Waidhaus
10.04.2026 - 10:02 Uhr

Mutmaßlicher Schleuser in Waidhaus festgenommen

Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus hat nach einem Zeugenhinweis einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Der Einsatz erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Bayerischen Polizei und dem Zoll.

Auf dem Auflieger eines Lkw fand die Bundespolizei eindeutige Spuren einer Schleusung. Der Fahrer wurde festgenommen. Bild: Bundespolizei
Auf dem Auflieger eines Lkw fand die Bundespolizei eindeutige Spuren einer Schleusung. Der Fahrer wurde festgenommen.

Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben am Mittwoch, 8. April, nach einem Zeugenhinweis und intensiven Fahndungsmaßnahmen einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Der osteuropäische Lastwagenfahrer stehe im Verdacht, auf der Ladefläche seines Lastwagens zwölf iranische und irakische Staatsangehörige unerlaubt nach Deutschland eingeschleust zu haben, wie die Bundespolizei mitteilt.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis am Dienstagnachmittag: Eine Zeugin meldete der Polizei, dass mehrere Personen auf der Bundesstraße B 85 nahe Amberg aus einem Lastwagen ausgestiegen seien. Beamte der Polizeiinspektion Amberg trafen vor Ort insgesamt zwölf Personen an und nahmen sie in Gewahrsam. Unmittelbar nach Bekanntwerden des Sachverhalts leiteten die Landes- und die Bundespolizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem beschriebenen türkischen Lastwagen ein – zunächst jedoch ohne Erfolg.

Eindeutige Spuren

Da der Verdacht des Einschleusens von Ausländern im Raum stand, übernahm die Bundespolizei Waidhaus unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden die Ermittlungen. Nur 18 Stunden nach der Absetzung der Personen bei Amberg habe eine Streife der Bundespolizei am Mittwochabend, 8. April, am Parkplatz des Zollamts Waidhaus einen Lastwagen entdeckt, auf den die Fahndungshinweise des Schleusungs-Lkw passten, teilte die Bundespolizei mit. Bei der anschließenden Kontrolle bestätigte sich der Verdacht: Fahrzeug und Auflieger konnten eindeutig mit der vorangegangenen Schleusung in Verbindung gebracht werden.

Die Bundespolizisten nahmen den 51-jährigen türkischen Fahrer vorläufig fest. Ermittler des Bundespolizei-Ermittlungsdienstes Waidhaus ordneten ihn als Fahrer des Lastwagens während der Schleusung zu. Mit Unterstützung einer Streife des Zolls Wernberg öffneten die Einsatzkräfte die angebrachte Zollplombe und überprüften den Auflieger. Auf der Ladefläche hätten sie deutliche Hinweise auf einen Personentransport entdeckt, heißt es in der Mitteilung. Die Beamten fanden offen liegende Kleidungsstücke, Decken und Matratzen sowie zahlreiche Wasserflaschen und teilweise geöffnete Pakete.

Festnahme nach 18 Stunden

Nach derzeitigem Ermittlungsstand besteht der dringende Tatverdacht, dass der Beschuldigte am Dienstag, 7. April, insgesamt zwölf Personen auf der Ladefläche seines Lastwagens unerlaubt in die Bundesrepublik eingeschleust hat. Der 51-Jährige werde nun dem Haftrichter beim Amtsgericht Weiden vorgeführt. Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden hat die Bundespolizeiinspektion Waidhaus die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die erfolgreiche Festnahme sei das Ergebnis einer engen und koordinierten Zusammenarbeit mehrerer Behörden, heißt es in der Mitteilung. Unter Führung der Staatsanwaltschaft Weiden arbeitete die Bundespolizeiinspektion Waidhaus dabei Hand in Hand mit der Bayerischen Polizei und dem Zoll zusammen. Vom ersten Bürgerhinweis über die polizeilichen Erstmaßnahmen bis hin zur gezielten Fahndung und Festnahme des Tatverdächtigen griffen die Maßnahmen der beteiligten Stellen nahtlos ineinander, was zu einer Festnahme des mutmaßlichen Schleusers nach nur 18 Stunden geführt habe.

„Mein Dank gilt allen beteiligten Behörden, denn gerade diese abgestimmte Zusammenarbeit ist maßgeblich für den schnellen Fahndungserfolg. Wir verfolgen gemeinsam und konsequent das Ziel, die Schleusungskriminalität effektiv zu bekämpfen und Täter zur Verantwortung zu ziehen“, betonte Staatsanwalt Matthias Bauer von der Staatsanwaltschaft Weiden.

Staatsanwaltschaft und Bundespolizeiinspektion Waidhaus danken ausdrücklich der aufmerksamen Zeugin für den entscheidenden Hinweis. Solche Hinweise seien ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Schleusungskriminalität und können entscheidend zur Aufklärung von Straftaten beitragen.

Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.

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