26.11.2020 - 10:58 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waidhaus: Breitbandausbau erst bis Herbst 2022 abgeschlossen

Eigentlich sollte es in der Gemeinde spätestens bis Pfingsten schnelles Internet geben. Doch die Waidhauser müssen sich noch länger gedulden.

Für den weiteren Breitbandausbau bislang minderwertig versorgter Straßenzüge ist der Marktgemeinde ein Starttermin zwischen Ostern und Pfingsten 2021 versprochen worden. Aktuell laufen die Planungen, welche Bereiche in welcher Reihenfolge Berücksichtigung finden.
von Josef ForsterProfil

Über ein Treffen mit der Telekom wegen der nächsten Stufe des Breitbandausbaus berichtete Bürgermeister Markus Bauriedl in der Marktratssitzung. Der Kommune sei ein Starttermin zwischen Ostern und Pfingsten 2021 versprochen worden. Aktuell liefen die Planungen, welche Gemeindegebiete in welcher Reihenfolge Berücksichtigung fänden. Die Unternehmensvertreter hätten ihm dabei einen Komplettausbau mit Glasfaser außerhalb des Ortskerns inklusive kostenloser Hausanschlüsse zugesagt. Würden sich die Grundstücksbesitzer zu Vertragsabschlüssen durchringen, könnte die neue Technik schnellstmöglich genutzt werden. Wer dagegen auf seinem Altvertrag bestehe, werde weiterhin nur mit der bisherigen Internet-Schnelligkeit versorgt. Der Ausbau soll im Herbst 2022 abgeschlossen sein.

Mit einem Schmunzeln begleitete Bürgermeister Bauriedl jedoch eine weitere Feststellung, die ihm während des Gesprächs zu Ohren gekommen sei: „Da wird so wirtschaftlich geplant, dass da kein Handgriff zuviel entsteht.“ Denn bei Anwesen mit Telefonanschluss durch ein Kabel über Oberleitung werde das neue Glasfaserkabel nur an der Oberleitung festgemacht. Hier wolle sich nun aber die Gemeinde einschalten und zumindest den Abbau von Dachständern als Gemeinschaftsarbeiten favorisieren, dort wo noch solche vorhanden sind.

Baufälliges Objekt macht Sorgen

Ein unbewohntes, baufälliges Objekt bereitet der Marktgemeinde große Schwierigkeiten. Die Zahl der Erben liegt bei rund 100 Personen weltweit und jährlich kommen neue dazu. Weitere Angaben zum Standort des Anwesens konnte der Rathauschef nicht machen. Der Datenschutz lasse ihm keine Wahl. Andererseits stelle das Desinteresse der Erben die Kommune vor kaum lösbare Aufgaben. Die Verkehrssicherheit lasse längst stark zu wünschen übrig. Mit den Eintrag einer Grundschuld für übernommene Gefahrenbeseitigungen hoffe die Kommune über kurz oder lang zu einer Lösung zu gelangen. Übersteige dann irgendwann die Schuldenlast des Objekts den geschätzten Verkehrswert, könne eine Zwangsversteigerung auch ohne Erbenbeteiligung beantragt werden. Diesen Weg wolle die Kommune nun ins Auge fassen.

Bevor Manfred Schneider als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses Resümee zur Jahresrechnung 2019 zog, kam ihm der Bürgermeister in Vertretung für Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl bereits mit einigen abgearbeiteten Punkten zuvor. Am 13. und 15. Oktober hatte sich das Gremium nichtöffentlich mit der Thematik beschäftigt. Die dabei festgestellten Überstunden der Bauhofmitarbeiter seien schon größtenteils abgebaut, informierte Bauriedl vorab. Auch könnten kleinere Forderungsbeträge von insolventen Firmen nunmehr niedergeschlagen werden, selbst wenn diese über der bisher festgehaltenen Grenze von 250 Euro lägen.

Hier lesen Sie einen weiteren Bericht über die Marktratssitzung

Waidhaus

Nach einem großen finanziellen Erfolg in Höhe von fast 2000 Euro durch Umstellungen der Handytarife für die Bauhofmitarbeiter hatte der Ausschuss ein ähnliches Vorgehen auch für die Stromrechnungen aufgeworfen. Bauriedl bestätigte vorab, dass die Verwaltung ihre Freigabe dafür aussprach, so dass sich der Marktrat gleich noch in der Dezembersitzung damit beschäftigen könne. Im Anschluss folgte die allgemeine Stellungnahme Schneiders zu den Zahlen des Jahres 2019. Einmütig schloss sich das Gremium den festgestellten Summen von 5,75 Millionen Euro im Verwaltungs- und 1,175 Millionen Euro im Vermögenshaushalt an.

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