01.07.2021 - 12:27 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waidhaus: Schleusung, Waffen, Haftbefehle

Der Mittwoch war für die Beamten der Bundespolizei ein arbeitsreicher Tag. Bei verschiedenen Kontrollen im Grenzbereich bei Waidhaus entdeckten sie gleich mehrere Verstöße.

Auf dieser Ladefläche eines Sattelaufliegers fuhren sechs Migranten unerkannt von Rumänien aus mit. In Waidhaus wurden sie entdeckt.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Gut zu tun hatten Fahnder der Bundespolizeiinspektion Waidhaus am Mittwoch. An nur einem Tag verhafteten sie in Waidhaus und der näheren Umgebung drei Personen, beschlagnahmten Waffen und nahmen sechs geschleuste Personen in Gewahrsam, wie im Polizeibericht mitgeteilt wird.

Schleusung aufgedeckt

16 bis 36 Jahre alt waren fünf Personen aus Pakistan und eine Person aus Afghanistan, die die Bundesbeamten in Gewahrsam nahmen. Sie waren in guter körperlicher Verfassung, heißt es. Die Personen waren auf der Ladefläche eines türkischen Lkw von Rumänien aus unerlaubt nach Waidhaus eingereist. Nach Angaben der Polizei hatte ihnen ein bislang unbekannter Schleuser nach ersten Erkenntnissen ohne Wissen des Truckers in Rumänien Zugang zum Sattelauflieger verschafft und soll dafür pro Person 800 Euro verlangt haben. Der Fahrer vernahm erst auf dem Zollhof Waidhaus Klopfgeräusche und informierte über seine Spedition die Bundespolizei.

Vier unerlaubt Eingereiste wurden am Donnerstag nach Tschechien zurückgeschoben. Der 16-Jährige aus Afghanistan wurde dem Jugendamt übergeben. Ein 36-jähriger Pakistaner war bereits 2018 auf dem Luftweg von Österreich in seine Heimat abgeschoben worden und wegen zweier Körperverletzungsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten. Über seinen Verbleib wird der Richter entscheiden. Der Lkw-Fahrer durfte nach der Zeugenvernehmung die Weiterfahrt antreten.

Drei Haftbefehle

Insgesamt drei mit Haftbefehl gesuchte Personen ausländischer Herkunft wurden am Mittwoch entdeckt. Ein 20-jähriger Slowene war wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz zu knapp 1000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft Weiden suchte ihn, weil die Summe nicht beglichen worden war. Der Verurteilte konnte die säumige Zahlung nachholen und ersparte sich 30 Tage Ersatzfreiheitsstrafe.

Ein 42-jähriger Bulgare muss für 15 Tage in die JVA. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte ihn wegen einer Verurteilung aufgrund Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu 750 Euro mit Haftbefehl ausgeschrieben. Die Geldstrafe konnte der Mann nicht begleichen.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg suchte einen 37-Jährigen Rumänen wegen Körperverletzung mit Untersuchungshaftbefehl. Diesen vollstreckten die Waidhauser Bundespolizisten und verschafftem dem Mann einen Platz im Gefängnis.

Marihuana, Waffen, Widerstand

Durch gutes Zureden musste der Widerstand eines 26-jährigen Russen gebrochen werden. Der Mann schloss sich laut Polizeibericht bei der Kontrolle in sein Auto ein und öffnete zunächst nicht. Die Bundespolizisten hatten bei ihm unter dem Lenkrad eine durchgeladene Schreckschuss-Pistole, einen Schlagstock sowie kleinere Mengen Marihuana entdeckt. Nachdem die Beamten den Mann mit zur Dienststelle nehmen wollten, verriegelte dieser den Wagen, gab aber bald schon auf. Ihn erwarten nun Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

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