01.08.2019 - 09:51 Uhr
WaidhausOberpfalz

Starker Besuch bei starker Kapelle

So was von gut fanden die Gäste die Musik und die ausgewählten Stücke bei der letzten Sommerserenade. Ausgerechnet ein „Haufen“ spielte sich in die Herzen des Publikums.

Musikalischer Leiter Stefan Striegl (links) konnte das famose Spieler seines Ensembls auch hin und wieder gelassen von der Seite aus genießen.
von Josef ForsterProfil

Ist mundartlich von einem Haufen die Rede, dann handelt es sich zumeist um irgendwelche abgelagerte Stoffe. Hochdeutsche Nachschlagewerke sehen darin vor allem eine Menge ohne bestimmte Anzahl. Doch konkret zu einem Blechhaufen gibt es gar keine Einträge. Trotzdem zog es am Mittwochabend über viele Waidhauser hinaus eine große Anzahl von Sereanden-Stammgäste aus Eslarn, Moosbach und Pleystein in den Serenadenhof. Überhaupt konnte beim abschließenden Abend der bislang beste Besuch verbucht werden. Dennoch lag ein Haus von Aschermittwochs-Stimmung in der Luft, weil es die letzte Serenaden 2019 war. Die Kapelle aus Waldthurn präsentierte ihre Musik nicht nur mit Instrumenten, sondern auch mit fein darunter gestreuten Gesangsstücken.

Das war dann jeweils der Part des Duos, Alexandra und Johannes, wodurch das Publikum in den Genuss etwa einer ausgereiften Version des Titels „Auf der Vogelwiese“ kam. Für die Ansagen zu den Musikstücken hatte das Orchester Doris Völkl mitgebracht. Märsche, Polkas und Walzer wechselten sich in loser Reihenfolge ab. Kräftigen Applaus gab es nach jedem Stück. Bürgermeisterin Margit Kirzinger genoss das heitere Spiel gar in der ersten Reihe. Eine kleiner Imbissauswahl und gekühlte Getränke verkaufte Serenadenbeauftragte Theresa Schmidt ein letztes Mal.

„Wir haben etwas Waidhauserisches auch dabei“, lobte Striegl vor einer besonderen Präsentation. Den „Brouda“-Marsch sangen die beiden Interpreten in einer Bearbeitung vom Chef der „Woihauser Straßenmusikanten“, Dieter Hanauer. „Das war heute ganz toll“ lobte Kirzinger zum Ende hin und stimmte dazu ein dreimaliges „Spitze“ an. Von Seiten der Gäste antwortete Striegl auf der gleichen Wellenlänge: „Wir sagen Danke für den tollen Abend und kommen gerne wieder. Uns hat es einen Riesenspaß gemacht.“ Der musikalische Leiter nutzte die Gelegenheit, um für das Vohenstraußer Altstadtfest Werbung in eigener Sache zu machen: „Da geben wir richtige Gas.“ Weil während der guten Stunde sei nur ein kleiner Auszug aus dem reichhaltigen Repertoire der Kapelle zu hören gewesen. Als erste Zugabe steuerte die Kapelle den „Waldthurner Jubiläumsmarsch“ zur guten Stimmung im Serenadenhof bei. „Aller guten Dinge sind drei“, versprach Striegl gleich darauf und hielt Wort. Die Bürgermeisterin freute sich mit Blick auf den Erfolg der Serenadenserie auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Alexandra und Johannes sorgen als Gesangsduo für Abwechslung.
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