08.07.2021 - 17:12 Uhr
WaidhausOberpfalz

Wasserversorgung: Sicherung bis hin zur Quelle

Der Sicherung des eigenen Trinkwassers gibt der Waidhauser Marktrat oberste Priorität. In einem letzten Schritt sollen nun auch die Quellen im Staatsforst einer umfassenden Sanierung unterzogen werden.

Geschlossen spricht sich der Waidhauser Marktrat für eine weitere Sanierung der Trinkwasseranlagen aus, wobei nun die Quellen mit ihren Ableitungen im Mittelpunkt stehen.
von Josef ForsterProfil

Bevor die Trinkwasserversorgung eine weitere Hürde nehmen könne, wären „noch einige Punkte zu bewältigen, bevor wir durchstarten können“, leitete Bürgermeister Markus Bauriedl in die umfassende Thematik ein. Für die Türkenquelle und die drei Karlsquellen sollen bestehende Forstwege für die anstehenden Bauarbeiten mit Schotter befestigt werden. Nach dem Abschluss könne der Wasserwart die verbesserten Wege nutzen. Für dieses Vorhaben sprach sich der Marktrat geschlossen für den vorgelegten Nutzungsvertrag mit den bayerischen Staatsforsten für die Zeit bis Ende 2025 mit einem jährlichen Nutzungsentgelt von 100 Euro aus. Nach 2025 wäre mit dem Abschluss der Sanierung dann ein Komplettpaket für alle Nutzungen mit den Staatsforsten abzuschließen. Zur Verbesserung hat sich der Marktrat außerdem für eine Kontrolle der Hochbehälter durch die Firma Carella aus Rheinfelden für einen Betrag von 3527 Euro ausgesprochen.

Aufträge vergeben

Für drei gemeindliche Liegenschaften habe sich der Marktrat entschieden, die Stadtwerke Weiden mit der künftigen Gaslieferung bis Ende 2022 zu beauftragen, startete Bauriedl seine Informationen aus dem nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Zum Preis von 46 Cent je laufenden Meter für die Rissesanierung an Gemeindestraßen habe das Unternehmen ABS-Meiller in Wernberg-Köblitz einen Auftrag erhalten. Aus dem Regionalbudget sei ein Auftrag zu einem „offenen“ Büro an die Frima Urban-live zum Angebotspreis von 5697 Euro gegangen. Bestellt worden sei ebenso eine Überdachung für den Eingang der Musikschule am Schulgebäude bei der Firma Ziegler-Pegasus mit Kosten von 8790 Euro. Weiter erwähnte Bauriedl die genehmigte Anpachtung von drei Lkw-Stellplätzen auf dem Bauhofgelände durch eine Privatfirma.

Baupläne gehen durch

Zur Erweiterung eines Garagenplatzes in Frankenreuth um ein Carport gab es keinerlei Einwände. Gleiches galt für den Neubau eines Gartengerätehauses in Reichenau. Bewegung kommt in das neue Gewerbegebiet an der Johann-Schmidt-Straße durch eine Zustimmung zur Kostentragung der Bauherrin inklusive Eingrünung des Geländes auf eigene Kosten. Die Marktverwaltung habe sich jedoch verpflichtet, das Baugebiet mit Trinkwasser und Abwasser zu erschließen, wofür ein Pauschalbetrag für Verwaltungsleistungen von 1000 Euro in Rechnung gestellt würde. Allerdings werde es dort keinerlei Winterdienst oder Verkehrssicherungsmaßnahmen durch die Kommune geben, was in dem neu geschlossenen Vertrag mit verankert sei.

Alte Leitung wird zum Problem

Zu einer Stellungnahme sah sich der Bürgermeister zu einem Wasserrohrbruch in Hagendorf veranlasst: „Das zog sich länger hin, weil unser eigener Bagger nicht ausreichte und weil der Bauhof personell derzeit auf dem Zahnfleisch daherkommt.“ Deshalb sei die Entscheidung zu einer neuen Leitung gefallen und diese in kurzer Zeit einzubringen, anstatt eine aufwendige Suche nach dem alten Verlauf zu starten. Als jedoch die neue Leitung soweit fertig gestellt war, hätte sich die alte „gemeldet und leckte spritzend“. In Eigenregie sei die Schadstelle dann vom Bauhof behoben worden. Die Baukosten würden jedoch in die Förderung mit aufgenommen. Und ergänzend sei dort auch noch ein Schaden am Abwasserkanal aufgetreten, was ebenfalls mit behoben worden wäre. Aufgenommen werde nun eine Verteilung in die anderen Ortsteile, um zu einer Lösung zu kommen.

Wiesen, Serenaden und "Zwick'n-Haus"

Zu Hagendorf brachte Vera Stahl die einstige Blumenwiese vor dem Dorfwirtshaus auf den Tisch: „Da wächst nun alles zu, aber nicht mehr als Blumenwiese. Das steht schon lange so da und ist nicht schön.“ Bürgermeister Bauriedl sicherte ein baldiges Mähen der jetzigen Grasfläche zu. Bestätigen konnte er die Nachfrage Stahls zu einer Neuauflage von Sommerserenaden unter Federführung der Marktgemeinde, was ab Ende Juli geplant sei. Stahls Anfrage zum Zwick‘n-Haus vertagte Bauriedl auf Ende August, da dann ein Stadtgespräch mit dem Architekten stattfinde, bei dem auf verschiedene Themen eingegangen würde.

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