10.06.2019 - 15:13 Uhr
WaidhausOberpfalz

Marktrat Waidhaus will Schlauch-Waschanlage

Der Vergabe von Ingenieurleistungen zum Bau einer Schlauch-Waschanlage widmet sich die Junisitzung des Marktrats. Und es gibt Überraschungen.

Die Glocke auf dem Leichenhaus beim Friedhof wird immer noch von Hand geläutet. Damit soll noch heuer Schluss sein.
von Josef ForsterProfil

Mit dem Projekt sollen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte entlastet werden. Sie sollen nicht zusätzliche Freizeit in Reinigungsarbeiten stecken müssen. Der favorisierte Standort ist in der Nähe des Waidhauser Gerätehauses. Nutznießer sollen alle Feuerwehren der Marktgemeinde sein. Dazu holte die Kommune Alexander Diehm aus Lappersdorf zum Auftragspreis von 2320 Euro. Ausflug nach Oberfranken

Den Beschluss für einen Betriebsausflug nach Bayreuth und ins Kräuterdorf Nagel am 12. September fassten die Markträte gemeinsam. Einstimmig folgte das Gremium dem Vorschlag von Bürgermeisterin Margit Kirzinger bei der Behandlung eines Antrags der Vereinsgemeinschaft. Es ging um die Übernahme des alten Unimogs aus dem gemeindlichen Bauhof. Wegen "ungeklärter Sachverhalte" hatte die Rathauschefin um Zurückstellung des Themas gebeten. Elektrisch läuten

Einer der letzten Glockentürme, der noch ohne elektrisches Geläut ist, soll umgestellt werden. Der Marktrat stimmte geschlossen dafür. Die Anlage auf dem Leichenhaus beim Friedhof werde immer noch von Hand geläutet, begründete dies die Bürgermeisterin. Die Sanierung soll eine Firma aus Röhrenbach für 3669 Euro erledigen. Kaum Raser

Kirzinger stellte die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessung in der Brauhausgasse vor. Dabei sei festgestellt worden, dass parkende Autos ein schnelles Fahren verhinderten. SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug: "Generell zeigt sich, dass die gefühlten Geschwindigkeiten überschätzt werden. Unsere Messungen bestätigen nirgends häufiges Rasen." Weniger Förderung

Zum Ausbau des Turnerplatzes in Reichenau informierte Kirzinger über den Eingang des Förderbescheids. Darin stehe nun, dass Waidhaus doch nicht so viel bekommt, wie erhofft. "Wir erhalten jetzt nur 52 anstatt der erwarteten 62 Prozent." Grund sei die starke Finanzkraft der Kommune.

Zugleich begrüßte die Bürgermeisterin das neue Förderverfahren, weil damit auch Sanierungen privater Anlieger bezuschusst werden könnten. Hierzu müsse die Marktgemeinde einen Berater benennen. Die Wahl sei auf Architekt Josef Schönberger junior aus Tännesberg gefallen. Fielen Beratungen an, erhalte die Gemeinde dafür eine Förderung von 57 Prozent.

Als Ausschreibungstermin für den Turnerplatz nannte Kirzinger die Woche nach den Pfingstferien. Als Termin für den Auftrag der Oberschicht bei den Ortsstraßen in Reichenau sei ihr von der Firma Baumer in Oberviechtach der Juli genannt worden. Hinauszögern werde sich der Bau der Erschließungsstraße im Gewerbepark, weil erst nach vorherigen Rodungen ein Auftrag zur Ermittlung der Geländehöhen erteilt werden könne. Besser plakatieren

Vera Stahl brachte das zu hohe Gras im Garten der Kita zur Sprache sowie die ersten Erfahrungen mit der neuen Plakatierverordnung. Die SPD-Markträtin sah einen Rückgang bei den Plakaten, monierte aber die Situation in der Nepomukanlage bei der Autobahnkirche: "Das ist nicht schön." Eine Absage erteilte ihr Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl: "Das wurde so beschlossen und kann nicht geändert werden, weil es Bestandteil der Verordnung ist."

Josef Kleber (CSU) lieferte jedoch eine Begründung und riet zu einem Vorschlag, der die Satzung nicht berühre: "Die Platte ist zu hart. Es sollte ein Austausch gegen ein weicheres Material geprüft werden, um Plakate leichter anheften zu können." Verwaltung und Bürgermeisterin sicherten eine Untersuchung zu.

Die Entscheidung zum Buswartehäuschen in Reinhardsrieth ist vertagt. Es wird die Diskussion in der Ortsteilversammlung am Mittwoch, 19. Juni, abgewartet.
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