02.07.2019 - 10:09 Uhr
WaidhausOberpfalz

Lösung für Querung der Autobahn A6 gesucht

Eine wesentliche Aufwertung kommt auf den Radweg Bocklweg zu. Dafür gilt es, erst einmal eine weitere wichtige Verkehrsader zu überwinden

Parallel laufen Bocklweg (im Vordergrund) und Autobahn A6 an Waidhaus vorbei. Im Umfeld der Staatsstraße nach Pfrentsch (im Hintergrund) plant die Marktgemeinde einen kombinierten Rad- und Gehweg. An welcher Stelle eine Querung der Autobahn möglich wird, müssen die Planungen zeigen.
von Josef ForsterProfil

Der Marktrat beschäftigte sich am Montagabend zwar mit der Neuplanung eines kombinierten Geh- und Radwegs zwischen Waidhaus und Pfrentsch. Nach der Fertigstellung – die allerdings noch in den Sternen steht – dürfte die asphaltierte Strecke aus verschiedenen Gründen zur lukrativen Abkürzung des beliebten Bocklwegs zwischen Eslarn und Lohma werden. Zum Neubau entlang der Staatsstraße vergab das Gremium die erforderlichen Ingenieurleistungen für knapp 50 000 Euro einstimmig an das Vohenstraußer Bauingenieursbüro Bamler.

Der Beschluss sieht zwei Bauabschnitte vor, die sich auf Höhe der Einfahrt in den Autohof treffen. Für die Teilstrecke auf Waidhauser Seite werden Kosten von 84 000 Euro netto erwartet, während der Weiterbau bis Pfrentsch mit rund 300 000 Euro veranschlagt ist.

Bürgermeisterin Margit Kirzinger bat die Markträte um eine sofortige Zustimmung für das Vorhaben, um in Grundstücksverhandlungen treten zu können. Aus dem Gremium regte einzig Ewald Zetzl (CSU) die Berücksichtigung eines von ihm schon seit längerer Zeit geplanten Fahrbahnteilers am nördlichen Ortseingang von Pfrentsch im Zuge des Planungen an. Die Bürgermeisterin sicherte Entsprechendes zu, nutzte jedoch den Einwand zugleich für eine aktuelle Information zum angedachten Ausbau der Ortsdurchfahrt in Pfrentsch. Eine Nachfrage beim Baureferenten Gerhard Kederer am staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach sei weniger erfreulich verlaufen. Nicht einmal die Zeit für eine Besprechung dieses Projekts könne von dort bis Jahresende angeboten werden, da die Verkehrsbehörde aktuell zu viele Maßnahmen am laufen habe.

Aus dem nicht öffentlichen Teil der Junisitzung gab Kirzinger die nahtlose Weiterverpachtung von zwei gekündigten Dauerstellplätzen auf dem Campinggelände der Freizeitanlage „Bäckeröd“ an zwei neue Interessenten bekannt.

Zur beschlossenen Kindergarten-Erweiterung stießen die Pläne von Architekt Rudolf Meißner aus Waldthurn ohne Ausnahme auf Wohlwollen. Die Übergangs-Container würden am Dienstag abgenommen und fügten sich gut ins Gesamtbild ein, antworteten Kirzinger und Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl auf die Nachfragen von SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug. Noch gelte es, auf die Zuschussbescheide zu warten, bevor es an die Ausschreibungen gehen dürfe. Der Baubeginn sei für das zeitige Frühjahr 2020 angepeilt.

Einen 1,70 Meter hohen Stahlzaun für das Halten eines großen Hundes genehmigten die Markträte einmütig einem Anlieger nordöstlich des Papierwegs. Einzig Zeug riet zu einer allgemeinen Information im nächsten Gemeindeblatt, nachdem „der Weg jener sein sollte, zunächst einen Bauantrag zu stellen und erst nach Erhalt einer Genehmigung zu bauen“.

Das Thema Mobilfunk schlug bereits bis in die Landeshauptstadt Wellen, nachdem das Bayerische Fernsehen den ganzen Nachmittag mit der Bürgermeisterin unterwegs gewesen sei. Zum „weißen Fleck“ auf der aktuellen Versorgungskarte - der sich an der Landesgrenze beim Ortsteil Reichenau befinde - verzichtete der Marktrat auf das Stellen eines Antrags zum aktuellen Förderprogramm. Die Karte beurteilte Kirzinger als „mangelhaft und untauglich“. Zudem handle es sich bei der Mobilfunkversorgung der Bevölkerung um eine Bundesaufgabe, die immer mehr auf die Kommunen abgeschoben werde. An die Marktverwaltung habe es nun zumindest eine Info gegeben, wonach eine neue Antenne der Telekom auf den bestehenden Funkmast bei der Autobahnanbindung kommen solle. Bauamtsleiter Christian Meier hegte damit einhergehend die Hoffnung einer Verbesserung des Empfangs in Richtung Pfrentsch.

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