Waidhaus
20.07.2018 - 08:25 Uhr

Markante Töne

In Sachen Qualität macht den „Woihauser Straßenmusikanten“ so schnell kaum jemand etwas nach. Eine Stunde schenkt die Kapelle einem großen Publikum nun umsonst.

Gesungene Lieder zählen zum Markenzeichen der "Woihauser Straßenmusikanten" um Dieter Hanauer (Zweiter von rechts). fjo
Gesungene Lieder zählen zum Markenzeichen der "Woihauser Straßenmusikanten" um Dieter Hanauer (Zweiter von rechts).

(fjo) Ob beim „Bluval“ in Straubing oder beim „Drumherum“ in Regen: Die Traditionskapelle aus dem Grenzmarkt ist bei beiden Blasmusik-Festivals eine feste Größe. Darüber hinaus genießt das Ensemble um Leiter Dieter Hanauer längst einen exzellenten Ruf weit über die Oberpfalz hinaus. Locker nehmen es die Musikanten durch ihre geniale Besetzung mit renommierten Größen altbayerischer Volksmusik auf. Ein eindrucksvoller Klang ergibt sich durch die nur einstimmige Besetzung jeder Stimme als Markenzeichen. Stücke und Lieder aus der Grenzregion rund um Waidhaus krönen das Repertoire der Gruppe und verleihen ihr ein unverwechselbares Erkennungszeichen. Da gibt es den „Hörlmühl-Marsch“ oder „In der Binsenlouh“ mit direktem lokalen Erkennungswert.

Sauber und korrekt inszenierte die Kapelle ihre Werke auch am Mittwochabend auf der Serenadenbühne der Marktgemeinde. Ohne großes Aufhebens reihten sich die Musikanten in die zur Neige gehende Serie der „Waidhauser Sommerserenaden“ ein. Die Masse an Interessierten und ein lauer Sommerabend lieferten ideale Voraussetzungen dazu. Zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl griff als Vertreter der Marktgemeinde am Beginn zum Mikrofon und hieß Einheimische, Auswärtige und Urlaubsgäste willkommen. Ein paar lobende Worte an die Kapelle durften nicht fehlen.

Dann stellten die Straßenmusikanten ihren eigenen Dialekt in den Vordergrund. Hornist Markus Schwarz machte da keine Ausnahme und kommentierte sämtliche Titel so, wie ihm „der Schnabel gewachsen“ sei. Keinerlei Widerspruch erntete er ebenso für seine Feststellung eines fröhlichen Beginns und eines fröhlichen Endes. Einzig mit ihren „Zugabe“-Bitten fand das Publikum nicht so recht Gehör. „Schied äi, aids is‘s Feieroumd“ war das einzige zusätzliche Stück.

Während der Stunde zuvor hörten die Gäste dagegen immer wieder neue und alte Trinksprüche von Schwarz. Das uralte Lied vom „Floh“ und der „Bradatsch-Walzer“ ernteten jeweils einen Riesenapplaus. Zu kräftigem Mitklatschen führte Mosch‘s Klassiker „Auf der Vogelwiese“. Bei vielen Liedern durfte der Gesang durch die Mitglieder der Kapelle nicht fehlen. Mit ihren Stimmen krönten die Musikanten ihr Spiel regelrecht. In der vordersten Reihe begeisterten neben Hanauer die Ehepaar Anke und Bernhard Kretschmer sowie Christine und Karl Landgraf. Den Rhythmus am Schlagzeug gab Tobias Bauer vor, während Andreas Hösl und Christian Günter das Ensemble vervollständigten.

Zum Abschluss der Serenadenreihe gastiert am Mittwoch, 25. Juli, mit „Random System“ ab 19 Uhr eine Gruppe der Musikinitiative Vohenstrauß, die unter Leitung von Paul Hüttl dann noch moderner Musik Raum gibt. Auch hier wird kein Eintritt verlangt. Wer die „Waidhauser Sommerserenaden“ unterstützen möchte, kann Buttons zum Preis von fünf Euro an der Imbisskasse erwerben. Unter Federführung von Gemeindebediensteter Heike Bauriedl steht rund um das Konzert noch einmal im Serenadenhof eine bunte Auswahl an Speisen und Getränken zu Selbstkostenpreisen im Angebot. Bei ungünstiger Witterung würde die Veranstaltung direkt nach nebenan in den großen Saal des Gemeindezentrums im Rathaus verlegt.



 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.