19.02.2019 - 08:44 Uhr
WaidhausOberpfalz

Marktplatz Waidhaus: Nächster Versuch zur Neugestaltung

Wie schon ihre beiden Vorgänger, Gustl Reichenberger und Anton Schwarzmeier, scheiterte auch Margit Kirzinger bislang an einer Sanierung des Waidhauser Marktplatzes. Doch die amtierende Bürgermeisterin gibt so schnell nicht auf.

Erneut versucht ein Rathauschef, den Marktplatz (links) neuzugestalten, mit ungewisser Zukunft. Die Sanierung des Anwesens in der Hauptstraße 17 (Mitte, rechts) für einen für Josef Schmucker erschreckenden Betrag erregt hingegen die Gemüter im Marktrat.
von Josef ForsterProfil

Die Rathauschefin bat die Markträte bei der Sitzung am Montagabend um eine baldige Zusammenkunft des Hauptverwaltungs-Ausschusses. Zwei Themen seien in der vergangenen Woche bei einer Fahrt zur Regierung der Oberpfalz in Regensburg auf dem Prüfstand gewesen. Die neuen Erkenntnisse zu einer Städtebauförderung für den Marktplatz möchte Kirzinger so schnell wie möglich in eine Sondersitzung tragen.

Auch für das von der Marktgemeinde erworbene Anwesen Hauptstraße 17 könnten Zuschüsse aus der Wohnbauförderung fließen, teilte Kirzinger mit. Dazu äußerte Josef Schmucker als Fraktionssprecher von UWG und Pfrentscher Liste massive Kritik: "Sauer aufgestoßen ist nicht nur mir, dass da alles Mögliche im Haushalt drin steht." Er meinte damit vor allem den Betrag von einer halben Million Euro für das Anwesen in der Hauptstraße 17: "Wir wissen von nichts. Uns erschreckt dieser Betrag. Diese Vorgehensweise passt uns gar nicht." Informationen hätte sich die Fraktion mindestens noch im vergangenen Jahr erwartet: "Jetzt seid ihr zu spät dran." Die Meinungen seien bereits zuvor auseinandergegangen, ob das Anwesen komplettsaniert werden müsse.

"Ich hingegen höre immer wieder, alle wollen, dass wir diesen Schandfleck beseitigen und etwas machen", entgegnete Kirzinger. Für mehr Aufklärung sorgte schließlich Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl mit ihrem Hinweis: "Der Betrag von 500 000 Euro resultiert einzig aus dem Förderantrag an die Regierung."

Die Geschäftsleiterin übernimmt mit Ortsheimatpfleger Andreas Ringholz die Leitung des Historischen Festjahrs 2021. Wilka-Dierl und Ringholz haben bereits federführend am historischen Wochenende des Heimatfests 2013 mitgewirkt. "Wir hätten kein besseres Team an der Spitze finden können", sagte Kirzinger vor der einstimmigen Zustimmung des Marktrats.

Zur weiteren Vorbereitung und Organisation bestellte das Gremium zweiten Bürgermeister Markus Bauriedl, Georg Kleber, Ewald Zetzl, Josef Kleber, Monika Zeitler-Kals und Rudi Grundler junior aus den eigenen Reihen als Mitglieder in den noch zu gründenden Festausschuss.

Die Markträte wurden außerdem um ihre Meinung zu einer Buchung der Ausstellung "Der gelbe Stern" des Antikriegsmuseums Berlin gefragt. Schon seit einigen Jahren erhalte Kirzinger immer wieder Anfragen der "Friedensbibliothek" mit Sitz in der Bundeshauptstadt. Die Kontakte hätte die Beauftragte der evangelischen Kirche Deutschlands für die Waidhauser Autobahnkirche, Gunhild Stempel, hergestellt. Die Bürgermeisterin erläuterte, die Ausstellung sei zu groß für die Autobahnkirche.

Deshalb hätten die Initiatoren das Gemeindezentrum im Rathaus im Visier. Die Schau könnte als Ersatz für die in Kürze beendete Ausstellung des Heimatkundlichen Arbeitskreises den Grenzort bereichern und würde voraussichtlich 600 Euro kosten. Hierfür gebe es einen Spender, kündigte die Bürgermeisterin an. Einmütig sprachen sich die Markträte für die Buchung der Schau aus.

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