriedl in seinen Mitteilungen. Es werde konkrete Verbesserungen geben, welche nach einer Prüfung durch die Bundesbahn ab 1. Januar eingeführt würden. Ein direkter Anschluss an Weiden sei aber immer noch nicht möglich. Die Kommunen wären lediglich aufgerufen, bis 30. Juni Vorschläge zu machen. Insbesondere ziele dies auf eine Änderung von Abfahrtszeiten.

Auch die Pflege des Bocklwegs brachte Bauriedl zur Sprache. Zwischen 1. März und 30. September werde Waidhaus monatlich wieder 200 Euro Pauschale investieren. Das von allen beteiligten Kommunen beauftragte Unternehmen werde die Trasse in diesem Zeitraum wieder von Bewuchs freihalten und die Ruhebänke, Geländer und Rastplätze pflegen.

Im Rahmen der Anfragen der Gremiumsmitglieder wies Dritter Bürgermeister Ewald Zetzl auf eine starke Verschlammung des Bocklwegs unweit des Bogenschießstands in Pfrentsch hin. Sein Fraktionskollege Josef Kleber bat um einen Heckenrückschnitt in der Frankenreuther Straße wegen dem Einwuchs der Straßenbeleuchtung und Platzverlusten im Begegnungsverkehr: „Da hat mein keine Chance. Das ist unangenehm.“ Zudem bat Kleber aufgrund starker Rissebildungen um eine Aufnahme des Straßenzugs Kreuzbergring in die Sanierungsliste.

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