12.01.2021 - 12:40 Uhr
WaidhausOberpfalz

Sonnenstrom: Marktgemeinde Waidhaus schafft zusätzlichen Anreiz

Waidhaus unterstützt den Bau von Sonnenstrom-Anlagen ab sofort mit Geld aus dem eigenen Gemeindehaushalt. Raus aus der Landschaft und zurück auf die Dächer lautet dabei das Motto.

Für neue Sonnenstrom-Anlagen auf Dächern gewährt der Marktrat nunmehr Zuschüsse vor Ort.
von Josef ForsterProfil

Beinahe ein ganzes Jahr lang bastelten Marktrat und Verwaltung an den Förderrichtlinien zu Sonnenstrom-Anlagen. In der jüngsten Marktratssitzung war der Antrag aus Reihen der CSU-Fraktion nun endlich unter Dach und Fach. Geschlossen und wohlwollend stimmte das Gremium der Satzung zu. Vorab bereitete das Vorhaben der Verwaltung eine Menge Arbeit. Der bayerische Gemeindetag und das Münchner Wirtschaftsministerium wollten unbedingt eingebunden sein.

Daraus entstand eine ganze Reihe von Auflagen, die im Marktrat erst einmal beraten sein wollten. Mindest- und Höchstumfang etwa, oder die zwingende Kopplung mit einer Speichereinrichtung. Beibehalten werden konnte zumindest der Grundgedanke von Zuschüssen ausschließlich an Bürger. Die Beteiligung der Behörden gründete in erster Linie in einer möglichen Rückforderung staatlicher Zuschüsse. Das bayerische Wirtschaftsministerium hatte daraufhin zu einer reinen Förderung von Stromspeichern geraten und forderte hierfür mindestens 3 Kilowattstunden (kw/h), höchstens 10.

In einer facettenreichen Debatte befasste sich das Gremium mit verschiedenen Gesichtspunkten. Muss der Eigentümer mit im Gebäude wohnen und wie viele Wohnungen darf das Gebäude höchstens aufweisen, stand dabei beispielsweise in der Diskussion. „Damit wir eine Lösung haben für die Anträge. Damit das Raster festgelegt ist“, begründete Bürgermeister Markus Bauriedl. Sein Stellvertreter Josef Schmucker sprach sich für eine größtmögliche Ausweitung vor: „Jede Installation auf dem Dach ist besser, als auf einer Freifläche.“

Die SPD-Fraktion wollte den Umgang mit den im Jahr 2020 gebauten Anlagen geklärt wissen. Sprecher Johannes Zeug plädierte deswegen für eine Förderung auch ohne Speicher: „Denen waren doch die neuen Voraussetzung noch gar nicht bekannt.“ Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl ergänzte mit dem Hinweis auf aktuell 7 im Rathaus bereits vorliegende Anträge. Auch aus Reihen der antragstellenden Fraktion regte sich Unmut. „So war das Ganze nicht gedacht“, gab Maria Reichenberger-Hösl zu bedenken. Der Grundgedanke sei immer noch, Anreize für den Bau von Dachanlagen zu schaffen. Bürgermeister Bauriedl und Vera Stahl unterstützten diesen Hinweis sofort. Ein Konsens fand sich letztlich in der Aufnahme einer nachträglichen Förderung bei Nachrüstung von Speicherkapazitäten.

Einschlag von Käferholz

Dritter Bürgermeister Ewald Zetzl berichtete aktuell aus dem Gemeindewald. Aufgrund gestiegener Holzpreise sprach er sich für einen Einschlag von Käferholz aus. Sinnvoll sei darüber hinaus ein Radikalumbau aufgrund einer möglichen Förderung von 90 Prozent für alle Maßnahmen. Sogar die Umzäunung der Nachpflanzung würde bezuschusst. Förster Martin Stangl habe ihm diese Aufgabe übertragen.

Beleuchtung beim Bushäuschen

Die Beleuchtung beim Buswartehäuschen im Ortsteil Hagendorf war Andreas Ringholz ein Anliegen. Bürgermeister Bauriedl verwies auf den neuen Gemeindehaushalt und sicherte das Einholen von Angeboten zu.

Dank eines Campers

Öffentlich machte der Bürgermeister die Nachricht eines Campinggastes in der Freizeitanlage „Bäckeröd“. Der Camper bedanke sich für das „sehr gute Konzept“ und fühle sich „stets gut und sicher hier aufgehoben“. Zur Sprache sei gleichfalls die „besonders schwierige Saison für Anlagenwart Albrecht Müller“ gekommen. Erfreut resümierte der Bürgermeister: „Es ist schön, wenn man sieht, dass sich bewährt, was mir umgesetzt haben.“

Daran knüpfte er zum Jahreswechsel Dankesworte an die Vereinsvorstände, Ehrenamtlichen und Feuerwehrleute. Fest verbunden mit der Bitte „um eine Rückkehr nach dem Ende der Pandemie“.

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