21.07.2021 - 12:54 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waidhaus: Hoffnung auf Wiederöffnung des Naturbadeweihers

Mit großer Genugtuung verlassen junge Familienväter aus Hagendorf die Julisitzung des Marktrats. Bürgermeister Markus Bauriedl macht dem Ortsteil große Hoffnungen auf eine Wiederöffnung des dortigen Löschteichs als Naturbadeweiher.

Über die Bestrebungen zur Wiederöffnung des einstigen Badeweihers im Waidhauser Ortsteil Hagendorf geht die Freude über die Bewohner des Ortsteils hinaus, weil damit eine weitere Badegelegenheit im östlichen Landkreis geschaffen wird.
von Josef ForsterProfil

„Wir versuchen alles, dass wir wieder öffnen und das Bad erhalten können“, versprach Bürgermeister Markus Bauriedl den unerwartet vielen Zuhörern. Eine Bademöglichkeit ohne extra Aufsicht werde dabei angestrebt. Alle Vorbereitungen dafür müssten jedoch darauf hinauslaufen, dass niemand aus Haftungsgründen bei einem Ereignis in Schwierigkeiten kommen könne. Die Kommune habe sich deshalb fachlichen Beirat geholt. Rechtsanwalt Dr. Kraft, welchen die Marktgemeinde bereits mit der rechtlichen Betreuung der Freizeitanlage „Bäckeröd“ beauftragt habe, sei schon vor Ort gewesen. Der Rechtsanwalt signalisiere Bereitschaft, hierzu ein eigenes Konzept zu erstellen.

Hürde Wasserqualität

Der Bürgermeister erklärte eine Grundvoraussetzung: „Die Wasserqualität muss natürlich entsprechend sein.“ Durch die Gemeindebediensteten würde eine Wasserprobe genommen und bei einem positiven Laborergebnis werde das Konzept in Auftrag gegeben. Unverzüglich nach dem Eingang des Konzepts werde dessen praktische Umsetzung geprüft, sicherte Bauriedl zu.

Keinerlei Hoffnungen machte er auf eine Entfernung der seit Monaten angebrachten Umzäunung des Weihers. Ein Zaun werde „auf jeden Fall gebraucht, damit Kinder nicht einfach hinein können“. Um eine Benutzung zu ermöglichen, werde eine spezielle Öffnungsvorrichtung geplant „und Halterungen am Ufer entlang“. Der Bürgermeister rechnet mit einer Wiederbenutzung ab dem nächsten Jahr. An die Zuhörer richtete er einen Aufruf zu Eigenleistungen: „Wir wollen dieses Bad nicht zusperren oder aufgeben, sondern wenn wir eine Möglichkeit haben, dann werden wir auch eine Lösung finden.“

Sanierung der Parkettböden

Aus dem nicht-öffentlichen Teil der Junisitzung konnte Bauriedl jede Menge Vergaben mitteilen: An die ortsansässige Schreinerei Ringholz habe der Marktrat die Sanierung der Parkettböden im Gemeindezentrum und Rathaus übergeben: Dabei nannte der Bürgermeister als Auftragssumme für den Veranstaltungssaal im Erdgeschoss 7608 Euro, für den Sitzungssaal im Obergeschoss 4294 Euro und für den Veranstaltungssaal im Obergeschoss (ehemalige Musikschule) 7454 Euro.

Bei der Sanierung von 15 Kanalschächten und 2 Schieberabdeckungen vertraue der Marktrat der Firma ABS Meiller-GmbH, welche hierfür ein Angebot über 13.884 Euro vorgelegt habe. An dieselbe Firma sei ergänzend ein Auftrag zur Straßensanierung (6247 Euro brutto) gegangen. Bei der Baugrunduntersuchung für die Erweiterung des Waidhauser Feuerwehrhauses wäre den Markträten das Angebot des Ingenieurbüros Dr. Rupert & Felder über 3547 Euro als geeignet erschienen.

Errichtung eines Mobilfunkmast

Mit einem einstimmigen Beschluss stattete das Gremium dann den beabsichtigten Abbruch einer Scheune zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage und Carport aus. War die Errichtung eines Sendemastens im Ortsteil Reichenau bislang als Sache der Denkmalsschutzbehörde gesehen worden, so gab es in der Julisitzung nun eine neue Richtung. Der Marktrat selbst richtete nun einstimmig einen Antrag nach dem Denkmalschutzgesetz an die untere Denkmalschutzbehörde.

Der Bürgermeister erklärte zur Errichtung, dass der Mobilfunkmast verfahrensfrei errichtbar sei. Es werde eine Höhe von sechs Metern ab der Oberkante des Schützenhausdaches vorgesehen. Dem Antrag würden Fotomontagen beigefügt, um einen „nicht störenden“ Charakter zu belegen. Unter allen Fotomontagen gebe es nur eine einzige, wo Beides miteinander zu sehen sei: „Aber die räumliche Distanz ist so groß, dass diese nie störend sein kann.“ Ebenso sah Ortsheimatpfleger Andreas Ringholz „keine Beeinträchtigung". Für die CSU-Fraktion bestätigte auch Josef Kleber: „Wir werden für die Reichenauer stimmen.“ Auf die von Bürgern geäußerte Kritik ging einzig noch der Bürgermeister ein: „Das ist wirklich nur ein Mindestangebot an Sendeleistung. Eine Abdeckung mit dem neuen G-5-Standard wird auf keinen Fall kommen.“

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„Wir wollen dieses Bad nicht zusperren oder aufgeben, sondern wenn wir eine Möglichkeit haben, dann werden wir auch eine Lösung finden.“

Bürgermeister Markus Bauriedl

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